Der Kaffee ist für viele Deutsche nicht aus ihrem Morgen wegzudenken. Er macht und nicht nur wach, sondern er beeinflusst auch noch unsere Stimmung am Morgen. Auf einmal fällt es uns ganz leicht, in den ersten Stunden des Tages gute Laune zu haben.

Kaffee hat Auswirkungen auf unsere Hormone. Wir schauen uns die Auswirkungen von Kaffee auf den Körper genau an und wollen wissen, welche Teile des Körpers von ihm beeinflusst werden können.

Die Wissenschaft hat sich in verschiedenen Studien Kaffee ganz genau angeschaut und dabei ist aufgefallen, dass er keineswegs bessere Laune macht, sondern im Gegenteil Stress begünstigt den Serotoninspiegel senkt. Das sind die wahren Auswirkungen von Kaffee:

8 Gründe, warum Kaffee und Hormone sich nicht verstehen  

Manchmal verstehen sich Kaffee und Hormone nicht so gut, denn Studien beweisen den Einfluss von Kaffee auf unseren Stoffwechsel. Es außerdem ist bewiesen, dass Koffeingenuss die Symptome von Frauen mit Hormonstörungen teilweise verstärken können. Solche Hormonstörungen können beispielsweise PMS oder Endometriose sein.  

Handybildschirm mit Frau die Kaffee trinkt
In unserem Lieblingscafé bestellen wir meistens natürlich Kaffee. Foto: Pexels / Los Muertos Crew

1. Frauen können Koffein schlechter verarbeiten als Männer  

Genauso, wie Frauen Alkohol langsamer verarbeiten können als Männer, verhält es sich laut verschiedenen Studien auch bei Kaffee. Grund dafür ist unter anderem, dass der Körper der Frau darauf ausgelegt ist, Flüssigkeit länger zu behalten, um unseren Energiehaushalt aufrecht zu erhalten. So kann es sein, dass du die Nebenwirkungen von Kaffee auf einem leeren Magen schneller bemerkst als eine männliche Person. 

2. Kaffee begünstigt das Stresshormon 

Kaffee kann laut einer Studie die Cortisol-Ausschüttung anregen, welches allgemein als das Stresshormon bekannt ist. Deshalb kann es sein, dass dich Kaffee zwar wach macht, aber zeitgleich auch nervös. Deshalb sind sowohl Stress als auch Koffein negativ für unseren Hormonhaushalt. Koffein wirkt ebenfalls, indem es ein Hormon imitiert, das den Nebennieren signalisiert mehr Adrenalin auszustoßen. Unser Körper denkt deshalb, dass eine stressauslösende Situation vorliegt und produziert zusätzliche adrenale Hormone.

Außerdem steigert Koffein laut dem Zentrum für Gesundheit ebenfalls die Herzfrequenz und den Blutdruck, ein weiterer Grund, wieso Kaffee dem Körper Stress signalisiert. Dieser selbst herbeigeführte Zustand kann Nebenwirkungen hervorrufen, die unter dem Begriff Koffeinismus zu verstehen sind. Koffeinismus bezeichnet einerseits eine Kaffee-Überdosis, andererseits eine Kaffeesucht.

3. Negativer Einfluss auf die Östrogen-Produktion 

Auch die Östrogenproduktion soll unter dem Einfluss von Kaffee leiden. Laut einer Studie leiden vor allem weiße Frauen unter einer Einschränkung durch die Östrogenproduktion durch Kaffee. 

4. Regelschmerzen und PMS  

Kaffee während der Periode? Vielleicht keine so gute Idee, denn: Kaffee wirkt säurebildend. Das kann zur Folge haben, dass Regelschmerzen und PMS begünstigt werden. Zusätzlich wird durch die Säurebildung auch noch die Magenschleimhaut angegriffen. 

5. Hemmt die Aufnahme von Mikronährstoffen 

Wichtige Mirkonährstoffe, die unser Körper zwingend benötigt können durch Kaffee nicht mehr einwandfrei aufgenommen werden. Zu diesen Nährstoffen zählen vor allem Eisen, Zink oder Vitamin B6. 

6. Kaffee wirkt harntreibend  

Dass Kaffee harntreibend ist, hast du bestimmt schon nach der ein oder anderen Tasse bemerkt. Allerdings bleibt es nicht nur dabei, denn dadurch wird nicht nur Wasser verstärkt ausgeschwämmt, sondern Calcium, Magnesium und Vitamin C gleich mit.

7. Der Serotoninspiegel wird reduziert 

Laut Kaffeeexperten, zitiert vom Zentrum für Gesundheit, erhöht Kaffee den Noradrenalinspiegel , welches für die Stimulation des Nervensystems verantwortlich ist. Gleichzeitig reduziert es den beruhigend wirkenden Neurotransmitter Serotonin.

8. Energieverlust durch Kaffee

Laut Dr. Julian Whitaker steigert Kaffee zunächst die ATP-Produktion. ATP ist der wichtigste Baustein für die Energieproduktion im Körper. Allerdings bleibt das nicht auf Dauer so, denn eine chronische Stimulierung dieses Systems, kann den Körper langsam auszehren. Es handelt sich also dabei nicht um einen tatsächlichen Energieschub durch Kaffee, sondern um eine chemische Stimulierung. Ein kurzer Energieschub kann also nachhaltig zu langanhaltender Erschöpfung führen.

Hände mit Kaffeebecher
Wie schlecht wirkt sich Kaffee wirklich auf unseren Hormonhaushalt aus? Foto: IMAGO Images / Westend61

Wie kann ich meinen Kaffeekonsum reduzieren?  

Wenn du gemerkt hast, dass sich Kaffee teilweise schlecht auf deinen Körper auswirkt und du den Konsum von Kaffee etwas reduzieren möchtest, haben wir ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du es am besten anstellst: 

  • Wenn du nur den Geschmack von Kaffee magst und gar nicht so sehr auf den Koffeinkick aus bist, empfehlen wir dir koffeinfreien Kaffee.  
  • Außerdem solltest du in diesem, sowie in jedem Fall darauf achten, deinen Kaffee nicht auf leeren Magen zu trinken.  
  • Versuche Kaffee durch Kukicha zu ersetzen. Die Grüntee-Sorte hat weniger Koffein als die anderen Sorten und ist wesentlich gesünder als Kaffee. 
  • Reduziere den Konsum nach und nach. Von einem auf den anderen Tag zum Beispiel ganz aufzuhören, kann Symptome wie Kopfschmerzen hervorrufen und lässt dich eventuell schnell wieder zum Kaffee zurückgreifen. Suche dir deshalb den einen Tag zum Starten aus, an dem du wenig zu tun hast. Dann kannst du den Kaffee-Konsum Schritt für Schritt reduzieren.

Kaffee und Hormone: Geht das zusammen? 

Das klang jetzt alles erstmal tragisch, aber keine Angst: Komplett verzichten, musst du auf deinen Lieblingskaffee nicht. Die meisten Auswirkungen machen sich erst nach sehr langer Zeit bei einem erhöhten Koffeinkonsum bemerkbar. Doch gerade, wenn du hormonell bedingte Probleme hast, empfiehlt es sich, deinen Konsum zu reduzieren. Außerdem sind die Auswirkungen von Koffein sehr individuell, das heißt also, dass sich der Konsum von Kaffee bei dir ganz anders auswirken kann, als bei deinen Freund:innen.

Besprich dich dazu mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, um zu erfahren, was in deinem Fall die gesündeste Lösung wäre und inwieweit du deinen Kaffee-Konsum runterfahren solltest. So kannst du auch als echter Kaffee-Junkie einen gesunden Umgang mit dem koffeinhaltigen Heißgetränk erwirken. 

Weiterlesen:
Kaffee trinken am Morgen: So lang musst du nach dem Aufstehen warten
Diese 5 Übungen zum Wachwerden holen dich morgens in Windeseile aus dem Bett
Frühsport: Besserer Gehirn-Booster als 3 Kaffee
Öko-Test: Diese sechs Tees sind schadstoffbelastet