Filterkaffee ist nicht nur eines der einfachsten, sondern gleichzeitig auch eines der beliebtesten Kaffeegetränke. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass wir den Kaffee heutzutage filtern? In diesem Artikel verraten wir dir alles, was du über den Ursprung des Filterkaffees wissen musst und zeigen dir außerdem, ob das Filtern von Kaffee gesund ist.

Warum filtern wir den Kaffee überhaupt?

Der Filterkaffee hat zwar gerade sein Comeback, es gibt ihn aber mittlerweile schon seit über 110 Jahren. Selbstverständlich existierte er damals noch nicht in der gleichen Form, wie wir sie heute kennen, dennoch hat er sich bis heute weiterentwickelt und bewährt.

Erfinderin des Kaffeefilters ist Melitta Bentz, eine Hausfrau aus Dresden. Am 20. Juni 1908 meldete sie das Patent für ihren Kaffeefilter an und erlangte damit schnell Bekanntheit. Was einst als Wohnzimmer-Firma startete, wurde schnell zu einem beliebten Produkt, das bis heute existiert. Denn Melitta-Kaffee und –Kaffeefilter gibt es bis heute zu kaufen.

Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass der erste Melitta-Kaffeefilter nicht einer von vielen Filtern, sondern eine echte Innovation der damaligen Zeit war. Zuvor wurde der Kaffee nämlich meist gebrüht, indem heißes Wasser einfach über das Kaffeepulver gegossen würde. Das Ergebnis war nicht nur krümelig, sondern in der Regel auch kein echter Gaumenschmaus.

Abgesehen von einem wirklich unangenehmen Nachgeschmack beinhaltete der ungefilterte Kaffee auch viele Bestandteile und Stoffe, die in einer guten Tasse Kaffee eigentlich nichts zu suchen haben. Dazu zählen zum Beispiel Stoffe, die den Cholesterinspiegel erhöhen und somit besonders für Leute mit Fettstoffwechselstörungen äußerst gefährlich werden können.

Kaffeefilter
Melitta Bentz hat den ersten Kaffeefilter erfunden. Foto: imago images/Westend61

Ist das Filtern von Kaffee gesund?

Doch bietet gefilterter Kaffee im Vergleich zu anderen Kaffeesorten auch gesundheitliche Vorteile? Die Antwort ist: Ja. Filterkaffee gilt sogar als besonders gesunder Kaffee. Der Grund dafür liegt jedoch weniger am Kaffee selbst, sondern an der Brühmethode.

Kaffee enthält verschiedene Stoffe, wie beispielsweise Cafestol und Kahweol, die den Spiegel des für den Körper eher schädlichen LDL-Cholesterins in die Höhe treiben. Diese Stoffe gelangen bei den meisten Kaffeemaschinen, wie zum Beispiel bei der Siebträgermaschine, mit dem Wasser in den Kaffee. Wenn wir diesen Kaffee trinken, nehmen wir die Stoffe automatisch in den Körper auf.

Genau an diesem Punkt ist der Filterkaffee aber gesünder. Denn durch den Kaffeefilter gelangen diese beiden Stoffe gar nicht erst bis in das fertige Getränk. Wir nehmen die Stoffe also auch beim Trinken des Kaffees nicht in den Körper mit auf, wodurch der Cholesterinspiegel letztendlich nicht negativ beeinflusst wird.

An und für sich ist diese Erhöhung des Cholesterinspiegels nicht sonderlich bedenklich, Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel sollten dennoch lieber zu gefiltertem Kaffee greifen, um einem weiteren Anstieg des Cholesterinspiegels vorzubeugen.

Kaffee Frau Hand Filterkaffee
Bis heute ist der Filterkaffee eines der beliebtesten Kaffeegetränke. Foto: fotografierende/ pixaby via canva.com

Fazit: Kaffee filtern ist heutzutage unverzichtbar

Zwar hat man vor über 100 Jahren den Kaffee noch völlig ohne Filter getrunken, heutzutage ist ein Filter aber essenziell, wenn man einen Anstieg des Cholesterinspiegels durch Kaffee vermeiden möchte. Glücklicherweise gibt es mittlerweile aber zahlreiche Kaffeefilter, die genau das verhindern. Du hast also die Qual der Wahl, mit welchem Filter du deinen Kaffee trinken möchtest.

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