Die Geister streiten sich schon so lange, dass sie kaum noch miteinander reden: Ist Kaffee nun gesund oder nicht? Wie viel sollte man trinken und gibt es Alternativen, die ihm den Rang ablaufen? Seit einiger Zeit versucht sich Dinkelkaffee zu etablieren und weist tatsächlich einige Vorteile auf, die man so nicht erwartet hätte. Ob er tatsächlich gesünder als normaler Kaffee ist, erfährst du jetzt.

Dinkelkaffee: So wird er hergestellt!

Wie der Name schon sagt, besteht Dinkelkaffee aus dem Getreide Dinkel. Was wir sonst nur aus Brot und Nudeln kennen, kannst du jetzt auch aufbrühen und trinken. Aber wie funktioniert Kaffee aus Getreide?

Dinkelkaffee besteht hauptsächlich aus Dinkel oder Zichorien. Das sind Bestandteile der Wurzel, die einen bitterlichen Geschmack, ähnlich wie Chicorée haben. Die Zichorien werden getrocknet, während das Getreide eingeweicht und zum Keimen gebracht wird. Danach werden beide Zutaten geröstet, was ihnen den kräftigen Geschmack verleiht.

Anschließend kommt es darauf an, ob der Kaffee-Ersatz gemahlen oder als Instant-Pulver verkauft werden soll. Danach richtet sich die Mahlart.

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Was ist gesünder: Normaler Bohnenkaffee oder Dinkelkaffee? Foto: Gettyimages / Alexander Spatari

Welche gesunden Benefits hat die Kaffee-Alternative?

Dinkelkaffee wird besonders aufgrund seiner gesunden Eigenschaften gehyped. Er regt die Verdauung an, ist aber dennoch sehr bekömmlich. Außerdem soll sich Dinkelkaffee positiv auf das Wohlbefinden und die Psyche auswirken, weshalb manchen Menschen, die unter Depressionen leiden, eine Umstellung von Weizen auf Dinkel empfohlen wird.

Des Weiteren ist Dinkelkaffee in den meisten Fällen glutenfrei und somit auch für Allergiker:innen geeignet. Im Vergleich zu normalem Kaffee wirkt sich auch positiv aus, dass Dinkelkaffee weder Säure noch Koffein beinhaltet. So übersäuert der Körper nicht und du fühlst dich wach, aber nicht hibbelig.

Ist Dinkelkaffee gesünder als normaler Kaffee?

All diese gesunden Eigenschaften klingen bestechend, aber kann die Kaffee-Alternative normalem Bohnenkaffee das Wasser reichen? Zunächst einmal muss man auf die Inhaltsstoffe gucken. Da Dinkelkaffee aus einem Getreide hergestellt wird, ist er deutlich protein-, aber auch kalorienreicher.

Auf 100g kommen satte 365 Kilokalorien. Schwarzer Kaffee hingegen hat fast keine Kalorien. Wenn du auf Kalorien achtest, solltest du also nicht zu viel vom Dinkelkaffee trinken. Jedoch kann Dinkelkaffee immerhin mit knapp fünf Gramm Protein aufwarten. Da kann wiederum normaler Kaffee nicht mithalten.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Dinkelkaffee kein günstiges Vergnügen ist. So bekommst du beispielsweise 80g Dinkelkaffee für 4,99 € während du 500g gemahlenen Kaffee für fast denselben Preis bekommst.

Übrigens: Du kannst auch einfach mal versuchen, Dinkel-Drink in deinen normalen Kaffee zu geben. So ergatterst du ein paar gesunde Eigenschaften des Dinkels, ohne auf deinen normalen Kaffee verzichten zu müssen.

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Dinkelkaffee hat eine beruhigende Wirkung auf Magen und Geist. Foto: imago images/Cavan Images

Fazit: Warum solltest du Dinkelkaffee ausprobieren?

Besonders wenn du eine Glutenunverträglichkeit hast oder eine koffeinfreie Alternative suchst, bietet sich der Getreide-Kaffee an. Außerdem erfolgt die Herstellung meistens in der Schweiz unter biologischen Demeter-geprüften Umständen. So vermeidest du lange Lieferwege und ungerechte Bezahlung auf Kaffeeplantagen. Fakt ist aber auch, dass du für Dinkelkaffee das gewisse Kleingeld benötigst und ihn vielleicht eher ergänzend zu anderen Getränken zu dir nehmen solltest.

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