Sie fühlen sich oft müde, kommen nicht richtig in die Gänge, haben kalte Hände und Füße und können sich schlecht konzentrieren. Wenn sie schnell aufstehen, wird ihnen schwindelig.

Personen mit niedrigem Blutdruck haben Symptome, die ihr Leben stark beeinträchtigen können.

Niedriger Blutdruck: Daran erkennst du ihn

Von einem niedrigen Blutdruck spricht man, wenn der untere Wert unter 110 mmHg liegt. Doch ob jemand bei diesesen Messwerten schon Probleme bekommt, hängt vor allem auch von der Person ab. Denn nicht jeder reagiert gleich. Und so fühlt sich nicht jeder mit einem niedrigen Blutdruck schlecht.

Das Problem ist jedoch, dass öfter über einen zu hohen Blutdruck gesprochen wird und nicht so oft über einen zu niedriegen. Verwunderlich ist das nicht. Denn Bluthochdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall. Während das Risiko bei einem niedrigeren Blutdruck sinkt.

Hinzukommt, dass ein niedriger Blutdruck in der Regel kein Gesundheitsrisiko darstellt. Dennoch kann eine zu starke Blutdrucksenkung bei Älteren und Herz-Kreislaufkranken Menschen ein Warnsignal für einen Herzinfarkt sein oder zu Schwindel und Stürzen führen. Ganz auf die leichte Schulter sollte er deshalb auch nicht genommen werden.

Was ist die Ursache für einen niedrigen Blutdruck und wer ist besonders betroffen?

Die Ursache für einen niedrigen Blutdruck, eine sogenannte Hypotonie, kann eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Blutarmut, eine Unterfunktion der Nebenniere, eine Erkrankung des vegetativen Nervensystems oder eine schwere Herzschwäche sein. Doch nicht immer stecken dahinter ernsthafte Probleme.

Besonders betroffen von einer Hypotonie sind junge, schlanke Frauen. Aber auch Hochleistungssportler können einen niedrigen Blutdruck haben. 

Niedriger Blutdruck
Das Thema niedriger Blutdruck ist längst noch nicht so populär wie ein zu hoher Blutdruck(Photo: AppleZoomZoom/ shutterstock)

Was du gegen eine Hypotonie tun kannst

Wenn der Arzt eine organische Erkrankung ausgeschlossen hat, kannst du diese Maßnahmen umsetzen, um deinen Blutdruck zu erhöhen:

  • Oftmals wird dazu geraten, etwas mehr Salz zu essen. Dadurch soll mehr Flüssigkeit im Körper gebunden werden und der Blutdruck steigen. Allerdings gibt es keine soliden Studien, die den Effekt belegen, weshalb die Nebenwirkungen von zu viel Salz auch immer im Blick behalten werden sollten.
  • auch viel Ausdauersportart, wie Radfahren, Schwimmen und Joggen kann helfen.
  • Wassergymnastik ist ebenfalls super, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.
  • Krafttraining kann die Beinmuskeln stärken und so auch die Pumpfunktion der Venen erhöhen.
  • Wechselduschen kurbeln die Durchblutung an und können ebenfalls helfen.
  • Wichtig ist, genug Wasser zu trinken, damit sich das Blutvolumen erhöht.
  • Eine Tassee Kaffee kann ebenfalls helfen – allerdings nur kurzzeitig.
  • Bei einem niedrigen Blutdruck ist wenig Blut im Gehirn. Deshalb kannst du auch ausprobieren, öfter mal die Füße hochzulagern, um  so das Blut zurückzuführen.

Naschkatzen aufgepasst: Als Hausmittel gegen zu niedrigen Blutdruck wird auch Lakritz empfohlen. Die darin enthaltene Süßholzwurzel soll den Blutdruck steigern. Wer zwar Lust auf die Wirkung hat, aber nicht so viel Süßkram essen will, kann auch einfach nur auf den Wirkstoff setzen und sich Süßholzwurzel-Tee zubereiten.

Übrigens: Auch Rosmarin soll bei einer Hypotonie helfen. Wohingegen du die Finger von Alkohol lassen solltest. Denn dieser stellt die Gefäße weit und lässt so den Blutdruck sinken.

Fazit: Nimm einen niedrigen Blutdruck nicht auf die leichte Schulter

Wenn du typische Symptome wie etwa Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen bemerkst, solltest du die Beschwerden von einem Arzt abklären lassen. Er kann nicht nur herausfinden, was die Ursache dafür ist, sondern dir auch bei einer möglichen Therapie gegen zu niedrigeren Blutdruck helfen.

Mehr zum Thema gefällig?

Müdigkeit kommt nicht immer von einem niedrigen Blutdruck. Sondern vor allem auch von einem Vitaminmangel. Insbesondere ein Magnesiummangel oder ein Eisenmangel führen zu Schlappheit.