Dein Vormittag war mega anstrengend und alles, was du jetzt willst, ist, dich auf die Couch zu legen und kurz mal die Augen zu schließen? Viele schwören auf den Mittagsschlaf. Dabei birgt das Nickerchen bauch gesundheitliche Risiken, wie eine Studie herausfand. Die Untersuchung von der Guangzhou Medical University in China zeigte: Wer zu lange schläft, erhöht sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verkürzt seine Lebensdauer.

Mittagsschlaf kann die Gesundheit gefährden, wenn …

Doch wie lange ist zu lange? Die chinesischen Forscher:innen analysierten das Verhalten von mehr als 300.000 Teilnehmer:innen aus 20 Studien, von denen 39 % Mittagsschlaf machten. Dabei entdeckten sie etwas Bemerkenswertes: Bei den Probanden, die tagsüber ein Nickerchen machten, stieg das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 34 Prozent. Und damit nicht genug: Auch das Sterberisiko erhöhte sich um 30 Prozent im Vergleich zu den Personen, die auf Mittagsschlaf verzichteten. 

Wenn du angesichts dieser Ergebnisse Angst haben solltest, keinen Mittagsschlaf mehr machen zu dürfen, können wir Entwarnung geben. Diese Risiken betrafen vor allem die Personen, die tagsüber mehr als eine Stunde schliefen. Power-Naps oder Nickerchen sind noch immer drin, wenn auch zeitlich begrenzt. 

So lange solltest du maximal schlafen

Damit du dich nicht müde schläfst, sollte dein Mittagsschlaf zwischen 10 und 30 Minuten dauern. Der Grund: Schlummerst du länger, kommst du in die Tiefschlafphase. Wachst du dann auf, fühlst du dich oft müder als vorher und kommst nicht in die Gänge. 

Hältst du dich an die maximal 30 Minuten, kannst du deinen Körper sogar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, wie Forscher der Universität von Athen bereits 2007 herausfanden.  

Allerdings, so die Erkenntnisse der Wissenschafler:innen der Universität von Kalifornien aus dem Jahr 2019, scheint es auch auf die Häufigkeit der mittäglichen Auszeiten anzukommen. Das Risiko, an einem Herzinfarkt, an Herzversagen oder an einem Schlaganfall zu leiden, verringerte sich nur bei maximal zwei Naps wöchentlich. Bei den Probanden, die öfter Mittagsschlaf machten, verschwand dieser positive Effekt allerdings wieder.

Woran es liegt, dass ein Mittagsschlaf solche Auswirkungen auf die Gesundheit hat, ist den Forscher:innen bisher noch ein Rätsel. Generell sind noch viele Fragen zum Mittagsschlaf in der Wissenschaft ungeklärt. Auch, weil die Studienlage teilweise widersprüchlich ist.

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VMitten am Tag einzuschlafen, ist nicht immer gut für den Körper. Foto: getty/LaylaBird / getty/LaylaBird

So kann dir der Mittagsschlaf helfen

Zwei Siestas die Woche scheinen laut Wissenschaftler:innen ideal. Die positive Auswirkung auf die Gesundheit kann aber auch damit zusammenhängen, dass die Menschen, die sich gezielt eine Auszeit nehmen, generell einen gesünderen Lebensstil haben.

Für dich heißt das: Solltest du tatsächlich müde sein, kannst du dich unbesorgt für maximal 30 Minuten aufs Ohr hauen. Hast du Probleme, rechtzeitig aufzustehen, kann dir der Coffee Nap helfen.

Plagen dich abends allerdings Einschlafprobleme, solltest du probieren, den Mittagsschlaf wegzulassen, damit du abends besser in den Schlaf findest.

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