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Schmutzige Tassen & Co.: Wie hoch ist die Infektionsgefahr auf dem Weihnachtsmarkt?

Immer wieder hört man von unhygienischen Zuständen auf dem Weihnachtsmarkt. Doch wie hoch ist die Ansteckungsgefahr, die von Viren und Bakterien ausgeht, wirklich?

Freundinnen Weihnachtsmarkt
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Endlich haben die Weihnachtsmärkte geöffnet! Dampfender Glühwein, duftendes Handbrot und glänzender Lebkuchen: Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es jede Menge köstlicher Leckereien. Kein Wunder, strömen die Menschen in Scharen zu den bunt beleuchteten Buden. Vor allem, nachdem wir die vergangenen Jahre coronabedingt teilweise oder sogar komplett auf das Spektakel verzichten mussten. Doch wie sieht es abgesehen davon eigentlich mit dem Infektionsrisiko auf dem Weihnachtsmarkt aus?

Herpesviren können an schmutzigen Tassen kleben

Tatsächlich kann ein nicht richtig gespültes Glühweinglas ausreichen, um sich mit Herpesviren zu infizieren. Das passiert vor allem dann, wenn die schmutzigen Gläser lange nebeneinander stehen und von Hand gespült werden. Die unsichtbaren Erreger gelangen über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion in den Körper und können beim Ausbruch für die typischen Bläschen an der Lippe verantwortlich sein.

Wer sich auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein aufwärmen will, sollte möglichst einen Stand bevorzugen, auf dem die Gläser und Tassen in der Spülmaschine gereinigt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine eigene Tasse mit zum Weihnachtsmarkt bringen und nur daraus trinken. Auch ein mitgebrachter Strohhalm kann das Infektionsrisiko verringern.

Grippeviren verteilen sich in Menschenmassen

Wo viele Menschen aufeinander treffen, ist auch das Infektionsrisiko für Grippe- und Erkältungsviren höher. Um eine Verbreitung von Erregern zu vermeiden, sollte man selbstverständlich nicht krank auf einen Weihnachtsmarkt gehen. Ein kleines Desinfektionsgel für die Handtasche schützt vor Kontamination. Und selbstverständlich gilt: Husten und Niesen nur in die Armbeuge!

Um die Gefahr zu minimieren, solltest du dich möglichst an der frischen Luft aufhalten und auf einen Aufenthalt in den beheizten Hütten verzichten. Dort sitzt man meist besonders eng beisammen. Besuche die Weihnachtsmärkte am besten unter der Woche, wenn es leerer ist und vermeide das Getümmel am Wochenende.

Bakterien von dreckigem Geschirr können sich schnell vermehren

Ob Crêpe, Flammlachs oder Langos: Wer auf dem Weihnachtsmarkt etwas essen will, sollte die Hygienebedingungen des Verkaufsstandes genau im Auge haben. Sich stapelndes, dreckiges Geschirr kann schnell zur Gesundheitsfalle werden, da sich die Bakterien in der Wärme der Buden schnell vermehren können.

Wirkt der Stand unordentlich und dreckig, solltest du hier lieber nichts essen. Achte außerdem darauf, ob die Mitarbeiter:innen beim Zubereiten der Speisen Handschuhe tragen. Auf keinen Fall sollten mit derselben Hand Geld entgegengenommen und Lebensmittel angefasst werden!

Wird Corona wegen der Weihnachtsmärkte wieder zum Thema?

Nach den Corona-Jahren haben viele Weihnachtsmärkte in diesem Jahr endlich wieder uneingeschränkt geöffnet. Doch das Virus ist nicht verschwunden. Und Expert:innen befürchten, dass die Infektionszahlen auch aufgrund der Weihnachtsmärkte nun wieder steigen werden. Abstandsregel und das Desinfizieren der Hände sind daher weiterhin angebracht, wenn auch nicht verpflichtend.