Wenn am Morgen der Wecker klingelt, sind manche von uns topfit. Bereit, in den Tag zu starten und voller Energie. Sie gehören zu den sogenannten „Lerchen“. Andere hingegen starten müde, mit einer Tasse Kaffe in der Hand und kriegen ihre Augen kaum auf. Erst gegen Mittag werden sie etwas munterer. Die Rede ist von sogenannten „Eulen“.

Mittlerweile gehen führende Schlafforscher davon aus, dass die Eulen es etwas schwerer in unserer Gesellschaft haben. Denn in der westlichen Welt starten die Schule und die Arbeit oft sehr früh am Morgen. Doch damit nicht genug! Ob wir Eule oder Lerche sind, könnte sich auch auf unser Bewegungsverhalten auswirken.

Eule oder Lerche: Wie sich der Chronotyp auf unsere Fitness auswirkt

Finnische Forscher haben im Rahmen einer Studie untersucht, ob es einen Unterschied bei Morgen- und Abendtypen gibt, wenn es um ihr Bewegungsverhalten geht. 

Dafür haben die Forscher mehr als 5.000 Männer und Frauen anhand von Fragebögen in den Typ Eule und in den Typ Lerche eingeteilt. Anschließend sollten die Studienteilnehmer zwei Wochen lang rund um die Uhr eine Art Smartwatch tragen, die ihre Bewegungen aufzeichnet.

Eule & Lerche bewegen sich anders
Sind Lerchen fitter als Eulen?(Photo: Ridofranz/ istock)

Die Auswertung erfolgte dann geschlechtsspezifisch. Und da zeigte sich Erstaunliches: Die sogenannten Eulen bewegen sich weniger als die Lerchen. Bei Männern zeigte sich der Effekt noch stärker.

Auf einen Tag berechnet waren es rund 30 Minuten Bewegungsunterschied bei den Männern und rund 20 Minuten bei den Frauen. Auch wenn sich das nach wenig anhört, kann das aufgerechnet auf ein Jahr oder zehn Jahre einen krassen Unterschied machen.

Da es sich bei der Studie nur um eine Beobachtung handelt, können die Forscher aber nicht mit vollkommener Sicherheit sagen, ob wirklich der Chronotyp ausschlaggebend für den Bewegungsunterschied ist oder ob dieser aufgrund eines anderen Grundes zustande kommt. Dennoch haben die Forscher Faktoren, wie etwa die körperliche Arbeit, den BMI oder den Bildungsstatus herausgerechnet. Das Ergebnis? Blieb gleich.

Das Ergebnis dieser Studie deckt sich aber auch mit dem einer früheren Befragung. Auch bei dieser waren Lerchen viel aktiver und Eulen etwas fauler.

Und was ist die Ursache dafür?

Doch woran liegt das? Die Forscher begründen das damit, dass diejenigen, die morgens aus dem Schlaf gerissen werden, den ganzen Tag über müde sind und dementsprechend weniger Lust haben, ins Fitnessstudio zu gehen oder zu joggen. Hinzukommt, dass einige Sportstudios am Abend nicht mehr so viele Kurse anbieten und die Eulen abends länger vor dem Fernseher hocken, während die Lerchen oft schon schlafen.

Eule & Lerche Bewegung
Morgenmenschen bewegen sich im Alltag mehr als Abendmenschen(Photo: F8 studio/ Shutterstock)

Aber: Ob wir eher Lerche oder Eule sind, beeinflusst nicht nur unser Bewegungsverhalten, sondern auch unsere Gesundheit allgemein. Denn Abendmenschen essen wohl auch mehr Fast Food, trinken mehr Koffein, nutzen mehr digitale Medien und rauchen sowie trinken mehr Alkohol. Hinzu kommen aber auch vermehrt Krankheiten wie etwa Diabetes oder Depressionen.

Übrigens: Forscher haben in den letzten Jahren noch zwei weitere Schlaftypen ermittelt. Damit sind die Lerche & die Eule also nicht mehr allein…

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