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Forscher entdecken ein neues Hauptsymptom. Hirnschäden können bei Corona auftreten. (Photo: istock/valentinrussanov)

Corona: Hirnschäden als neues Hauptsymptom?

Immer mehr Symptome können bei Corona-Erkrankten auftreten. Jetzt wird sogar von einem neuen Hauptsympton wie Hirnschäden gesprochen.

Typische Hauptsymptome des Covid-19 Virus gehen von Fieber über Husten bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Nun nehmen Forscher noch ein anderes schweres Symptom ins Visier.

Seit Mitte des Jahres beobachten Forscher, vor allem ältere Menschen, ob Hirnschäden als weiteres Symptom auf die Corona-Liste kommt.

Hirnschäden durch Corona

Viele Patienten berichten vermehrt von Beschwerden wie Gedächtnisverlust und Schlaganfällen. Seit Beginn der Coronapandemie wurde ein rasanter Anstieg von entzündlicher Erkrankungen im Nervensystem festgestellt. Betroffene leiden demnach besonders an psychischer Verwirrtheit, Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen. 

Dies wird in der Fachmedizin auch als Delirium bezeichnet. Dieser Zustand kann drei bis 10 Tage andauern. Frau Prof. Claudia Spieß ist Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Berliner Charité. Sie hat bereits mit über 600 Covid-19-Patienten ihre Erfahrungen diesbezüglich gemacht.

Nun heißt es sogar, dass bei einem Drittel aller Todesopfer durch Covid-19 , das Virus in den Hirnzellen nachgewiesen konnte. Auch wenn eine Infektion mit Corona nicht tödlich verläuft, können Langzeitschäden bleiben. 

Die Auslöser der Hirnschäden

Normalerweise sind Hauptauslöser für solch ein Delirium vor allem fieberhafte Infekte sein. Aber auch Krankheiten, die das zentrale Nervensystem betreffen, können diese Langzeitschäden mit sich bringen. Dazu gehören Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie und auch Demenz. 

Weitere Einflüsse wie Alkohol, Drogen, und gesonderte Medikamente können zur Entstehung eines Deliriums beitragen. Sogar nach Operationen kann psychische Verwirrtheit auftreten. Die Quote liegt dort bei etwa 5 bis 15 %, berichtet Prof. Claudia Spies. Demnach können auch jüngere Menschen an einem Delirium erkranken. 

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Forscher entdecken Delirium hauptsächlich bei älteren Menschen.(Photo: Shutterstock/pirke)

Corona ist Teil des Problems

Forscher und Mediziner haben nun den Verdacht, dass auch Corona Hirnschäden hervorrufen kann. Die Oxford Akademie berichtet nun von einer Studie und wertete die Daten von 322 klinisch behandelten Corona-Patienten und weiteren 535 von dem Virus Betroffene, die ihre Daten über die ím Vereinigten Königreich erhältliche „Covid Symptom Study App" vermittelt haben, aus. 

Dabei wird deutlich, dass alle Erkrankten älter als 65 Jahre alt waren. Forscher berichten dabei vor allem von gebrechlichen älteren Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben an Hirnschäden zu leiden. Studienleiterin Dr. Rose Penfold schildert, dass die Ergebnisse zeigen, dass ein Delirium ein Hauptsymptom in dieser Menschengruppe ist.

Hirnschäden als Corona-Hauptsymptom

Hirnschäden als Corona-Hauptsymptom werden derzeit noch weiter untersucht. Bisher ist es häufiger bei älteren Menschen der Fall, dass sie psychische Verwirrtheit als Folge haben. Bei Covid-19 häuft sich die Anzahl an möglichen Symptomen stetig. 

Mittlerweile gibt es kaum noch typische Anzeichen für eine Erkrankung mit dem Coronavirus, da es bei jeder Person anders verläuft. Dennoch kann man sich an den derzeit häufigsten Symptomen orientieren und sollte bei Verdacht einer Infektion umgehend einen Arzt aufsuchen. 

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