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Studie zeigt: Wer zu wenig Ballaststoffe isst, wird schneller krank

Ballaststoffreich essen ist nicht nur wichtig, um sich vor Übergewicht und Darmkrebs zu schützen, sondern auch für das Immunsystem.

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Krank durch Essen: Wie ungesunde Ernährung krank macht

Manche Ernährungsgewohnheiten sind besser als andere, das ist bekannt. Nur welche Folgen eine ungesunde Ernährungsweise wirklich auf den Körper haben kann, ist den wenigsten bewusst.

Dass Lebensmittel aus Vollkorn sowie Gemüse und Hülsenfrüchte als sehr gesund gelten, wissen wohl die meisten. Dennoch greifen die meisten lieber zu Weißbrot, essen nur wenig Gemüse und verschmähen Nahrungsmittel wie Bohnen und Linsen. Dabei ist ballaststoffreich essen wichtig, damit das Immunsystem funktioniert – das hat eine neue Studie ergeben. wmn kennt die Hintergründe.

Ballaststoffreich essen: Was bedeutet das überhaupt?

Zu einer gesunden Ernährung gehören nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Ballaststoffe. Dabei handelt es sich um unverdauliche Pflanzenfasern und sind Bestandteil vieler Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte.

Warum Ballaststoffe so gesund sind? Sie sorgen für eine gesunde Verdauung, senken den Cholesterinspiegel und regulieren den Blutzuckerspiegel. Zudem wirken sie sättigend – ein wichtiger Faktor, um das Körpergewicht zu senken bzw. zu halten. Nicht zuletzt stehen Ballaststoffe im Verdacht, die Herzgesundheit zu verbessern und das Risiko für Krebsarten wie Darmkrebs zu senken.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen.

Darum sind Ballaststoffe wichtig für das Immunsystem

Eine aktuelle Studie zeigt jetzt: Ballaststoffreich zu essen, ist von großem Vorteil für unser Immunsystem. Dafür hatte ein Forschungsteam aus Hamburg den Einfluss einer ballaststoffreichen Ernährung auf die Gesundheit von Mäusen untersucht. Wie sich zeigte, wiesen diese nach einer ballaststoffarmen Ernährung mehr Krankheitserreger auf, als nach einer Ernährungsweise mit vielen Ballaststoffen.

Das Ergebnis wurde an Menschen überprüft. Diese erhielten 5 Tage lang ballaststoffreiche Lebensmittel und danach 5 Tage lang ballaststoffarme Nahrungsmittel. Das Ergebnis: Bei den Proband:innen sank ebenfalls die Konzentration der T-Zellen. Das sind Zellen, die Krankheitserreger abwehren und daher zum erlernten Immunsystem gehören.

Fazit: Wenn wir nicht ballaststoffreich essen, werden wir schneller krank

Die Wissenschaftler:innen schlussfolgern daraus, dass eine Ernährung ohne Ballaststoffe das Immunsystem schwächt, da sie den Darmbakterien die Nahrung entzieht. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern.

Im Klartext bedeutet das: Sich nur wenige Tage lang ungesund zu ernähren, kann dazu führen, dass wir schneller krank werden. Im Umkehrschluss zeigt das aber auch, dass wir unser Immunsystem in nur wenigen Tag dank ballaststoffreicher Nahrung stärken können.