seifenstücke für die Haare
Seife für die Haare ist ein neuer Trend, der langsam aus der Öko-Ecke herauskommt.

6 Dinge, die du mit Haarseife falsch machen kannst

Haarseifen sind gerade in vielen Drogerieketten zu finden & sehr gefragt. Aber wer nicht weiß, wie man sie benutzt wird stark enttäuscht sein.

Seifen feiern langsam ihr Comeback, denn als Stück sind sie nicht nur preiswert, sondern auch ohne Verpackungsmüll. Während es bei Körperseife keiner Anleitung bedarf, kann man bei Seife für die Haare eine ganz Menge falsch machen.

Wir zeigen dir, worauf du beim Kauf und bei der Anwendung von Haarseife achten solltest.

Warum überhaupt Seife für die Haare

Haarseife wurde Jahrtausende lang von Menschen genutzt und ist durch handlichere Produkte etwas in den Hintergrund getreten. Allerdings gehen diese neuen Produkte mit vielen Chemikalien und Plastikmüll einher. Deshalb wird nach Alternativen gesucht und da kommt Haarseife wieder ins Spiel.

6 typische Fehler bei Haarseife

Wer einfach die erstbeste Seife holt, sich damit einschäumt und sie wieder auswäscht, wird merken, dass die Haare sich danach matschig, strähnig und wachsig anfühlen. Jetzt musst du deinen Seifenbrocken nicht mutlos in den Mülleimer schmeißen, du hast ihn einfach nicht richtig benutzt.

Stück Seife auf einem Netz
Seife oder feste Shampoobars können unverpackt gekauft werden und reinigen natürlich deinen Körper.(Photo: Pexels)

1. Einfach irgendeine Haarseife kaufen

Du kaufst doch auch nicht einfach irgendein Shampoo oder irgendeine Gesichtscreme. Die Seife sollte auf deine Kopfhaut und Haare abgestimmt sein. Wenn die Drogerie zu wenig Angebot hat, kannst du dich online umschauen.

Es gibt viele kleine Seifenmanufakturen in Deutschland wie Soaparella, Wolkenseife, Bonsai Seifen oder Steffies Hexenküche. Oder du bestellst bei größeren Marken für Haarseife wie Speick oder Savion.

haarkur selber machen haare frau
Solid Shampoo ist Shampoo in Trockenform, keine Haarseife.(Photo: Klubovy)

2. Haarseife mit Solid Shampoo verwechseln

Bei dm gibt es seit ein paar Monaten das feste Shampoo Foamie, welches gern fälschlicherweise als Haarseife bezeichnet wird. Das ist allerdings nicht korrekt, da Trockenshampoo für gewöhnlich die gleichen Inhaltsstoffe wie Shampoo enthält.

Bei Seifen ist der Hauptbestandteil Pflanzenfett wie Kokos-, Oliven- oder Arganöl. Die Fettmoleküle werden durch den Verseifungsprozess auseinandergenommen. Ein Anteil des Pflanzenfettes kann unangetastet zurückbleiben. Diesen Anteil nennt man Verseifungsgrad. Je höher dieser ist, desto pflegender und weicher die Seife.

Seifen, Öle und Blumen schön drapiert
Natürliche Haarseifen haben einen Versefungsgrad.(Photo: imago images / Westend61)

3. Nicht auf den Verseifungsgrad achten

Manchmal kann eine Seife perfekt für Haare und Körper sein. Wenn diese unterschiedliche Pflege benötigen, allerdings nicht. Als Richtwert solltest du immer auf den Verseifungsgrad achten

  • Bis 10% gut für Haare, die wenig Pflege brauchen oder fettige Haare.
  • 10 – 15 % gut für normales Haar & gesunde Haut.
  • 15 – 25 % gut für trockene Haare & leicht trockene Haut.
  • 25 – 40 % gut für sehr trockene Haare & Haut.

 Achtung: Einen Verseifungsgrad gibt es nur bei natürlichen Seifen. Nicht aber von Chemischen. Du solltest dir nur mit natürlichen Seifen die Haare waschen.

Haare waschen
Ganz so doll wird Haarseife nicht schäumen, aber etwas Schaum sollte da sein.

4. Nicht auf den Schaum warten

Ja, Seifen schäumen auch, aber nicht so viel wie Shampoos, trotzdem solltest du den Schaum abwarten. Vor dem Einseifen solltest du deine Seife nass machen und erst einmal mit den Händen aufschäumen, dann kannst du sie ganz leicht über den Kopf rubbeln. 

Jetzt sollte Schaum entstehen. Jede Seife schäumt leicht, wenn also kein Schaum da ist, dann musst du den Schritt noch einmal wiederholen, bis es zumindest leicht schäumt. Wenn du deine Haarseife nicht aufschäumst, kommen am Ende strähnige Haare aus der Dusche.

Zitrone zum aufhellen
Zitronen eignen sich sehr gut als Spülung nach der Haarwäsche. Natürlich verdünnt.

5. Nicht Rinsen nach dem Waschen

Wer in einem Gebiet wohnt, welches sehr kalkhaltiges Wasser hat, sollte immer die Haare nach der Wäsche rinsen. Die sogenannte saure Rinse dient gleichzeitig als Haarkur und sorgt für ordentlichen Glanz im Haar.

Du kannst eine saure Rinse mit Essig, Zitronensaft oder Apfelessig machen. Nimm zwei Esslöffel Essig und mixe diese auf einen Liter Wasser. Damit spülst du dir am Ende noch einmal die Haare durch, um alle Seifenreste zu entfernen.

Ihr könnt sie auch kurz einwirken lassen. Dann wird sie wieder ausgespült.

Frau Haare Dusche
Gib deinen Haaren etwas Zeit sich an die Haarseife zu gewöhnen.

6. Den Haaren keine Umgewöhnungszeit geben

Du steigst von Head&Shoulders auf Haarseife um? Das ist prima. Aber bei so einem großen Schritt, werden Haare und Kopfhaut Umgewöhnungszeit brauchen, bis sie die Seife annehmen und deine Haarschuppen komplett von dem alten Shampoo befreit sind.

Fazit: Seife für die Haare braucht etwas Übung

Wer gern auf Seife für seine Haarwäsche umsteigen will, der braucht etwas Geduld und muss seine Routine umstellen. Aber es lohnt sich, denn deine Haare werden ihre Struktur verändern, wenn erst alle Silikone und Parabene ausgewaschen sind.

Außerdem ist es natürlich sehr gut für die Umwelt, denn die Stoffe sind alle abbaubar. Wenn du gern öfter auf natürliche Produkte setzt, solltest du auf Naturkosmetik Siegel achten. Und wenn Haarseife nichts für dich ist, dann vielleicht selbst gemachtes Roggenmehlshampoo?

Mehr Tipps für glänzende Haare, fettige Haare oder zum Thema Haare ausfetten lassen, gibt es hier.


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