Fast jeder weiß, dass Babypuder Babys gegen einen entzündeten Po hilft, dennoch kann es auch so einiges, was Babys nicht betrifft. Durch seine vielseitige Wirkung lohnt es sich also immer, Babypuder als Hausmittel zu Hause zu haben. Lies hier, wie du damit Trockenshampoo ersetzen kannst oder lästigen Schweiß loswirst.

Wofür kann man Babypuder verwenden?

Babypuder ist nicht nur günstig, sondern ein echter Allrounder – egal, ob für die Haare, beim Make-up, gegen Blasen oder den Schweißgeruch. Dafür kann das Wundermittel eine echte Hilfe sein.

1. Babypuder als Trockenshampoo

Du willst dich fertigmachen und plötzlich ist dein Trockenshampoo leer? Kein Problem greife stattdessen einfach zu Babypuder. Dieses sorgt dann dafür, dass der überschüssige Talg von deiner Kopfhaut gesaugt wird und deine Haare somit nicht fettig aussehen. Die Anwendung ist die gleiche, einfach etwas davon auf den Ansatz geben, danach einwirken lassen und den Rest auskämmen.

2. Babypuder als Deo-Alternative

Du hast ein helles Oberteil an und möchtest Schweißflecken und besonders den Geruch verhindern? Auch das funktioniert mit Babypuder sehr gut. Zuerst trägst du dein normales Deo auf und anschließend kannst du etwas Babypuder auf ein Wattepad geben und dann auf deine Achseln verteilen. Somit wird der Schweiß aufgesaugt und eine unangenehme Geruchsbildung verhindert.

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Auch gegen Schweiß ist Babypuder wirksam. Foto: macniak via Canva

3. Gegen Pickel und Unreinheiten

Pickel entstehen, wenn die Hautporen zu viel Talg produzieren und dann verstopfen. Das im Babypuder enthaltene Talkum sorgt dafür, dass überschüssiges Fett aus den Talgdrüsen ausgesaugt wird. Durch entzündungshemmende Stoffe wie Zink lindert es außerdem Entzündungen und beugt Unreinheiten vor. Am besten einfach nach deiner abendlichen Reinigung, die Unreinheiten mit Babypuder bestäuben, mit einem Wattepad oder Pinsel. Was du sonst noch tun kannst, um die Schmerzen bei einem entzündeten Pickel zu lindern, liest du hier: Entzündeter Pickel: Sollte man ihn ausquetschen oder nicht?

4. Für lang anhaltendes Make-up

Gerade wenn man sich fertigmacht für einen tollen Abend, soll das Make-up möglichst lange halten. Gerade bei Augen und Lippen lässt sich das ganz leicht mit dem Wundermittel lösen. Für ein lang anhaltendes Augen-Make-up einfach ähnlich wie ein Primer auf das bewegliche Lid geben und dann Lidschatten auftragen. Auch bei Lippenstift ist es ganz einfach, ihn lang anhaltender zu machen, nach dem Auftragen eine ganz dünne Schicht Babypuder auf die Lippen geben. Somit wird der Lippenstift zwar ein wenig matter, dennoch hält er dann auch länger.

Du musst dich auch nicht ständig erneut abpudern, wenn du zu Babypuder greifst. Dafür einfach mit einem Pinsel etwas davon in die T-Zone geben und anschließend verblenden.

5. Für Wimpern wie nach einem Wimpern-Lifting

Für vollere Wimpern braucht es nicht immer falsche Wimpern oder ein Wimpern-Lifting, denn auch mit Babypuder kannst du dir Wimpern mit einem Wow-Effekt zaubern. Dafür nutzt du es einfach als Primer und trägst es vor der Wimperntusche mit einem Wattestäbchen oder einem Lidschattenpinsel auf, danach kommt die erste Schicht Mascara. Während diese trocknet, gibst du wieder eine Schicht Babypuder auf deine Wimpern und anschließend eine Schicht Wimperntusche. Diesen Vorgang kannst du so lange wiederholen, bis der gewünschte Effekt erreicht ist. Am Ende kannst du überschüssige Puderreste mit einem Pinsel entfernen.

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Mit Babypuder kann man Wimpern mit einem echten Wow-Effekt zaubern. Foto: Pexels / Shiny Diamond via Canva

6. Vollere Augenbrauen dank Babypuder

Auch bei den Augenbrauen wirkt Babypuder auffüllend und verdichtend, also super bei sehr dünnen und lückenhaften Augenbrauen. Alles, was du dafür tun musst, ist etwas Babypuder auf deine Brauen geben und dann einbürsten. Durch das Puder wirken die Härchen dicker und kleine Kahlstellen werden überdeckt. Am Ende muss nur noch Augenbrauenfarbe oder ein Augenbrauengel aufgetragen werden und schon ist der Look fertig.

7. Bye, bye, Rasierpickel!

Wahrscheinlich kennen viele das Problem von roten, juckenden Stellen oder entzündeten Haarwurzeln. Das im Babypuder enthaltene Zink schützt die Haut nach der Rasur vor Entzündungen und unterstützt die Heilung der kleinen Wunden.

8. Schutz vor Blasen an den Füßen

Besonders bei neuen Schuhen reibt man sich schnell schmerzhafte Blasen, wenn man sie noch nicht eingelaufen hat. Wenn du deine Füße und Schuhe jedoch davor mit dem weißen Pulver bepuderst, sorgt das für weniger Reibung, da es die Feuchtigkeit aufsaugt. Somit können Druckstellen und Blasen gar nicht erst entstehen.

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Babypuder ist ein echtes Wundermittel, nicht nur für Kleinkinder. Foto: Getty Images / Anchale Phanmaha

9. Schuh-Deo: Schweißfüße vorbeugen

Auch in Schuhen kann Babypuder gegen den Schweißgeruch helfen. Dafür einfach etwas davon in die Schuhe streuen und über Nacht stehen lassen. Dabei werden deine Schuhe sozusagen „trocken gelegt“ und von den Gerüchen befreit. Am nächsten Tag darfst du nur das Ausklopfen der Schuhe nicht vergessen.

Babypuder als Wundermittel

Es zeigt sich also, Babypuder hilft nicht nur Kleinkindern, sondern kann auch so sehr viel. Somit lohnt es sich, in der Drogerie einen Schwenker in die Kinderabteilung zu machen, um das weiße Pulver zu kaufen. Denn mit seiner Wirkung gegen Pickel, Schweiß und vielen weiteren kann es eine echte Bereicherung in unserem Alltag sein.

Babypuder sollte aber auch mit Vorsicht betrachtet werden, denn wenn du es einatmest, kann es auf Dauer gefährlich sein. Hier erfährst du, warum.

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