Wieder einmal strömen die Menschen in die Impfzentren Deutschlands. Viele von uns haben bereits einen Booster erhalten, andere warten noch geduldig darauf, dass sie bald auch dran sind. In vielen Fällen ist das Boostern sinnvoll. Gerade in Hinblick auf die kommenden Weihnachtstage, die sicher alle mit der Familie verbringen wollen. Wer einmal quer durch die Republik fährt, um Omi und Opi zu besuchen, sollte den maximalen Schutz haben.

Es gibt aber auch Übereifrige. Nicht jeder sollte sich direkt boostern lassen und lieber eine gewisse Zeit abwarten. Natürlich kommen jetzt die Fragen auf: Wann soll ich mich boostern lassen?

Wann boostern lassen? Nicht zu früh!

Die Booster-Impfung ist eine Auffrischung der ersten beiden Impfungen. Ein gewisser Abstand zwischen der zweiten und der dritten Spritze ist existenziell. So sagt Christine Falk von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, dass ein Abstand von vier Wochen viel zu früh sei. Gefährlich sei die Impfung aber trotzdem nicht, auch wenn sie zu früh gespritzt werde. Allerdings habe sie keinen Effekt, wenn sie zu früh eingenommen wird.

Empfohlen wird deshalb die Impfung zunächst bei Risikogruppen und Menschen durchzuführen, deren Impfungen bereits mehr als sechs Monate her sind.

  • Boostern nach 4 Wochen: Impfung ist erlaubt, aber ausdrücklich nicht empfohlen.
  • Boostern nach 4 Monaten: Impfung wird empfohlen.
  • Boostern nach 6 Monaten: Impfung wird ausdrücklich empfohlen.
  • Boostern für Menschen ab 18 Jahren: Impfung wird generell empfohlen.
  • Boostern für Menschen unter 30 Jahren: Impfung mit Biontech/Pfizer wird empfohlen.

Boostern lassen: Das sind die Nebenwirkungen

Die Booster-Impfungen kommen natürlich mit ähnlichen Nebenwirkungen daher wie die Impfungen Nummer 1 und Nummer 2, immerhin sind es die selben Impfstoffe. Die StiKo gab bereits die Daten über die Impfnebenwirkungen der bereits geboosterten Menschen heraus. Von 19,8 Millionen Menschen hatten die meisten Menschen leichte bis mittelschwere Impfnebenwirkungen. Die Daten wurden einer klinischen Studie mit mehr als 300 Proband:innen, die mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft wurden.

  • Schmerzen an der Injektionsstelle: 83 %
  • Müdigkeit: 63,7 %
  • Kopfschmerzen: 48,4 %
  • Muskel- und Gelenkschmerzen: 5,3 %

Wann boostern lassen? Über Weihnachten?

Angesichts der Nebenwirkungen der Booster-Impfung will sich nicht jeder impfen lassen. Gerade zum Jahresende haben viele Menschen zu viel Stress, als dass sie sich mit den Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen und Müdigkeit herumschlagen wollen.

Weihnachten soll zwar eine Zeit der Besinnlichkeit sein, doch für viele bedeutet das Familienfest nichts weiter als körperlichen und seelischen Stress. Wir fragen uns:
Habe ich alle Weihnachtsgeschenke? Wird sich meine Familie dieses Jahr vertragen? Wird allen das Essen schmecken?

Auch die Job-Agenda ist zum Ende des Jahres bei den Deutschen oft sehr voll. Bis Silvester müssen Projekte abgeschlossen werden.

Der Weihnachtsstress drückt nicht nur auf das Gemüt, sondern auch auf die körperlichen Fähigkeiten. Expert:innen erklären, was an Weihnachten zu einem schlechten Immunsystem führen kann:

  • Man schläft weniger.
  • Man isst weniger gesund.
  • Man ist weniger entspannt.
  • Man macht weniger Sport.

Schätze deinen Weihnachtsstress richtig ein

Sich über Weihnachten boostern zu lassen ist nicht für jede:n eine gute Idee. Gerade Menschen, die sich von der Weihnachtszeit stressen lassen, könnte die Booster-Impfung-Nebenwirkungen verstärken.

Sei dir darüber bewusst, dass du dir nach dem Boostern Zeit genug für dich selbst nimmst, um dein Immunsystem wieder auf den Damm zu bringen.