Twitter setzt noch einmal einen drauf. Obwohl der Social Media-Riese Donald Trump schon vor Wochen gesperrt hat, hat das Unternehmen jetzt noch einen neuen Weg gefunden, dem Ex-Präsidenten gehörig in die Suppe zu spucken. Das hat Twitter mit Trump gemacht.

Twitter & Trump: Ein Hass-Liebe

Durchschnittlich 36 Tweets setzte Donald Trump täglich bei Twitter ab. Doch dann zog das Social Media-Unternehmen Anfang des Jahres den Stecker und sperrte den damaligen US-Präsidenten. Der Grund: Immer wieder habe der 74-Jährige auf @realdonaldtrump Unwahrheiten verbreitet und gegen die Richtlininen verstoßen.

Dabei war Twitter DAS Kommunikationsmittel für Trump, um seine Ansichten und Appelle in die Welt hinauszuposaunen. Und so versuchte es der Twitter-Präsident auf anderen Kanälen wie dem offiziellen Account des Staatsoberhaupts @POTUS oder @TeamTrump. Aber auch da wurden seine Tiraden nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Trump sprach von Unterdrückung der freien Rede. Doch Twitter blieb hart.

Im Video: Der kuriose Werdegang von Donald Trump.

Twitter holt zum nächsten Schlag gegen Trump aus

Doch damit nicht genug. Jetzt müssen sich auch Donald Trumps Freunde warm anziehen. Denn wie das amerikanische Magazin Politico berichtet, wurde nun auch Mike Lindell dauerhaft gesperrt.

Der Unternehmer ist ein lautstarker Unterstützer Trumps. Laut Medienberichten schlug er dem damaligen Präsidenten vor, das Kriegsrecht zu erklären, weil seiner Meinung nach Wahlbetrug vorlag. Auch auf Twitter äußerte er fragwürdige Thesen. So sprach er beispielsweise davon, dass die Firmen der Wahlmaschinen angeblich Teil der ganzen Verschwörung seien. Zu viel für Twitter! Ein Sprecher sagte: „Dieses Konto wurde wegen wiederholter Verstöße gegen unsere Richtlinien zur Integrität der Bürger gesperrt.“ 

Besonders bitter: Lindell möchte angeblich zur Wahl des Gouverneurs von Minnesota für 2022 antreten. Die Twitter-Sperrung dürfte das ganze Vorhaben verkomplizieren. Bereits im vergangenen Jahr musste die Republikanerin Laura Loomer hinnehmen, auf Twitter gesperrt zu werden. Auch sie ist eine Unterstützerin Trumps. 

Mit diesen Aktionen dürfte Twitter Donald Trump mehr als verärgern. Hat er doch schon wieder neue Pläne nach seiner Präsidentschaft, für die er die Öffentlichkeit und Unterstützer mehr als gebrauchen kann.