Donald Trump, seines Standes nicht nur Präsident der Vereinigten Staaten, sondern auch noch Virologe und Epidemologe 

Der Präsident himself weigerte sich auf der Pressekonferenz einen Mundschutz anzulegen. Kein Wunder, dass die Bevölkerung von der Idee dann auch nicht allzu begeistert ist. Auf einer Pressekonferenz in einem seiner Golfclubs ließ der Präsident erst alle Menschen ohne Maske eintreten. Erst danach wurden Masken an die Menschen verteilt, die unbedingt eine wollten.

Donald Trump bewahrt den Schein

Erst kur bevor die Kameras eingeschaltet wurden und die Aufzeichnung der Pressekonferenz beginnen sollte, kam ein Mitarbeiter vorbei und verteilte Atemschutzmasken an diejenigen, die sich welche aufsetzen wollten.

Den Schein nach außen hin zu wahren war Trump also durchaus ein Anliegen. Doch als einer der Journalisten sich meldete und anmerkte, dass hier die Richtlinien missachtet wurden, stand Trump definitiv auf der Seite der Protest-Nicht-Masken-Träger.

Die Reihenfolge ist sinnlos: Erst kommen alle zusammen, DANACH erst werden Masken verteilt.

Trumps Corona-Leugnungen waren eigentlich vorbei

Eigentlich hatte Trump nun doch endlich im großen Stil zugegeben, dass der Coronavirus ihm ein wenig über den einst so gelben Kopf wächst. Donald Trump schien sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, inwieweit ihm der Virus doch schaden kann. So entschied er prompt, dass Masken etwas Gutes sind. Das hielt aber wohl nicht lange an.

Ich finde es großartig, eine Maske zu tragen. Ich war nie gegen Masken, aber ich glaube, es gibt eine Zeit und einen Ort dafür.

– Donald Trump, Mitte Juli 2020

Dieses Statement wäre Trump vor wenigen Tagen noch nicht über die Lippen gekommen. Bisher war sich der Präsident sicher, dass Corona eigentlich gar nicht so schlimm ist und eine Maske zu tragen unter seiner persönlichen Würde liege. Er war sich sicher: Masken passen nicht ins Oval Office.

Der Stress wird immer größer

Bis jetzt schien der Frontmann der USA ganz gut mit seinem Job und der Kritik an seiner Arbeit klarzukommen. Böse Zungen würden behaupten, dass er zu ignorant ist, um sich intensiv mit seinen Gegnern auseinanderzusetzen. Doch die letzte Zeit hat Donald Trump mehr zugesetzt. Vielleicht liegt es daran, dass Trumps Nichte jetzt in einem Enthüllungsbuch auspackt.

Donald Trump im Vorher/Nachher-Vergleich
Donald Trump im Vorher/Nachher-Vergleich. Links sehen wir Trump vor Corona. Das rechte Bild ist im Juli entstanden. Vor einem halben Jahr sah der Präsident noch um einiges gelber und gesünder aus. Es könnte am Stress liegen.(Photo: imago images / MediaPunch)

Ob aufgrund der Krise oder eigener Problemchen: Trump ist nun nicht mehr der Gelbe, sondern der Graue. Der US Präsident lässt jetzt seiner eigenen Natur freien Lauf. Wir finden: So kann man ihn wenigstens ein bisschen ernster nehmen als im Annoying-Orange-Kostüm.

Trump hat sich innerhalb der letzten Monate ganz schön verändert.

Trump & Corona: Er gab sich Mühe

Während er anfangs davon sprach, dass das Tragen von Masken etwas für Schwächlinge sei, änderte er seine Meinung zwischenzeitlich grundlegend.  Zwischenzeitlich hatte er wohl eingesehen, dass eine Infektion mit Corona ihn nicht allzu weit nach vorne bringen würde.

So trug er bei einem Besuch im Walter-Reed-Militärhospital höchstpersönlich einen Mundschutz. Trump betonte aber , dass er diese Maßnahme nur eingehen würde, weil sich im Krankenhaus Soldaten und Patienten befinden würden. Nichtsdestotrotz ein Schritt in die richtige Richtung. 

Witzig: Donald Trumps Statement nach dem ersten Mal Masketragen war: „I looked like the Lone Ranger.“ Ja, genau.

Donald Trump
Ein ungewöhnliches Bild: Donald Trump mit Maske(Photo: imago images/Starface)

Maskentragen ist eigentlich unter Trumps Würde

Wo in Europa bereits die allermeisten Menschen erkannt haben, dass die Maskenpflicht keine Schikane der Regierung und der Länder ist, sondern tatsächlich dem Schutz der Gemeinschaft dient, ist dieses Verständnis in den USA noch sehr weit entfernt. 

Wie man mit Maskenverweigerern am besten umgeht erfahrt ihr hier.

Trump hat durch seine vielen Fehlentscheidungen bereits einige Menschen auf dem Gewissen. Laut einer Studie hätte er 36.000 Menschenleben retten können.

TikTok Trump
Donald Trumps Coronapolitik verändert sich. Er glaubt an den Virus.(Photo: Evan El-Amin/ Shutterstock)

Trump, Corona & die Lügen

In den ersten vierzig Tagen als Präsident der Vereinigten Staaten hatte Donald Trump jeden einzelnen Tag eine Lüge erzählt. 40 Tage, 40 Lügen. Die New York Times hatte damals tatsächlich alle seine Unwahrheiten zusammengeschrieben und veröffentlicht. 

Seither sind einige Lügen hinzugekommen. Vor allem beim Thema Corona verrennt Trump sich oft in peinliche Falschaussagen. Doch er macht auch vor sich selbst nicht halt. Wir erinnern uns an den grandiosen Tag, als der Typ sich selbst gegen Corona behandelte. 

Immer wieder haut der Präsident echte Goldstücke raus. Wir haben 8 Sätze gesammelt, die Trump über den Coronavirus gedroppt hat. Köstlich und gruselig zugleich.