Papst Franziskus positioniert sich erstmals in einem Film zu dem Thema gleichgeschlechtliche Ehe und wendet sich damit gegen die katholische Kirche. Was hat er gesagt?

Papst Franziskus über LGTBQ-Ehen

In dem Dokumentarfilm „Francesco“, der am Mittwoch Abend uraufgeführt wurde, spricht Papst Franziskus laut La Republica über die LGBT-Community:

Homosexuelle haben ein Recht darauf, Teil der Familie zu sein. Sie sind Kinder Gottes und haben ein Recht auf eine Familie. Niemand sollte hinausgeworfen werden oder deswegen unglücklich gemacht werden.

 – Papst Franziskus

Auch zu Thema eingetragene Lebenspartnerschaft hat er eine klare Meinung, die gegen die gängigen Ansichten der katholischen Kirche gehen:

Was wir brauchen, ist ein Gesetz zur eingetragenen Lebenspartnerschaft. Auf diese Weise sind sie rechtlich abgesichert.

– Papst Franziskus

Das ist ein großer Schritt und ein starkes Zeichen für Homosexuelle Anhänger der katholischen Kirche. Dennoch hat er damit nicht per se die Ehe für alle unterstützt. Seine Aussage bezieht sich nur auf die rechtliche Anerkennung der Partnerschaft von Homosexuellen.

Trotzdem feiert die Community sein Statement. Es ist ein erster Schritt. Eine Twitter-Userin etwa schreibt:

Eine Twitter-Userin erklärt, was das Statement des Papstes für sie bedeutet.

 Wie steht Papst Franziskus zu Homosexualität?

Bisher war seine Meinung zu dem Thema unklar. Er hatte es schon als „Modeerscheinung“ bezeichnet, meinte, dass sie keine richtigen Familien sein könnten. Nun das. Das sollten wir im Hinterkopf behalten, wenn wir diese Errungenschaft feiern.

Auch der Großteil der katholischen Kirche wird nicht hinter diesem Statement stehen. Auch in Deutschland spricht sie sich noch immer gegen die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen aus.

Die Reaktionen im Netz sind geteilt

Während Tiktok, wie nicht anders zu erwarten, die Neuigkeiten feiert, ist man sich auf Twitter uneins. Entweder ist es ein Meilenstein oder eine Schande für die katholische Kirche.

Hier hofft man offenbar auf den neuen Papst.

 

Biblesplaning gegen den Papst? Mutig.

 

Ein historischer Moment, laut Rechtsprofessor Alberto Alemanno.