Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, wie schnell wir uns in Notsituationen befinden können. Für den Ernstfall hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nun Informationen zusammengestellt, wie du dich am besten auf den Katastrophenfall vorbereitest. 

Essen und Trinken für zehn Tage 

Supermärkte waren während der Corona-Pandemie durchgehend geöffnet und auch Tankstellen bieten an Sonn-und Feiertagen eine Auswahl an Lebensmitteln an. Im Katastrophenfall kann man sich jedoch nicht auf die Geschäfte des täglichen Bedarfs verlassen. So empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe einen Vorrat an Essen und Trinken für zehn Tage zu Hause zu haben. 

Und auch der Wasservorrat darf nicht vernachlässigt werden. So solle man zwei Liter Wasser pro Tag und Person einberechnen, das mache für zehn Tage 20 Liter pro Person, dabei ist der Anteil zum Kochen bereits eingerechnet. Falls während deines Stromausfalls weder der Kühlschrank noch der Herd funktioniert, könne man laut BBK auf einen kleinen Gas-Campingkocher zurückgreifen. 

Du musst das Haus verlassen: Diese Dinge müssen mit 

Durch die Flutkatastrophe haben etliche Menschen ihr Haus oder ihre Wohnung verloren. Im Ernstfall ist es vielen natürlich nicht möglich, ihr Hab und Gut einzupacken. Um für eine Notsituation optimal vorbereitet zu sein, sollte man einen Flutrucksack zusammenstellen, der bereits alle wichtigen Dinge enthält. Darunter fallen neben Nahrungsmitteln und Medikamenten auch Werkzeuge, Dokumente und Mittel zur Kommunikation. 

Das Hochwasser hat ganz Deutschland schockiert. Credit: IMAGO / Future Image

Durch eine Katastrophe wie Hochwasser können Dokumente in Papierform schnell zerstört werden. Daher empfiehlt das BKK digitale Kopien bei Cloud-Diensten wie Google Drive, Dropbox oder OneDrive. Diese lassen sich von überall auf der Welt abrufen und man hat sie immer zur Hand. 

Die NINA-App: Warnung vor Hochwasser und Co.

Die NINA App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat nicht nur eine Warnfunktion, über die man sich im Katastrophenfall warnen lassen kann, sondern gibt auch hilfreiche Tipps, wie man sich im Notfall richtig verhält. So erfährst du dort, wie du dich vor Hochwasser wappnen kannst oder was du bei Stromausfällen beachten musst. Ein weiterer Pluspunkt: Für die App brauchst du weder Internet noch ein Mobilfunknetz.

Übrigens: Warum es bei der NINA-App noch Verbesserungspotential gibt, liest du hier.

Handy-Akku so gut wie möglich einteilen 

Dein Handy kann in Notsituationen sehr hilfreich sein und daher ist es wichtig, dass der Akku so lange wie möglich hält. Bei Stromausfall kann eine Powerbank sehr nützlich sein, da diese auch ohne Strom dein Smartphone aufladen kann. 

Frau straße handy
Dein Handy kann in Notsituationen für dich unheimlich nützlich sein. Credit: GettyImages/Edward Berthelot /

Um den Akku, so lange es geht aufrechtzuerhalten, sollte die Helligkeit deines Displays reduziert und das Smartphone auf Flugmodus umgestellt werden. 

Noch mehr hilfreiche Tipps 

Für weitere Informationen, wie du dich bei einer Naturkatastrophe schützen kannst, bietet das BKK einen Ratgeber für die Notfallvorsorge und das richtige Handeln an. Im kostenlosen E-Book erhältst du Tipps, wie du dich vor Bränden, Hochwasser oder anderen Katastrophen schützen kannst.

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