Mülltrennung ist wichtig, um Roh- und Wertstoffe wiederzuverwenden. Nur so kann sich ein Kreislauf einstellen, der unsere Umwelt nachhaltig schont. Soweit zur Theorie. In der Praxis ist das Ganze etwas schwieriger. Wohin mit Wattestäbchen? Wohin mit Eisstielen? Und was ist mit Joghurtbechern? Letzteres gehört auf jeden Fall in die Gelbe Tonne? Ja, aber…

Ein Life Hack in Sachen Mülltrennung

An sich ist die Sache mit der Mülltrennung und dem Recycling (Wiederverwenden von Müll) einfach. Wir trennen Glas, damit es wieder eingeschmolzen werden kann. Daraus werden neue Flaschen. Gleiches gilt für Metalle und Papier, auch sie können relativ leicht getrennt und wiederverwertet werden.

Beim Plastikmüll wird es allerdings deutlich schwieriger. Kunststoff ist nämlich gar nicht so leicht wieder in den Kreislauf zu bringen. Zum einen gibt es sehr viele verschiedene Kunststoffe, wovon einige gar nicht recycelt werden können. Hierbei ist es besonders wichtig, auf das Recyclingzeichen zu achten: Bei Flaschen ist das an der Abkürzung PET zu erkennen und bei Hartplastik an den Abkürzungen HDPE und PP. Weicheres recycelbares Plastik trägt die Aufschrift LPDE.

Plastikmüll muss sortiert werden

Die Herausforderung beginnt bei der Sortierung. Hier müssen die verschiedenen Plastiksorten genaustens getrennt werden. Viele Verpackungen bestehen aber nicht allein aus Plastik. Das beste Beispiel dafür: ein Joghurtbecher.

Auf TikTok kursiert derzeit ein Video, das zeigt, dass die meisten von uns Joghurtbecher jahrelang falsch getrennt haben. Gleichzeitig zeigt die Userin @leaslifehacks uns und bisher weiteren 16.000 User:innen, wie es richtig geht. Im Video lässt sie Andree Möller zu Wort kommen, der für die Hamburger Stadtreinigung tätig ist.

Der verrät uns, dass Joghurtbecher genau wie Aluschalen für Hunde- oder Katzenfutter in die Gelbe Restmüll Tonne gehören. Soweit so gut. Allerdings muss man diese Behältnisse nicht wie lange angenommen, ausspülen. Es reicht, wenn solche Becher löffelrein sind.

Viel wichtiger wäre laut Möller, dass man vor allem bei Joghurtbechern die Alufolie ganz abzieht, die den Becher verschließt. Manche Becher haben zudem eine zusätzliche Ummantelung aus Pappe oder anderem Kunststoff. Auch die sollte man selbst abziehen. Denn das kann keine Sortiermaschine der Welt leisten.

Wer also seinen Beitrag zur Umwelt leisten möchte, trennt bereits zu Hause die einzelnen Materialien richtig und sorgt so dafür, dass alle Stoffe zurück in den Wertstoffkreislauf gelangen.

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