Es ist uns bleibt ein einziges Hin- und Her, ein Hoch und Runter, Ein Abwägen, Besprechen und dann doch wieder Fallenlassen. Die Beschlüsse über die Coronamaßnahmen an Weihnachten haben in den letzten Wochen für Jubeln, Kopfschütteln und einiges an Unverständnis gesorgt. Aber nur, weil da oben jetzt zum gefühlt 100sten Mal etwas entschieden wurde, heißt das noch lange nicht, dass das auch so bleibt. Das weiß auch Angela Merkel.

Coronamaßnahmen: Was fordern Angela Merkel und Co. jetzt?

Denn noch immer sind nicht alle Länder einig, dass die Regeln sinnvoll gewählt sind. Die Infektionszahlen haben sich nach der Entscheidung in Deutschland den Lockdown Light durchzuführen nicht so sehr verbessert, wie erwartet. Je nach Bundesland sehen die Zahlen mal hoffnungsträgerisch, mal verzweifelt aus. 

Und da kommt natürlich die Angst mit ins Spiel. Nicht nur Angela Merkel hat bereits ihre Bedenken geäußert. Am Montag erklärte sie beispielsweise, dass ihr zu viel am falschen Ende diskutiert würde. Die Politik kritisierte zu viel an Glühweinständen im Freien und vergaß dabei, was wirklich wichtig sei: Die vollkommene Überforderung der Pflegekräfte auf den Intensivstationen. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß bestätigte das dem „Handelsblatt“ gegenüber: „Wir haben heute 40 Prozent mehr Intensivpatienten als im Frühjahr,

„Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktives Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der dpa.

Schwächen die Coronaregeln unser Immunsystem?

Die Frage ist: Wird sich die Situation noch vor Weihnachten ändern?

Derzeit haben die Entscheidungsträger jedes Bundeslandes selbst die Möglichkeit, weitere Coronamaßnahmen zu ergreifen, wo es nötig zu sein scheint. Neue bundesweite Vorschriften wird es wohl nicht geben, denn dafür ist das Infektionsgeschehen zu unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland. Volker Bouffier von der CDU in Hessen hat sich beispielsweise bereits für nächtliche Ausgangssperren ausgesprochen.