Endlich kann großflächig gegen das Coronavirus geimpft werden. So dachten wir wenigstens. In ganz Deutschland sind Impfzentren aufgebaut worden, Briefe verschickt worden und sich generell auf eine Zeit des Impfens eingestellt worden.

So sah das Impfen bisher aus

Zuerst die über 80-Jährigen, dann das Pflegepersonal. Danach kommen wir, die Normalos, dran. Das ist eine schöne Idee, doch ist sie noch immer durchführbar? Derzeit ist bereits klar, dass die Belieferung mit dem Impfstoff sehr schwierig werden wird. Vor allem am Anfang.

78.000 Menschen wurden bereits geimpft. Dafür wurden mobile Impfzentren errichtet und viele Krankenhäuser bauten ihre Abteilungen um. In Berlin wurde sogar die ganze “Arena Berlin” Zum Impfzentrum umfunktioniert.

Kein Impfstoff mehr – erstmal…

Bis Montag wird aber nicht weiter geimpft wegen Lieferschwierigkeiten, so berichteten die Tagesthemen gestern Abend um 23:15 Uhr. Die Impfpläne geraten damit komplett durcheinander.

Jens Spahn weiß um die Impfprobleme

Jens Spahn, unser Gesundheitsminister und Politiker des Jahres 2020, musste sich bereits vor zwei Tagen im Interview mit der Bild-Zeitung für die Knappheit des Impfstoffes rechtfertigen.

„Wir haben ja viel bestellt. Die absolut bestellte Menge verändert wenig daran, wie viel es am Anfang gibt, wo es knapp ist. Keiner wusste doch, welcher Impfstoff als Erstes zur Zulassung kommen würde. Es war lange AstraZeneca vorn in der Entwicklung … Es hat dann Rückschläge gegeben, bei Sanofi auch. Und es macht mich stolz, dass am Ende ein deutscher Impfstoff für Deutschland, für die Welt zur Verfügung steht. Aber dass das der erste sein würde, das war nicht klar.“

Das sind übrigens die bekannten Nebenwirkungen des Impfstoffes.

Spahn ist sich aber sicher, dass die Schwierigkeiten nur am Anfang des Impfplanes auftreten werden. Seiner Meinung nach wird die Produktion sich ausweiten und schneller voranschreiten können.

“Wichtig ist: Wir beginnen jetzt Zug um Zug, mit 1,3 Millionen Dosen bis Ende dieses Jahres.“