Eins erstmal vorweg: Wie großartig ist denn bitte die Vagina? Davon abgesehen, dass sie uns lustvolle Momente beschert ist sie auch ein selbstreinigendes Wunder. „Da unten“ braucht keine Frau Wasser oder Seife, geschweige denn Parfum. Aber Intimhygiene muss im Unterstübchen natürlich trotzdem sein. Dabei sollte penibel darauf geachtet werden, beim Waschen eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Sonst landest du ganz schnell beim Arzt.

Intimhygiene: So geht die sanfte Reinigung der Vulva

Um wirklich auch noch den letzten Unwissenden abzuholen, ein kurzer Exkurs: Mit dem Begriff Vagina wird vor allem von Männern oftmals alles bezeichnet, was wir zwischen unseren Beinen haben. Das stimmt so natürlich nicht.

Mit Vagina ist nur der verborgene Teil im Inneren gemeint, der zur Gebärmutter führt. Der wunderschöne Rest bestehend aus dem Venushügel, dem Schamlippen und dem äußeren Teil der Klitoris wird als Vulva bezeichnet. Und der braucht eben auch Intimhygiene.

Der Duschkopf gehört wie hier ins Gesicht, auf die Haare oder den Rücken, aber niemals sollte der Wasserstrahl direkt in die Vagina gerichtet werden. Credit: Imago/Panthermedia

Und so machst du „da unten“ klar Schiff:

Deine Vulva solltest du mit warmem Wasser waschen. Wenn du möchtest, kannst du auch noch eine milde Seife oder Duschgel verwenden, nötig ist das aber meist nicht. Achte darauf, dass du unparfümierte Produkte verwendest, weil du sonst deine empfindliche Haut reizen könntest.

Um alle Teile deiner Vulva zu reinigen, spreizt du am besten deine Schamlippen und wäschst sie die vorsichtig mit einem Waschlappen oder deinen Händen. Pass dabei auf, dass keine Seife oder Wasser in deine Vagina gelangt.

Übrigens: Auch beim Haarewaschen gibt es einiges zu beachten. Sieh im Video mehr darüber.

Diese Reihenfolge musst du unbedingt einhalten

Dabei solltest du auch deinen Anus und den Übergang dorthin reinigen. Aber Achtung: Hier kommt es auf die Reihenfolge an. Hier gilt Vulva first!

Denn wenn du zuerst mit dem Anus beginnst, kann es sein, dass die Darmbakterien, die sich dort tummeln, in deine Vagina gelangen. Die „guten“ Milchsäurebakterien in der Scheide können dann im schlimmsten Fall nicht gegen das Wachstum von krankmachenden Bakterien ankommen. Die Folge: Untenrum juckt’s, brennt’s, riecht’s nach Fisch und die Konsistenz des Ausflusseses ist ungewöhnlich. Dann hilft nur nur der Weg zum Arzt oder zur Ärztin. Mittels Abstrich kann er oder sie feststellen, ob beispielsweise ein Antibiotikum eingesetzt werden muss.

Also achte auf die richtige Reihenfolge bei der Intimhygiene, damit dir solch ein Horror in deinem Unterstübchen erspart bleibt!

Die richtige Intimpflege ist bei jeder Frau unterschiedlich. Diese 7 Regeln der Vulva-Wellness solltest du aber auf jeden Fall beachten. Erfahre hier mehr dazu!

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