Wir wussten ja, dass Fynn Kliemann vielseitig ist. Er schreibt eigene Songs und singt, produziert YouTube-Videos, ist als Heimwerker-König bekannt, hat eine eigene Klamottenmarke, arbeitet als Webdesigner und ist auch sonst ganz schön umtriebig. Im Podcast Hotel Matze gab er in der Folge vom 21. März 2020 sogar an, acht Unternehmen zu führen und mehrere Beteiligungen an Start-ups zu halten.

Aber aufgrund des hohen Bedarfs an Atemschutzmasken in Zeiten des Coronavirus hat Kliemann umgesattelt und stellt jetzt auch wiederverwendbaren Mundschutz her.

Was hinter dem neusten Projekt von Fynn Kliemann steckt

Auf der Webseite von Fynn Kliemann bekommt man den Eindruck, dass es sich bei der Produktion des Mundschutzes um eine Herzensangelegenheit handelt. Denn der Unternehmer beschwert sich, dass die aktuellen Preise für Mundbedeckungen unverschämt seien.

„Um in Krisenzeiten Leben zu schützen und nebenbei unseren Klamotten-Produzenten zu retten, der durch viele weggebrochene Aufträge in Bedrängnis geraten wäre, haben wir auf Mund- und Nasen-Masken umgestellt.“ – Fynn Kliemann auf seiner Webseite. 

Mit einem günstigen Preis von 3 € pro Maske beziehungsweise 12 € für fünf Masken zzgl. Versandkosten will er nicht nur faire Bedingungen für Hersteller und Käufer schaffen, sondern auch einen kleinen Beitrag während der Coronavirus-Krise zu leisten.

Woraus die Masken bestehen

Die Mundbedeckung besteht aus Polypropylen, demgleichen Stoff also, aus dem auch Masken der Schutzklasse FFP 1 bestehen. Sie sind waschbar und wiederverwendbar. Das ist wichtig, denn Viren wie der Coronavirus werden erst ab 60 Grad abgetötet, darauf weist auch Fynn Kliemann hin. Sie sind einzeln oder im fünfer oder zehner-Pack zu bekommen und sind vor dem Tragen zu waschen.

Allerdings weist der YouTuber auch daraufhin, dass die Masken nicht zertifiziert sind. Dennoch sind seine Anfertigungen in Zeiten der Maskenknappheit hilfreich und schützen durch den verwendeten Stoff besser als selbstgemachte Masken. Sollte eine Maskenpflicht wie in Jena auch in anderen Städten eingeführt werden, könnte das Angebot von Fynn Kliemann nützlich sein. Aber auch andere Kleidungshersteller haben ihre Produktion auf Mundschutz ausgerichtet.

Trigema-Schild in Filiale
Das Modeunternehmen Trigema produziert bereits seit zwei Wochen (Stand: 03.04.2020) Atemmasken, vor allem für Kliniken und Pflegeheime.(Photo: Michael Gottschalk/photothek.net)imago/photothek

Andere Unternehmen haben ebenfalls auf die Produktion von Mundschutz umgesattelt

Auch andere Betriebe fokussieren sich aktuelll auf die Herstellung von Schutzmasken. So auch die Berliner Krawattenmanufaktur Auerbach, die statt edler Krawatten und Einstecktücher aus Seide neuerdings auf Mundbedeckungen aus waschbarer Baumwolle setzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Modellen sind die Stücke von Auerbach besonders modebewusst durch verschiedene Aufdrucke.

Das alteingesessesene deutsche Textilunternehmen Trigema hat sich ebenfalls ein neues Steckenpferd gesucht. Auf ihrer Webseite bieten sie wiederverndbare Mund- und Nasenmasken zum Binden oder mit Gummi an sowie Schutzkittel. Wie die Masken hergestellt werden, zeigen sie ebenfalls in einem Video auf der Seite.

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