Die Themen Atemschutzmasken und Maskenpflicht sind in Deutschland stark umstritten. Allerdings raten mittlerweile viele  Hygiene-Experten dazu, einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen, denn dieser schützt vor einer Coronavirus-Infektion: 

„Wer angehustet wird und einen Mundschutz trägt, schützt sich vor dem größten Teil der Tröpfchen, die im Tuch oder Stoff hängen bleiben“

, so Peter Walger, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Auch Virologe Prof. Christian Drosten gibt in senem NDR-Podcast „Das Corona-Update“ an, dass die Idee von selbstgenähten Mundmasken gar nicht so verkehrt sei. Zumindest sind sie erst einmal eine Nothilfe, da professionelle Atemschutzmasken fast überall vergriffen sind. 

Mundschutz gegen den Coronavirus
Was bringt ein Mundschutz gegen den Coronavirus?(Photo: istock/Snezhana Ryzhkova)istock/Snezhana Ryzhkova

Was bringt eine selbstgemachte Atemschutzmaske?

Ganz allgemein schützen Stoffmasken den Träger nicht vor einer Vireninfektion, das unterstreicht auch der Apotheker Olaf Elsner: „Eine solche selbstgenähte Maske ist definitv kein Virenschutz.” Auch wenn die Maske eng am Gesicht anliegt, fehlt der wichtige Fließstof. „Der hat eine wichtige Filterfunktion, die das einfache Gewebe etwa von alten T-Shirts auf keinen Fall hat.”, sagt der Apotheker.

Ein weiteres Problem: Durch die Luft, die jeder Mensch ausatmet, feuchten Schutzmasken durch. Dabei feuchten Masken aus Laken oder Kleidung viel schneller durch als professionelle Atemschutzmasken aus Fließstoff. 

Aber Stoffmasken können entstehende Tröpfchen des Maskenträgers auffangen und dadurch andere schützen. Die Masken schützen damit vor allem die Mitmenschen und sind am effektivsten, wenn alle Menschen einen Schutz tragen.

Außerdem helfen die Masken dabei, sich nicht permanent in das Gesicht, vor allem nicht an Mund oder Nase zu fassen. Allerdings darf sich der Schutzmaskenträger nicht in falscher falscher Sicherheit wiegen und andere Hygiene-Standards unbeachtet lassen.

Eine gründliche Händereinigung, der Mindestabstandd von 1,5 Metern und das Beachten Hust- und Nies-Etikette sollten Standard sein. Vorsicht muss auch beim Auf- und Absetzen des Mundschutzes gewahrt werden, um die Keime nicht doch an Mund und Nase zu verteilen.

Grafik mit vielen Frauen und Männern, die eine Atemmaske tragen
Bei manchen Vorerkrankungen bist du gefährdet für einen schweren Krankheitsverlauf nach der Coronavirus-Infektion.iStock/Ada Yokota

Wie wird eine DIY-Atemschutzmaske hergestellt?

Benötigt wird Baumwollstoff, der bei 60 Grad gewaschen werden kann, denn nur so werden Viren abgetötet. Wichtig: Die Maske muss nach jedem Tragen, spätestens aber nach drei Stunden gewaschen werden, damit die Viren sich nicht weiter auf der Atemschutzmaske vermehren. Neben waschbaren Baumwollstoff wird zudem Gummiband, Nähgarn, Kupferdraht und Filtermaterial wie Elektret-Filtertüten benötigt.

Die Seite naehtalente.de sammelt verschiedene Ratgeber für das Herstellen einer eigenen Schutzmaske an. Besonders empfehlenswert ist die Nähanleitung und das Schnittmuster von Bettina Müller, denn die Atemschutzmaske enthält sogar einen kleinen Filter und kann in verschiedenen Größen angefertigt werden.

Es gibt auch andere Maßnahmen im Alltag, die gegen den Coronavirus helfen.

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