Was kommt da noch auf uns zu?

Weil die Corona-Fallzahlen noch immer nicht sinken, macht der Chef-Virologe der Berliner Charité jetzt einen deutlichen Appell an die Politik. In seinem Podcast Coronavirus-Update des NDR sprach sich Christian Drosten in der Folge Harter Lockdown jetzt? für eine schnelle Verschärfung der Maßnahmen aus, um die Corona-Pandemie hierzulande einzudämmen.

So soll der Lockdown über Monate verhindert werden

Laut Drosten sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Corona-Fallzahlen in der Weihnachtszeit ansteigen würden. Wenn jetzt nicht nachreguliert würde, drohe „Ende Januar und über den gesamten Februar hinaus“ ein Lockdown mit massiven Folgen für die Wirtschaft.

Sein Vorschlag: Vom 24. Dezember bis mindestens 10. Januar sollte im ganzen Land „das öffentliche Leben weitgehend ruhen“. Im Klartext: Für zweieinhalb Wochen sollten wir in den harten Lockdown gehen, um Schlimmeres zu vermeiden.

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„Letzte Warnung der Wissenschaft“

Für diese Empfehlung spricht sich der Experte nicht allein aus. Zusammen mit anderen Wissenschaftlern der Akademie Leopoldina verfasste er eine Stellungnahme, in der empfohlen wird, die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren zu nutzen, um das Infektionsgeschehen besser unter Kontrolle zu bekommen.

Damit nicht genug: Laut den Leopoldina-Experten sollten bereits ab dem 14. Dezember Kontakte auf ein „absolutes Mindestmaß“ reduziert werden. Drosten sprach in seinem Podcast von einer „deutlichen und letzten Warnung der Wissenschaft“.

In Sachsen gilt wegen der äußerst angespannten Infektionslage bereits ab kommenden Montag ein harter Lockdown. Bayern Ministerpräsident Markus Söder hat sich für einen harten Lockdown nach Weihnachten ausgesprochen. Am Donnerstag soll erneut über die Corona-Maßnahmen beraten werden. Dann könnte sich entscheiden, ob Christian Drostens Warnung bei der Politik Taten folgen.

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