Mogelpackungen im Supermarkt sind dir kein Begriff? Auch wenn du davon noch nie etwas gehört hast in deinen Einkaufswagen ist sicherlich schon einmal die ein oder andere Mogelpackung gelandet. Denke doch einmal an die letzte Chips- oder Waschmittelverpackung. Hast du dich dabei nicht mal gefragt, wieso sich eigentlich mehr Luft als Inhalt im Produkt befindet? Drei Produkte übertreiben es jetzt aber maßlos mit der Mogelpackung und führen dazu, dass man sich fragt, ob so was eigentlich nicht zur Anzeige gebracht werden kann.

Corona hat die Mogelpackungen verschlimmert 

In Zeiten der Corona-Pandemie steigen die Betriebskosten bei vielen Herstellern extrem. So wundert es nicht, dass Produkte immer teurer werden. Einige nehmen das jedoch auch zum Anlass, die Kundschaft hinter das Licht zu führen. Laut dem Nachrichtenportal Heidelberg24 gibt es seit Covid-19 immer mehr Mogelpackungen im Supermarkt.

Das hat zur Folge, dass die Preise immer mehr steigen und der Inhalt des Produkts immer weniger wird. Drei Produkte haben es jetzt so sehr übertrieben, dass sogar der Verbraucherschutz Hamburg darauf aufmerksam geworden ist und die Kund:innen im Supermarkt jetzt warnt.

Vorsicht im Supermarkt: Diese drei Produkte halten nicht was sie versprechen 

Bei eines der drei Produkte handelt es sich laut dem Verbraucherschutz Hamburg um sechs vegane Haferriegel von der Marke Hafervoll Fruit FlapjackZwar sehen die Riegel durch die Verpackung  aus, als wäre eine Menge drin, jedoch trügt der Schein. Durch die doppelte Verpackung sieht der Riegel optisch einfach nur praller aus. Dazu sind die Riegel auch längst nicht so groß wie ihre Einzelverpackung. 

Proteinriegel
Haferriegel der Marke Hafervoll Fruit Flapjack sollen eine Mogelpackung sein. Credit: imago images / Panthermedia

Alle Liebhaber der Wiener Süßwarenfabrik Manner müssen jetzt stark sein, denn auch dieses Unternehmen scheint nicht so ehrlich gegenüber seinen Verbaucher:innen zu sein. So habe der Verbraucherschutz bei den Manner Snack Minis herausgefunden, dass die Verpackung mit den Waffeln größtenteils aus viel Luft und wenig Inhalt besteht. 

Gerade zur Weihnachtszeit greifen viele Menschen im Supermarkt zu Pralinen. Dieses Jahr sollte man, wenn man nicht auf eine Mogelpackung hereinfallen möchte, um die Asbach Pralinen vielleicht einen großen Bogen machen. Zwar macht die Schokolade durch das Sichtfenster den Eindruck, das die Packung reichlich gefüllt ist, nach dem Öffnen wird einem aber ziemlich schnell klar, dass das nicht der Fall ist. Dies bestätigt auch die Verbraucherzentrale: So liegt die Füllgrenze der Verpackung nur knapp oberhalb des Sichtfensters, der Rest ist, wie könnte es anders sein, Luft.

Sind solche Mogelpackungen im Supermarkt strafbar? 

Doch nicht nur diese drei Produkte zocken Kund:innen schamlos ab. Der oft kritisierte Nahrungsmittelkonzern Nestlé, bekam sogar schon den Titel “Mogelpackung des Monats”, wie die Heidelberg24 berichtete. Dabei handelte es sich nicht nur um ein Produkt, sondern um ein halbes Sortiment. Doch können diese Firmen nicht strafrechtlich verfolgt werden? 

Gleich mehrere Nestlé-Produkte sind „Mogelpackungen. Credit: IMAGO/ Newscast

Laut der Verbraucherzentrale ist das nicht so einfach und liegt mit der Gesetzeslage zu Luftverpackungen zusammen. Auch wenn diese Masche sehr dreist und definitiv Abzocke ist, strafbar sind die Mogelverpackungen leider nicht. Dafür ist eine Regel verantwortlich, die bereits seit Jahren besteht und einen Richtwert von 30 Prozent Luft erlaubt. Wenn es nach dem Verbraucherschutz geht, sollte diese Regel jedoch schon lange abgeschafft werden, da sie weder zeitgemäß noch rechtlich verbindlich sei. 

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