Seit Monaten schlagen wir uns jetzt immer wieder mit neuen Coronaregeln herum, die die Bundesregierung uns aufdrückt. Die meisten scheinen uns gerechtfertigt, wie beispielsweise das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Andere halten wir spätestens nach dem zweiten Bier für nicht mehr ganz so wichtig, beispielsweise das Schließen von Restaurants und Bars. 

Coronaregeln am schwersten für Kinder zu verstehen

Diejenigen unter uns, die keine Coronaleugner sind, können die neuen und alten Regeln jedenfalls einordnen und verstehen. Doch was ist mit den Kleinen und Kleinsten? Kinder sind viel weniger einsichtig und verständnisvoll für die ihnen absurd erscheinenden neuen Regeln als wir. Für viele Kinder war die Umstellung von einem normalen Schul- oder Kindergartenalltag hin zu einem Alltag unter Coronabedingugen eine herbe Umstellung.

Gerade deswegen müssen sich Eltern und Erziehende besonders bemühen, ihren Schützlingen aufzuzeigen, warum die Maßnahmen sein müssen.

Angela Merkel, Bundeskanzlerin, aufgenommen im Rahmen eines Pressestatements zum Ergebnis der US-Wahl, in Berlin, 09.11
Angela Merkel fordert noch härtere Maßnahmen gegen Corona.(Photo: imago images/photothek)

Angela Merkel fordert weitere Regel

Schon länger ist Angela Merkels neueste Regel im Gespräch. Die sogenannte Ein-Freund-Regel. Die besagt, dass wir alle während der Pandemie einen Freund haben dürfen, den wir besuchen können und mit dem wir Zeit verbringen dürfen. Dieser Freund darf aus einem anderen Haushalt stammen, doch er darf nicht wechseln. Das ist eine Neuerung im Vergleich zur letzten Coronawelle. Damals hatte es nur die Zwei-Haushalte-Regel gegeben. Die Ein-Freund-Regel geht noch einen Schritt weiter.

Vielerorts wird die neue Regel aber weder akzeptiert, noch als tragbar angenommen. Reiner Haseloff der Linken sagt beispielsweise, dass diese Regel einem normalen Leben nicht umsetzbar sei. Sie sei zu einschneidend und gehe zu weit. 

Alltagsmasken sind sehr wichtig. Diese Arten der Masken gibt es.

Trotz der Proteste, die im Bundestag dem Beschlussvorschlag folgten, wurde die finale Version der neuen Regel wie folgt formuliert:

Bürger sollen „private Zusammenkünfte (…) auf einen festen Haushalt beschränken, das schließt auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein.

Noch immer keine Vorschrift

Angela Merkel hat ja total recht damit, dass eine solche Regel am besten vor der Coronapandemie schützen würde. Allerdings geht sie vielen Menschen zurecht zu weit. Bis jetzt bleibt die Ein-Freund-Regel ein freundlicher, aber bestimmter Appell der Kanzlerin an die Bevölkerung und keine verbindliche Vorschrift.Allta