Wie ungerecht das Geld auch hierzulande verteilt ist, zeigen die aktuellen Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): In Deutschland besitzen das reichste Prozent gut 35 Prozent des individuellen Nettovermögens. Die reichsten 10 Prozent besitzen gemeinsam ganze 67,3 Prozent des Vermögens. Doch hast du eine Ahnung, wer in Deutschland am reichsten ist? Eine Familie sticht besonders hervor und eigentlich ist das nicht sonderlich verwunderlich. Wie viel Geld die Aldi-Familie wirklich hat, zeigen wir dir hier.

Das Vermögen der Aldi-Familie ist das höchste im Land

Über Geld redet man nicht? Wir schon! Denn hierzulande scheffelt vor allem eine Familie unglaublich viel Kohle. Wir können dir versprechen: Beim Vermögen der Aldi-Familie kommst du aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Auf internationalem Level sind die Summen kaum zu begreifen. Der Reichtum von Jeff Bezos (Amazon), Bernard Arnault (Louis Vuitton) und Elon Musk (Tesla) ist enorm. Ihr Vermögen liegt bei jedem einzelnen von ihnen bei über 100 Milliarden Dollar.

Dagegen wirkt das Vermögen der Aldi-Familie geradezu gering. Trotzdem ist das Aldi-Imperium mit einem Vermögen von 32,3 Milliarden Euro unglaublich wertvoll.

Übrigens: Um sich ein echtes Bild davon machen zu können, wie reich die Aldi-Familie ist, haben wir hier einen Vergleich für euch: In ganz Deutschland haben die Menschen gut 200 Milliarden Euro in Bar auf der hohen Kante. Die Aldi Familie besitzt mit ihren 32,5 Milliarden also gut 17 Prozent des deutschlandweit gesparten Bargeldes. Das ist ganz schön viel Knete.

Doch wer steckt eigentlich hinter dem Namen Aldi? Der Name setzt sich zusammen aus bzw. steht für Albrecht Diskont. Geführt wird das Unternehmen von Torsten Hufnagel und Norbert Podschlapp. Das große Vermögen aber besitzen die Geschwister Beate Heister (69) und Karl Albrecht Jr. (74). Sie sind laut der Forbes-Liste der reichsten Deutschen und gut 32,3 Milliarden Euro schwer. Der Reichtum ist aber nicht auf ihrem Mist gewachsen. Sie haben ihn vielmehr ihrem Vater Karl Hans Albrecht zu verdanken. Gemeinsam mit seinem Bruder Theo hat dieser nämlich im Jahr 1945 das Lebensmittelgeschäft ihrer Eltern übernommen, das heute einer der größten und wertvollsten Weltkonzerne überhaupt ist: Aldi.

Übrigens: Die Aldi-Familien zeigen sich äußerst ungern in der Öffentlichkeit. Fotos gibt es so gut wie gar keine. Nur ein Mitglied der Dynastie hat das Scheinwerferlicht gesucht: Babette Albrecht – die Witwe des Aldi-Gründersohns Berthold. Statt sich wie der Rest der Familie diskret im Hintergrund zu halten, posiert sie auf Roten Teppichen, beim Karneval oder TV-Sendungen für die Fotografen.

Babette Albrecht aus der Aldi-Familie bei der Kennenlern-Show der 13. Staffel der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“in Köln 2020. Credit: Imago/Future Image

Bei Aldi war auch nicht alles immer nur eitel Sonnenschein

Die Filialen des Discounters Aldi gibt es in 19 Ländern der Welt. Sie werden allerdings in Aldi Nord und Aldi Süd unterschieden. Denn nach anfänglicher gemeinsamer Sache kam es bei den Brüdern Theo und Karl Heinz Albrecht zum Bruch. Sie trennten sich im Jahr 1961 voneinander: Theo kümmerte sich danach um Aldi Nord und Karl war für Aldi Süd zuständig.

Seither spaltet Deutschland der sogenannte Aldi-Äquator, wobei Aldi Süd um einiges erfolgreicher zu sein scheint als Aldi Nord. Aldi Nord hat laut eigenen Angaben 60.000 Mitarbeiter:innen und betreibt mehr als 4700 Filialen weltweit. Aldi Süd ist deutlich größer – mit etwa 148.900 Mitarbeitenden und 6240 Filialen weltweit. 

Das sind die wichtigsten Merkmale von Aldi Nord & Aldi Süd

  • Das Sortiment beider Discounter ist vielfältig und beinhaltet genauso Food-Artikel wie Non-Food-Artikel
  • Lange galt die Regel, dass für einen neu eingeführten Artikel ein alter aus dem Regal verschwinden muss. Diese Regel wurde bei Aldi aber aufgelöst
  • Beide Discounter führen seit wenigen Jahren Markenartikel
  • Beide Discounter führen ungefähr 1.650 unterschiedliche Artikel
  • Aldi Süd begann im Jahr 2009 damit, Backstationen einzurichten. Aldi Nord folgte
  • 2011 sorgte Aldi Nord als erster Discounter für eine Modernisierung mit breiteren Gängen

Das Sortiment von Aldi Nord und Aldi Süd ist also sehr ähnlich. Große Unterschiede gibt es aber bei der Beliebtheit von Aldi in den verschiedenen Regionen.