Die Vermögensverteilung auf der Welt scheint immer ungerechter zu werden, auch wenn wir doch eigentlich alles dafür geben, es besser werden zu lassen. Doch wo die einen auf der Welt hungern, können sich die anderen vor Reichtum nicht retten. In Deutschland sind es gut 17 %, die von der reichsten Familie verwaltet werden: Von der Aldi-Familie. Wie diese Zahl zustande kommt, erfährst du hier.

Das Problem ist allseits bekannt: Die reichsten paar Prozente besitzen mehr Vermögen als die der Rest der Bevölkerung. In Deutschland besitzen laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) das reichste Prozent gut 35 % des individuellen Nettovermögen. Die reichsten 10 % besitzen gemeinsam ganze 67,3 % des Vermögens.

Die Aldi-Familie: Die reichsten Deutschen überhaupt

Aldi gibt es in Deutschland und in ganzen 18 weiteren Ländern der Welt. Wir schauen uns an, welche Unterschiede es zwischen Aldi Nord und Aldi Süd gibt und wie es dazu gekommen ist, dass wir zwischen beiden unterscheiden müssen.

Die Aldi-Familie: Das sind die reichsten Deutschen auf der ganzen Welt. Mit einem Vermögen von 32,3 Milliarden Euro ist das Aldi-Imperium bereits ziemlich wertvoll. Natürlich ist das nichts im Vergleich zu dem, was die reichsten Menschen auf internationalem Level besitzen. Jeff Bezos (Amazon), Bernard Arnault (Louis Vuitton) und Elon Musk sind noch eine Ecke reicher: Ihr Vermögen liegt bei jedem einzelnen von ihnen bei über 100 Milliarden Dollar. Deutsche Reiche sind noch ein wenig bescheidener, aber dennoch kann sich vor allem eine Familie die Brillies leisten.

Übrigens: Um sich ein echtes Bild davon machen zu können, wie reich die Aldi-Familie ist, haben wir hier einen Vergleich für euch: In ganz Deutschland haben die Menschen gut 200 Milliarden Euro in Bar auf der hohen Kante. Die Aldi Familie besitzt mit ihren 32,5 Milliarden also gut 17 % des deutschlandweit gesparten Bargeldes. Das ist ganz schön viel Knete.

Die reichste deutsche Familie von allen ist – wie könnte es anders sein – die Chef:innen des Discounters Aldi. Die Geschwister Beate Heister (69) und Karl Albrecht Jr. (74) sind laut der Forbes-Liste der reichsten Deutschen und gut 32,3 Milliarden Euro schwer. Der Reichtum ist aber aber nicht auf ihrem Mist gewachsen, sondern sie haben ihn ihrem Vater Karl Hans Albrecht zu verdanken. Gemeinsam mit seinem Bruder Theo hat dieser nämlich im Jahr 1945 das Lebensmittelgeschäft ihrer Eltern übernommen, das heute einer der größten und wertvollsten Weltkonzerne überhaupt ist: Aldi.

Bei Aldi war auch nicht alles immer nur eitel Sonnenschein

Die Brüder Theo und Karl Heinz Albrecht haben einige Jahr zusammen arbeiten können, doch wie das unter Brüdern eben so ist, gab es Streitigkeiten. Sie trennten sich im Jahr 1961 voneinander: Theo kümmerte sich danach um Aldi Nord und Karl war für Aldi Süd zuständig.

Seither spaltet Deutschland der so genannte Aldi-Äquator, wobei Aldi Süd um einiges erfolgreicher zu sein scheint als Aldi Nord. Aldi Nord hat laut eigenen Angaben 60.000 Mitarbeiter:innen und betreibt mehr als 4700 Filialen weltweit. Aldi Süd ist deutlich größer – mit etwa 148.900 Mitarbeitenden und 6240 Filialen weltweit. 

Das sind die wichtigsten Merkmale von Aldi Nord & Aldi Süd

  • Das Sortiment beider Discounter ist vielfältig und beinhaltet genauso Food-Artikel wie Non-Food-Artikel
  • Lange galt die Regel, dass für einen neu eingeführten Artikel ein alter aus dem Regal verschwinden muss. Diese Regel wurde bei Aldi aber aufgelöst
  • Beide Discounter führen seit wenigen Jahren Markenartikel
  • Beide Discounter führen ungefähr 1.650 unterschiedliche Artikel
  • Aldi Süd begann im Jahr 2009 damit, Backstationen einzurichten. Aldi Nord folgte
  • 2011 sorgte Aldi Nord als erster Discounter für eine Modernisierung mit breiteren Gängen

Das Sortiment von Aldi Nord und Aldi Süd ist also sehr ähnlich. Große Unterschiede gibt es aber bei der Beliebtheit von Aldi in den verschiedenen Regionen.