Die Raumtemperatur im Büro kann schon manchmal so argen Diskussionen führen – Männern ist es zu warm, Frauen zu kalt. Wissenschaftler:innen fanden jetzt allerdings heraus, warum Frauen im Büro frieren und dass wir absolut nichts dafür können.

Büro-Klimasysteme sind auf Männer eingestellt

Eine Studie der Universität Maastricht stellte nun fest, dass Frauen einfach wärmere Temperaturen im Büro brauchen. Die Büro-Klimasysteme sind nach wie vor auf Männer eingestellt, sagen Boris Kingma und Wouter van Marken Lichtenbelt.

Diese Klimasysteme liegen einer siebenstufigen Skala zugrunde, die berechnet, wie schnell Luft zirkuliert wird, wie feucht sie ist und welche Materialien sich im Büroraum finden lassen. Doch laut den Biologen wird dabei vergessen, wie wenig eigene Wärme der Körper von Frauen produziert.

Frauen brauchen es wärmer

Während ein sitzender, 40-jähriger Mann mit 70 Kilogramm Körpergewicht rund 60 Watt Wärmeenergie pro Quadratmeter Hautoberfläche verbraucht, produzieren junge Frauen nur rund 48 Watt. Die Klimaplaner sind allerdings auf die Männer ausgelegt, sodass es für die Frauen dann kälter werden könnte.

Die Gründe für diese Unterschiede sind vielfältig. Körperbau, ein höherer Körperfettanteil als bei den Männern, welcher auch dafür sorgt, dass weniger Körperwärme bis zur Haut vordringt oder der Stoffwechselunterschied zwischen Männlein und Weiblein.

Frau friert im Büro
Frauen brauchen es bis zu drei Grad wärmer im Büro, als Männer. Credit: Pressmaster via canva

Das Ergebnis? Frauen haben am liebsten eine Raumtemperatur von 25 Grad, während Männer locker mit 22 Grad auskommen. Wenn du dich also das nächste Mal wunderst, warum du im Gegensatz zu deinen männlichen Kollegen immer frierst, weißt du nun, dass du der männlich-zentrierten Klimaanlage die Schuld geben kannst.

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