Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat wohl genauso wie wir alle die Schnauze voll und will sich vom Coronavirus nicht mehr das Leben schwermachen lassen. Deswegen soll der Corona-Impfstoff nun doch schon früher an die Menschen gebracht werden, als eigentlich geplant war.

Gerade ist in der Diskussion, ob der Pfizer/Biontech-Impfstoff aus Mainz und den USA schon am 21.12.2020 unter die europäische Bevölkerung gemischt wird. Könnte es dann also sein, dass wir doch Ringelreihen mit Oma unterm Weihnachtsbaum spielen können? Vielleicht.

Corona-Impfstoff im Schnelldurchlauf?

Aber geht das jetzt nicht doch alles ein bisschen zu schnell? Was ist mit den Sicherheitsstandards, die eingehalten werden müssen, um einen Imfpstoff auf die Bevölkerung loszulassen. Die EMA ist sich jedenfalls sicher, dass alle nötigen Standards eingehalten wurden. „Eine Marktzu­lass­ung stellt sicher, dass COVID-19-Impfstoffe dieselben hohen EU-Standards erfüllen, die für alle Impf­stoffe und Medikamente gelten.“ so ein Sprecher.

Diese Nebenwirkungen hat der Impfstoff übrigens.

Wie kommt der Impfstoff noch vor Weihnachten an die Bevölkerung? 

Das Mammutprojekt “Impfstoff” fängt mit der Zulassung gerade erst an. Denn selbst wenn wir eine Zulassung für die Europäische Union noch vor Weihnachten hinbekommen, muss irgendwer das Zeug ja auch gespritzt bekommen. DKG-Präsident Gerald Gaß hat eine interessante Idee dazu. Er sagt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), es solle so schnell wie möglich eine Notfallzulassung erfolgen, damit die Deutsche Krankenhausgesellschaft noch vor Heiligabend in Pflegeheime gehen und sie direkt vor Ort impfen könne.

Das Für & Wieder abwägen

Natürlich werden auch in der deutschen Politik Stimmen laut, die eine schnelle Notfallzulassung nicht für nötig erachten. Beispielsweise die FDP ist gegen einen deutschen Alleingang. Christian Lindner befürwortete zwar nicht die Notfallzulassung für Deutschland, aber dennoch die schnelle Zulassung bis Ende des Jahres in der gesamten Europäischen Union.