Je näher wir einer flächendeckenden Impfung gegen das Coronavirus kommen, desto mehr Angst haben die Menschen davor, sich das Zeug zu spritzen. Überall flammen weitere Gerüchte über die Corona Impfung auf, die die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft und das Zulassungsverfahren der Politik infrage stellen. 

Wir haben uns die gängigsten Impfgerüchte angesehen und geschaut, was da Wahres dran sein könnte. 

1. Gerücht: Der Impfstoff ist noch nicht genug getestet worden.

Eine besondere Pandemie erfordert besondere Maßnahmen bei der Herstellung und der Zulassung von Impfstoffen. So viel sei zuvor gesagt. Natürlich galten und gelten zur Zeit der Pandemie andere Regeln, denn wir müssen so schnell handeln wie wir können. 

Normalerweise wird die Verträglichkeit des Stoffes im ersten Schritt an einer kleinen zweistelligen Zahl von Personen getestet. In der zweiten Testphase wird überprüft, ob die gewünschte Immunreaktion eintritt. In der dritten Phase wird festgestellt, ob der Impfstoff gegen eine Infektion hilft.

Genau das wurde auch bei der Suche nach einem Impfstoff in der Coronapandemie getan. Allerdings liefen hier teilweise Testphasen parallel und nicht hintereinander ab. Laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sind die  Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit unverändert.

2. Gerücht: Der Impfstoff verändert unseren Genpool.

Diese Behauptung ist schlicht unwahr, so schreibt es die Tagesschau. Zum einen ist es wichtig zu wissen, dass bei den jetzigen Corona-Impfstoffen keine DNA, sondern RNA verwendet wird. 

Die RNA wirkt zwar ähnlich wie die DNA, doch sie hat einen gewinnenden Vorteil: Die RNA muss nicht in den Zellkern vordringen, um dort eine Abwehrreaktion auszulösen. Damit ist selbst die theoretische Gefahr, dass RNA das Erbgut verändert, nicht gegeben. 

3. Gerücht: Der Impfstoff löst Krebs & andere Krankheiten aus

Zu 100 % sicher ist kein Impfstoff, denn jeder Körper reagiert anders darauf. In früheren Imfpstoffen gab es öfter Probleme mit Quecksilberverbindungen in den Imfpstoffen. Heute darf sich aber in den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen kein Quecksilber befinden. 

Tumore können durch den neuen Impfstoff ebenfalls nicht entstehen, denn Tumore sind bösartige Zellveränderungen. In Gerücht zwei haben wir geklärt, dass die bsiher bekannten Corona-Impfstoffe nicht die Zellen und die DNA verändern. 

4. Gerücht: Bald kommt die Impfpflicht!

Wie oft Angela Merkel, Jens Spahn und Helge Braun bereits beteuert haben, dass es keine Impfpflicht geben wird, ist nicht mehr zu zählen. Doch noch immer glauben viele daran, dass wir es bald mit Zwangsimpfungen zutun haben. Das liegt vielleicht an dem Infektionsschutzgesetz, Paragraf 20, Absatz 6, das tatsächlich eine Impfung in bestimmten Situationen vorschreibt.

Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates anzuordnen, dass bedrohte Teile der Bevölkerung an Schutzimpfungen oder anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilzunehmen haben, wenn eine übertragbare Krankheit mit klinisch schweren Verlaufsformen auftritt und mit ihrer epidemischen Verbreitung zu rechnen ist. Personen, die auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht an Schutzimpfungen oder an anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe teilnehmen können, können durch Rechtsverordnung nach Satz 1 nicht zu einer Teilnahme an Schutzimpfungen oder an anderen Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe verpflichtet werden. § 15 Abs. 2 gilt entsprechend.

5. Gerücht: Die Langzeitfolgen werden schlimm sein!

Das ist tatsächlich eine valide Angst, die noch niemand zu 100% aus der Welt räumen kann. Impfstoffe bergen ein gewisses Risiko, denn sie machen den Körper krank, um ihn auf lange Sicht gesund zu halten. Auch in der Vergangenheit hat es bereits Langzeitschäden nach Impfungen gegeben. In Skandinavien und den USA kamen nach der Schweinegrippe beispielsweise viele Fälle von impfbedingter Narkolepsie ans Tageslicht.