Egal welche Figur eine Frau hat: Ab einem bestimmten Alter werden viele Frauen immer wieder gefragt, ob sie schwanger sind. Nur ein wenig mehr Bauch reicht dort schon, damit andere sich dazu berechtigt fühlen, solch eine große Frage zu fragen. Die Frage scheint zwar sehr unschuldig und wahrscheinlich denken sich die wenigsten dabei etwas Böses, jedoch kann sie bei der betroffenen Person viele, vor allem negative Emotionen auslösen. Das sind fünf gute Gründe, weswegen du lieber nicht fragen solltest.

1. Die Person hat ein gestörtes Verhältnis zum Körper oder kann es entwickeln

Wenn du aufgrund einer körperlichen Veränderung fragst, ob eine Person schwanger ist, kann diese schnell denken, dass etwas mit ihrem Körper nicht nicht in Ordnung ist. Das ist für die Person besonders schmerzlich, wenn sie schon vorher ein problematisches Verhältnis zu ihrem Körper hatte.

Bedenke immer, dass du dir nie sicher sein kannst, was in einer Person vorgeht. Die Person kann zum Beispiel eine Essstörung haben, von der du nichts weißt. Natürlich solltest du Fragen wie „Bist du schwanger oder hast du zugenommen?“ ebenfalls unterlassen.

2. Unerfüllter Kinderwunsch

Vielleicht weißt du ja auch schon, dass die Person versucht, schwanger zu werden. Das geht aber nicht immer so einfach. Ohne jegliche Fruchtbarkeitsstörungen liegt die Wahrscheinlichkeit pro Zyklus je nach Alter gerade mal bei 20 bis 30 Prozent. Wenn einer der beiden zukünftigen Eltern etwas haben, was ihre Fruchtbarkeit beeinflusst, ist die Chance noch viel geringer.

Wenn jemand dann auch noch nach der Schwangerschaft fragt, kann das zusätzlichen Druck aufbauen. Der ist für den Kinderwunsch ebenfalls nicht fördernd. Warte also lieber ab, bis dir die Person sagt, dass sie schwanger ist.

3. Es steckt eine oder mehrere Fehlgeburten dahinter

Besonders traumatisch ist es für Eltern, wenn sie schon eins oder sogar mehrere Kinder verloren haben. Vielleicht sind sie noch nicht bereit, dir von den Fehlgeburten zu erzählen, geschweige denn über eine erneute Schwangerschaft nachzudenken.

Du unterstützt die Eltern am besten, wenn du sie mit dem Thema in Ruhe lässt und unterstützt, wenn sie von ihrer Fehlgeburt erzählen.

4. Sie ist vielleicht schwanger und möchte es anderen noch nicht mitteilen

Egal, ob du einen Kinderwunsch hast oder nicht, eine Faustregel solltest du dir merken: Die meisten Menschen entscheiden sich dazu, ihre Schwangerschaft nicht vor dem Abschluss der 12. Woche zu verkünden. Das hat auch einen sehr plausiblen Grund: In den ersten Wochen ist das Risiko für Komplikationen leicht erhöht.

Wenn die Person vielleicht schon davor einen kleinen Bauch zeigt und du weißt, dass sie einen Kinderwunsch hat, kann es auch sein, dass sie dir aus dem Grund noch gar nichts davon erzählen möchte.

5. Du unterstützt ungewollt Stereotype

Wahrscheinlich meinst du es gar nicht böse, wenn du eine Frau nach fragst, ob sie schwanger ist. Jedoch hat nun mal nicht jede Frau einen Kinderwunsch oder kann überhaupt Kinder bekommen. Es gibt auch Menschen, die keine Frauen sind und Kinder bekommen können und wollen. Zudem wollen Menschen in ganz verschiedenen Familienstrukturen Eltern werden.

Wenn du also bei vergebenen Frauen ab einem bestimmten Alter nachfragst, gehst du unabsichtlich von einem Stereotyp aus.

Warte also am besten einfach ab und warte, bis die Person selbst von ihrer Schwangerschaft erzählt!

Fazit: Warte lieber ab, bis die Person mit erfreulichen Nachrichten zu dir kommt

Nicht jede:r möchte oder kann sofort mit dir die erfreulichen Nachrichten teilen, oder möchte es vielleicht sogar gar nicht. Schwangerschaften können aus sämtlichen Gründen ein sensibles Thema für die betroffene Person sein. Warte also lieber ab, bis jemand dir mitteilt, dass die Person schwanger ist, auch wenn du dir noch so sicher bist.

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