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Mit dieser Faustregel kannst du deine Notfallgroschen berechnen

Jeder sollte ein paar Rücklagen auf dem Konto haben. Doch wie groß sollte die Zahl der Notfallgroschen sein? In diesem Artikel erfährst du es.

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Notfallgroschen können dir schnell aus einer finanziellen Krise helfen. Doch wie viel Geld solltest du dir zurücklegen? Foto: IMAGO/Westend61

Das Auto geht kaputt, die Waschmaschine funktioniert nicht mehr oder du musst in diesem Jahr einfach mehr Heizkosten zahlen? All diese Situationen sind zwar eher unschön, können jedoch jederzeit eintreten. Da empfiehlt es sich, immer ein paar Notfallgroschen auf dem Konto zu haben, wovon man diese Sonderkosten bezahlen kann. Doch um wie viel Geld handelt es sich dabei und wie gelingt es überhaupt, immer genug Geld für solche Notfälle parat zu haben? In diesem Artikel erfährst du es.

Was sind Notfallgroschen?

Im Leben läuft nicht immer alles wie ursprünglich geplant. Das ist auch aus finanzieller Sicht so. Ganz gleich, wie gut du deine monatlichen Ausgaben unter Kontrolle hast, für wirklich wichtige Notfallausgaben sind nur die wenigsten gewappnet. Es kann schließlich immer mal passieren, dass ein teures Haushaltsgerät oder das eigene Auto kaputtgeht oder man aufgrund der aktuellen Energiekrise deutlich höhere Energie- und Heizkosten hat als erwartet.

Daher ist es wichtig, immer noch zusätzlich etwas Geld auf dem Konto zu haben, mit welchem man diese notwendigen Ausgaben begleichen kann. Das sind die sogenannten Notfallgroschen. Zugegeben, der Begriff „Groschen“ ist hierbei ein wenig irreführend, da er stark danach klingt, als handele es sich bei dem Betrag, den man zusätzlich zurücklegen sollte, lediglich um ein paar Euro.

Das ist jedoch nicht der Fall, denn um die Reparatur eines Autos oder der Waschmaschine zu bezahlen, muss man schon ein paar mehr Euros auf den Tisch legen. Doch wie viele dieser Notfallgroschen sollte man zurücklegen?

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Ein paar Notfallgroschen sollte sich jede:r zurücklegen. Foto: IMAGO/Westend61

So kannst du bestimmen, wie viele Notfallgroschen du zurücklegen solltest

Die Antwort auf diese Frage ist leider nicht ganz so einfach. Man kann nämlich nicht pauschal sagen, wie viele Notfallgroschen jeder Mensch zurücklegen sollte. Das hängt nämlich ganz von der aktuellen Lebenssituation und den möglichen finanziellen Mitteln ab.

Es gibt jedoch eine Faustformel, mit dessen Hilfe sich die korrekte Summe der Notfallgroschen grob bestimmen lässt. Sie lautet wie folgt: Du solltest etwa zwei bis drei Nettomonatsgehälter auf deinem Konto behalten oder diese auf ein separates Konto zurücklegen.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen aller Arbeitnehmer in Deutschland betrug im Jahr 2021 etwa 2.170 Euro. Das bedeutet, dass eine Person, die so viel verdient, Notfallgroschen in Höhe von 6.510 Euro beziehungsweise in Höhe von 4.340 Euro auf dem Konto haben müsste.

Je nachdem, wie hoch dein Einkommen ist, kommt da eine recht hohe Summe zusammen. Das ist aber auch gut so, denn wenn dein Auto und deine Waschmaschine mal gleichzeitig defekt sein sollten, hast du so genug Geld zur Verfügung.

Fazit: So sparst du dir deine Notfallgroschen an

Die meisten Menschen haben zwar ein paar Rücklagen auf dem Konto, allerdings könnte die Summe der Notfallgroschen bei vielen noch deutlich höher sein. Willst du dir jetzt ein paar Notfallgroschen zurücklegen, gibt es ein paar Tipps, mit denen das besonders schnell und effektiv funktioniert. Beispielsweise kannst du jeden Monat einen gewissen Prozentsatz von deinem Nettogehalt direkt zurücklegen oder auf ein separates Konto überweisen.

So musst du nicht allzu große Abstriche machen und sammelst mit der Zeit dennoch genügend Geld an. Auch passives Einkommen, Weihnachts- oder Urlaubsgeld kannst du völlig oder in Teilen zurücklegen und es als Notfallgroschen nutzen. So bist du für fast alle Notsituationen gewappnet – zumindest in finanzieller Hinsicht.