Mundgeruch und ständig unpünktlich sein: Manche Dinge können Ärzt:innen an Patient:innen einfach nicht ab. Im Beitrag erfährst du, welche drei das sind.

Was können Ärzt:innen nicht ausstehen?

Du hast dich schon immer gefragt, bei welchen Eigenschaften von Patient:innen der Arzt/die Ärztin innerlich faucht, aber auf die er/sie trotzdem eingehen muss? wmn hat sie einmal für dich herausgesucht. Natürlich sind nervige Eigenschaften von Patient:innen immer Ansichtssache und nicht jede medizinische Fachkraft ist damit so empfindlich.

Es gibt jedoch ein paar Situationen, bei denen Ärzt:innen doch immer wieder in die Bredouille geraten: sie müssen zweifellos ihrem Patienten helfen, jedoch machen das manche Attitüden nicht leicht. Man könnte meinen, das ist in jedem Berufsfeld so, jedoch können Ärzt:innen ihre Patient:innen nicht einfach so Nachhause schicken. Sie haben eine Verantwortung für sie, deshalb müssen sie sich damit abfinden. Hier kommen drei Dinge, die Ärzt:innen überhaupt nicht ausstehen können:

1. Häufig zu spät kommen

Nicht nur für dich ist das Warten in der Praxis nervig: auch die Seite gegenüber regt es tierisch auf. Für Ärzt:innen ist es sogar noch ungünstiger, und zwar aus folgendem Grund: Arzttermine haben an sich einen sehr schlechten Ruf. Ununterbrochen beschweren sich Patient:innen an der Rezeption, dass sie nie oder erst sehr spät einen Termin bekommen würden. Auch wenn dann endlich etwas frei wäre, dann müsste man Ewigkeiten im Wartezimmer verbringen, bis der Arzt/die Ärztin einen endlich mal drannimmt.

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Ärzt:innen geraten mehr in Verzug, wenn ihre Patient:innen unpünktlich sind. Foto: IMAGO/Westend61

Darum muss man so lange warten:

Der Mangel an freien Terminen und lange Wartezeiten haben folgenden Grund: die meisten niedergelassenen Ärzt:innen sehen am Tag etwa 20 bis 30 Patient:innen. Sie haben einen eng getakteten Kalender und regelmäßig schieben sich kurzfristige Termine dazwischen. Daneben müssen sie Zweitmeinungen bei fremden Patient:innen abgeben und zeitig Arztbriefe oder -Mails verschicken. Das macht im Schnitt wenig Zeit für einen einzelnen Termin.

Wenn dann noch Patient:innen zu spät kommen, verschiebt sich alles nach hinten und der Arzt/die Ärztin gerät schnell in Verzug. Für die anderen Patient:innen bedeutet es, dass sie noch länger warten müssen, und das fällt ungerechterweise auf den Arzt/die Ärztin zurück. Deshalb folgender Tipp: wenn du sehr spät dran bist, überlege dir, ob der Termin sich heute lohnt, oder ob du einen weiteren Termin ausmachen solltest, falls er länger dauern sollte.

2. Mundgeruch

Ein schlechter Atem ist sowieso schon nicht angenehm. Die Einführung der Maskenpflicht hat uns da schon einiges erleichtert, wir müssen viel seltener den Mundgeruch von anderen Menschen ertragen.

So leicht haben es Ärzt:innen leider nicht. Da macht es keinen Unterschied, ob eine Maske davor ist: Ein Zahnarzt/eine Zahnärztin muss immer in den Mund schauen. Einerseits ist es für dich als Patient:in unangenehm den stark riechenden Mund zu öffnen, andererseits wird der Arzt/die Ärztin innerlich kochen. Aber er/sie kann nichts dagegen machen und muss dich trotzdem behandeln.

Arzt Patient Mundgeruch
Besonders Zahnärzt:innen hassen Mundgeruch bei Patient:innen. Foto: imago images/Westend61

Aber auch bei anderen Arztbesuchen sind Ärzt:innen schnell genervt von schlechtem Mundgeruch. Zum Beispiel, wenn sie sich Stellen um den Mund herum anschauen müssen. Jetzt, wo die Maskenpflicht in einigen Bereichen auch wieder gefallen ist, können wir alle dem Mundgeruch nicht mehr ganz so leicht entfliehen.

3. Drei Termine in einen packen

Wir haben es eben schon thematisiert: das Zeitfenster bei Ärzt:innen ist prinzipiell dünn. Je nach Fall nimmt sich der Arzt/die Ärztin die entsprechende Zeit für dein Problem, jedoch braucht er/sie auch für dieses eine Problem. Es macht also wenig Sinn und fällt auch auf dich zurück, wenn du in einem Termin mehrere Sachen gleichzeitig behandelt haben willst.

Versuche nicht, deinen Termin auszureizen.

Jeder Arzt/ jede Ärztin versteht, wenn du deinen Termin bestmöglich nutzen willst und gehen in der Regel auch auf weitere Probleme ein. Der Termin muss es jedoch zulassen können. Wenn es sich jedoch um einen kleinen dazwischen geschobenen Termin handelt und nicht viel Zeit ist, dann solltest du Prioritäten setzen. Der Arzt/die Ärztin hat begrenzt Zeit und kann sie schwer überschreiten, wenn er/sie eigentlich nur ein kurzes Gespräch eingeplant hatte. Man wird dich nicht einfach abweisen, aber Ärzt:innen halten sich damit sehr ungern auf.