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Corona zwingt die Menschen dazu, weniger zu produzieren und weniger zu konsumieren. (Photo: itock/Magnilion)

Was kostet die Welt? Eine Rechnung

Was kostet die Welt? Wir haben alle Faktoren eingerechnet & das Ergebnis ist erstaunlich: Fast 800 Billionen Dollar ist der Planet wert.

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, was unser Planet eigentlich wert ist? Wenn ein einziges Grundstück in einem Vorort von Bergborbeck für die meisten Menschen schon vollkommen unbezahlbar ist:

Wie sieht es dann mit der gesamten Welt, all ihren Ressourcen und ihrem Kapital aus. Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre, der größte Investor seit Gott höchstpersönlich zu sein und haben gerechnet: Was kostet eigentlich die Welt?

die erde planet weltraum
Was würde eigentlich die Welt kosten, wenn ein Investor es wirklich darauf anlegen würde?(Photo: istock/imaginima)

Was kostet die Welt?

Die erste Frage bei einer solchen Berechnung ist: Wie soll man das überhaupt ausrechnen? Ist es überhaupt möglich, alle Faktoren zu beachten und dort eine einzige Zahl herauskommen zu lassen? Ganz vorneweg also eine Warnung: Nein, es ist absolut unmöglich, eine genaue Rechnung aufzustellen. Das Gute daran ist aber, dass NIEMALS jemand auf die Idee kommen wird, dieses Vorhaben wirklich in die Tat umzusetzen.

Was kostet die Welt? Einige Probleme

Das große Problem bei einer solch globalen Rechnung: Welche Faktoren gehören in die Formel? Klar, bei einem richtigen Grundstückskauf müssen die Fläche, die Rohstoffe und die Lage eingerechnet werden. 

Doch was ist mit den nicht ganz offensichtlichen preisschmälernden Faktoren? Termiten sind beispielsweise bei jedem Häuserkauf eine Krux. Man sieht sie erst, wenn man schon lange drin wohnt und sie einem den Frühstückstisch wegfressen. Die Termiten der Erde: die Menschen.

Klimawandel, Plastikmüll
Jap, die Menschen sind leider der Faktor Nummer 1, warum der Planet den Bach runtergeht.(Photo: Unsplash)

Die Menschen drücken den Preis

In erster Instanz würden die meisten wahrscheinlich denken: “Hey, der Mensch ist die schlaueste Spezies des Planeten. Das muss doch den Preis in die Höhe treiben." Ja und nein. Natürlich sind die Technologien, die unser Planet dank des großen Gehirns der Menschen beherbergt, eine Preissteigerung wert.

Aber man muss leider immer auch den Risikofaktor einberechnen, den die Menschheit für die Erde bedeutet. Verschmutzte Meere, überfischte Seen, proppenvolle Städte ohne Luft zum Atmen. Das drückt die Qualität des globalen Grundstücks ganz enorm und somit eben auch den Preis.

Wenn du wissen willst, die sehr Plastik gerade den Planeten verschmutzt, haben wir hier 10 Klimafakten, die dich zum Grübeln bringen werden. Es gibt bereits viele Ansätze, die den Klimawandel verlangsamen und die Verschmutzung der Erde stoppen sollen. Einer davon ist die Planetary Health Diet.

Was kostet die Welt? Eine Rechnung

Jetzt kommen wir zu den drei Faktoren, die unseren Preis für die Erde rechtfertigen sollen. Wenn man alles addiert, kommt man auf ein hübsches Sümmchen.

1. Der Planet

Der US-amerikanische Astronom Greg Laughlin hat errechnet, dass die Erde gut 15 Billionen Dollar wert sein soll.

Der Mars hingegen ist nur gut 15 000 Dollar wert. Der Grund, warum wir hier auf so einer Sahneschnitte im kosmischen Vergleich sitzen? Seine Lage und seine Atmosphäre. 

Obwohl der Mars unser nächster Nachbar ist, sind hier die Temperaturen doch recht unbeständig. Im Sommer 20° Celsius, im Winter auch mal -120° Celsius. Die Atmosphäre auf der Erde macht zudem Leben möglich. Flora und Fauna gibt es eben nur bei uns. Ein echtes Plus! 

Geld
Einer der wichtigsten Faktoren unserer Rechung: Das Kapital des Planeten.

2. Das Kapital

Der Österreicher Markus Schuller hat sich 2016 daran gemacht, den Wert des Kapitals auf der Erde zu berechnen. Mit hinein in die komplizierte Formel gehören spekulative Aktienmärkte, Immobilien- und Grundbesitzpreise und natürlich Unternehmen. Einen kleinen Teil (gut 8 %) machen auch Sparanlagen und Bargeld aus. Insgesamt kommt Schuller auf 512 Billionen Dollar.

3. Die Bodenschätze

Unser Planet ist durchzogen von Adern kapitalbringender Bodenschätze. Viele davon haben wir noch gar nicht entdeckt, andere sind bereits ausgesaugt. Den Gesamtwert aller Bodenschätze zu berechnen ist also kaum möglich. Wir haben deswegen einen Schätzwert der 10 Staaten gewählt, der die meisten und wertvollsten Bodenschätze abbilden soll. 

Gold, Öl, Erdgas und Kohle sind dabei die wichtigsten Erträge. Die 10 Staaten mit den meisten Bodenschätzen sind (in absteigender Reihenfolge):

  1. Russland – 65,4 Billionen Euro
  2. USA – 39,2 Billionen Euro
  3. Saudi-Arabien – 30 Billionen Euro
  4. Kanada – 29 Billionen Euro
  5. Iran – 23,8 Billionen Euro
  6. China – 20,1 Billionen Euro
  7. Brasilien – 19 Billionen Euro
  8. Australien – 17,4 Billionen Euro
  9. Irak – 13,9 Billionen Euro
  10. Venezuela – 12,5 Billionen Euro

Insgesamt kommen also noch einmal 226, 5 Billionen Dollar zu unserer Rechnung dazu.

Feldernte, Mädchen
Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Planeten so wertvoll zu halten wie er gerade ist.(Photo: Unsplash/PeopleImages)

Was kostet die Welt? Das Fazit

Unser Planet kommt mit unserer Rechnung auf 753,5 Billionen Dollar. Oder anders ausgedrückt: 753.500.000.000.000 Dollar. Das kann selbst Bill Gates nicht aus der Portokasse zahlen.

Kein Investor wird sich jemals erdreisten (können), den gesamten Planeten zu kaufen. Zu hoch ist der Preis, zu unsicher ist die Kapitalanlage. Denn die Menschheit ist gerade dabei, einen Großteil unserer Heimat zu zerstören. Da der Planet also uns allen gehört, sollten wir darauf Acht geben, ihn zu hegen und zu pflegen, wo wir nur können. 

Auch du kannst etwas dafür tun, dass die Erde uns noch lange erhalten bleibt. Nachhaltiger einkaufen zum Beispiel. 

Unsere weekly heroine Mandy Barker zeigt mit ihrer Kunst auf, wie groß die Verschmutzung der Meere bereits ist. Schau dir unbedingt ihre fantastischen Werke an! Inwiefern das Klima vom Coronavirus profitiert hat, zeigen wir dir hier.

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