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So lange ist die Aufbewahrungsfrist von Kontoauszügen – halte dich strikt daran

Es gibt Aufbewahrungsfristen für eine Vielzahl von Unterlagen, einschließlich Rechnungen und Steuerbescheiden. Aber was ist mit Kontoauszügen? Wir verraten dir, wie lange du sie aufbewahren musst.

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Der Frühjahrsputz wird gerne einmal dafür genutzt, um die Wohnung oder das Haus auf Vordermann zu bringen. Dafür werden nicht nur die Fenster geputzt, sondern auch der Inhalt sämtlicher Schränke wird auf seine Notwendigkeit hin überprüft. In der Euphorie des Ausmistens landet man irgendwann auch beim Aktenschrank. Doch voreilig möchte man Dokumente, Rechnungen und Kontoauszüge nicht wegwerfen – zu groß ist die Angst, diese nochmal für die Steuererklärung oder anderes zu gebrauchen. Doch die wenigsten Unterlagen müssen ein Leben lang im Aktenschrank herumliegen. Wir verraten dir, wie lange du deine Kontoauszüge aufbewahren musst.

Kontoauszüge aufbewahren – wie lange ist das notwendig?

Wem beim Aufräumen die Kontoauszüge in die Hände fallen, fragen sich oftmals, wie lange man diese eigentlich aufbewahren muss. Die Antwort hierauf ist gar nicht mal so einfach. Denn in Deutschland gibt es unterschiedliche Regelung zur Aufbewahrung von Kontoauszügen. So hängt die Aufbewahrungsfrist davon ab, ob du eine Privatperson bist, eine Privatperson mit hohem Einkommen oder ein:e Unternehmer:in.

So lange müssen Privatpersonen Kontoauszüge aufbewahren

Laut der Commerzbank sind Privatpersonen grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Kontoauszüge aufzubewahren. Dennoch solltest du den Ratschlag vieler Expert:innen beherzigen und deine Kontoauszüge mindestens drei Jahre lang aufbewahren – denn dann läuft die gesetzliche Verjährungsfrist ab. Denn so kannst du ohne Probleme belegen, dass du eine bestimmte Rechnung bezahlt hast.

Planst du bestimmte Dienstleistungen wie zum Beispiel Handwerker:innen, Gärtner:innen oder Haushaltshilfen von der Steuer abzusetzen, solltest du die entsprechenden Belege mindestens bis zum Eintreffen des Steuerbescheids und dem Ablauf der Einspruchsfrist sichern.

Im Zweifelsfall gilt: Bewahre deine Kontoauszüge lieber zu lang als zu kurz auf. So macht es zum Beispiel Sinn, Kontoauszüge mit Rechnungen für Handwerker:innen mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Denn dann endet die Gewährleistung bei auftretenden Mängeln.

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So lange müssen Vielverdiener:innen Kontoauszüge aufbewahren

Aber auch Vielverdiener:innen müssen ihre Kontoauszüge aufheben. In Deutschland gilt man als Vielverdiener:in, wenn man im Jahr Einkünfte von mehr als 500.000 Euro aus nicht selbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung oder sonstigen Einnahmen aufweist, heißt es laut der Commerzbank. Wer zu dieser Personengruppe gehört, muss seine Kontoauszüge sechs Jahre lang aufbewahren.

Unternehmer:innen

Bei Personen, die einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, sieht das schon deutlich anders aus. Denn sie sind dazu verpflichtet, Zahlungsbelege und Dokumente zu archivieren, wie die Commerzbank berichtet. Kontoauszüge sind davon nicht ausgeschlossen. So gilt für Unternehmer:innen und Kleinunternehmer:innen eine Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren.

Kontoauszug verloren? Keine Panik!

Wenn du einen wichtigen Kontoauszug verloren oder verschusselt hast, brauchst du nicht in Panik zu verfallen. Denn du kannst diesen einfach bei deiner Bank wieder neu anfordern. Was viele nämlich nicht wissen: Banken müssen die Auszüge ihrer Konteninhaber:innen mindestens zehn jahrelang aufbewahren. Allerdings erheben die meisten Bankinstitute für diesen Service eine Gebühr und diese steigt in der Regel mit dem Alter des nachgeforderten Kontoauszuges.

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