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Rürup-Rente: Für wen lohnt sich die private Altersvorsorge?

Du fragst dich, ob die Rürup-Rente für dich infrage kommt? Wir haben uns das Konzept der Basisrente einmal genauer angeschaut.

© Getty Images/elenaleonova

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Wir alle wissen, dass unsere Rente im Alter nicht besonders hoch ausfallen wird. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, so für wie möglich vorzusorgen. Eine Möglichkeit der Altersvorsorge ist die sogenannte Rürup-Rente. Doch was genau steckt dahinter? Wer hat Anspruch darauf und für wen lohnt es sich überhaupt? Wir haben dir alle wichtigen Informationen in diesem Artikel zusammengefasst und wissen, ob sich die Rürup-Rente für dich persönlich lohnt und worauf du achten musst.

Was genau ist die Rürup-Rente?

Die Basisrente, auch unter dem Namen Rürup-Rente bekannt, ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die insbesondere für Personen konzipiert wurde, die keinen Anspruch auf die Förderungen der Riester-Rente haben oder durch eine Pflichtversicherung abgedeckt sind (z.B.: Selbstständige). Sie wurde im Jahr 2005 im Rahmen der Rentenreform ins Leben gerufen und trägt den Namen des bekannten Wirtschaftswissenschaftlers und ehemaligen „Wirtschaftsweisen“ Bert Rürup.

Wer kann die Basisrente abschließen?

Im Grunde genommen kann jeder eine Rürup-Rente abschließen, um seine Basisvorsorge – etwa aus der gesetzlichen Rentenversicherung – aufzustocken. Es ist jedoch zu beachten, dass die Rürup-Rente in erster Linie für Personen bestimmt ist, die wie bereits erwähnt, nicht gesetzlich pflichtversichert sind. Dies gilt ebenfalls für Personen, die in einem berufsständischen Versorgungswerk oder in einer landwirtschaftlichen Alterskasse pflichtversichert sind.

Für wen eignet sich die Rürup-Rente?

Aus diesem Grund eignet sich die Rürup-Rente vor allem für Selbstständige oder Freiberufler:innen, die sich nicht freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung versichern möchten oder ein besonders hohes Einkommen haben. Aber auch für Angestellte oder Beamten:innen kann die Basisrente eine geeignete Form der Altersvorsorge sein – vorausgesetzt, ihr monatliches Einkommen ist hoch.

Schließlich gilt bei der Basisrente eines: Je höher der Lohn, desto höher können die monatlichen Beiträge in die Rürup-Rente ausfallen und umso mehr profitierst du von den steuerlichen Vorteilen, die die Rürup-Rente nach sich zieht.

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So sieht der steuerliche Vorteil aus

Die Beiträge zur Rürup-Rente sind steuerlich absetzbar – und das zu einem wirklich großen Teil. So kannst du in diesem Jahr (2023) Beiträge in Höhe von 26.528 Euro als sogenannte Altersvorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend machen. Die steuerlichen Vorteile der Rürup-Rente gelten ausschließlich für Beiträge, die den Maximalbetrag von 25.787 Euro erreichen oder überschreiten. Folglich lohnt es sich insbesondere bei hohen Einzahlungsbeträgen in eine Rürup-Rente zu investieren.

In den nächsten Jahren fällt der Steuervorteil noch höher aus. Denn der absetzbare Prozentsatz erhöht sich Jahr für Jahr um 2 Prozent. Damit können im Jahr 2025 die Beiträge zur Rürup-Rente zu 100 % (komplett) abgesetzt werden.

Jahrabsetzbarer Anteil
202396 Prozent
202498 Prozent
ab 2024100 Prozent

Weitere Vorteile der Rürup-Rente

Die Rürup-Rente birgt nicht nur steuerlicher Vorteile. So ist sie beispielsweise nicht pfändbar und darf auch bei einer Privatinsolvenz nicht angerührt werden. Darüber hinaus bist du bei der Einzahlung sehr flexibel und kannst die Beiträge je nach Situation ganz einfach anpassen und musst keinen Mindestbeitrag einzahlen.

Quelle: rürup-renten-vergleich.de, t-online.de und finanztip.de