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Bahn-Streik: Was verdient eigentlich ein Lokführer bei der Deutschen Bahn?

Die Gehaltsverhandlungen der GDL mit der Deutschen Bahn sind leider gescheitert. Nun drohen bundesweit wieder einmal Warnstreiks. Wie viel ein Lokführer bzw. eine Lokführerin aktuell verdient, erfährst du hier.

Person im steuert einen Zug.
© Getty Images/iStockphoto

Über Gehalt sprechen: Ist das erlaubt?

In vielen Arbeitsverträgen gibt es eine Klausel, die den Arbeitnehmern verbietet, über das Gehalt zu sprechen. Aber ist das überhaupt rechtens? Wir klären auf!

Seit Mittwochmorgen stehen die meisten Züge wieder still: Denn die GDL hat wieder einmal zum Streik aufgerufen. Der Grund dafür sind die gescheiterten Tarifverhandlungen der GDL mit der Deutschen Bahn. Doch wie hoch fällt das Gehalt eines Lokführers bzw. einer Lokführerin bei der Deutschen Bahn eigentlich genau aus? Hier erfährst du die Antwort.

Gehalt: Wie viel Geld verdient man als Lokführer:in?

Wie das Jobportal Stepstone berichtet, werden Lokführer:innen bei der Deutschen Bahn nach Tarifvertrag bezahlt. In den 300 Einzelbetrieben des DB-Konzerns gelten jedoch unterschiedliche Tarifvereinbarungen. Diese werden einerseits mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und andererseits mit der konkurrierenden Gewerkschaft der Lokführer (GDL) verhandelt.

Im Rahmen des Letzteren, dem GDL-Tarifvertrag, sind Lokführer „in vier verschiedene Entgeltgruppen“ unterteilt. Dabei berücksichtigt dieser Tarifvertrag nicht nur die genaue Tätigkeit, wie beispielsweise Rangierfahrten oder Bereitstellungsfahrten, sondern auch die Berufserfahrung. Den EVG Tarifverträgen zufolge sehen die Gehälter in der ersten und letzten Entgeltstufe wie folgt aus:

  • Lokomotivführer:innen, die weniger als fünf Jahre Berufserfahrung haben, verdienen ab Dezember 2023 in der niedrigsten Entgeltgruppe etwa 3344,49 Euro brutto pro Monat inklusive Zulagen in Höhe von 300-350 Euro.
  • In der höchsten Entgeltgruppe werden ab Dezember 2023 monatlich knapp 3882,22 Euro brutto gezahlt – inklusive Zulagen in Höhe von 300-350 Euro.

Tarifverhandlung: Das sind die Forderungen der Gewerkschaft 

Die Forderungen für die Tarifverhandlung hat die GDL bereits Ende Juni bekannt gegeben. So fordern sie unter anderem mindestens 555 Euro mehr pro Monat als auch eine Inflationsausgleichsprämie. Der Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen dürfte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor allem die Forderung nach einer Verringerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter sein.

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