In der Regel lieben Mütter ihre Kinder genau so wie sie sind – mit all ihren Ecken und Kanten. Geht es jedoch um das eigene Körperbild, dann wird den Kindern schon früh vorgeschrieben, wie sich zu kleiden und zu zeigen haben. Sätze wie: “Würdest du dich bitte noch mal umziehen? So willst du doch nicht losgehen!”, können Kinder somit schon früh prägen. Eine Studie fand diesbezüglich heraus, dass sich Kinder schon im Alter von sechs Jahren Gedanken über ihr Körperbild und ihr Aussehen machen – stark beeinflusst durch das eigene Elternhaus. 

Bewertungen das ganze Leben lang

Auch erwachsene Frauen bleiben vor der Kritik ihrer Mütter nicht verschont und ertragen diese meist stumm – ohne sich zu verteidigen. Doch woher kommen diese Bewertungen & wie wirken sie sich auf das das Selbstwertgefühl der Frauen aus?

Das Körperbild langfristig beeinflussen

Wie deine Mutter sich kleidet und wie zufrieden sie mit ihrem eigenen Körper ist, wirkt sich auch auf deine Wahrnehmung zu dir selbst aus, denn solange du klein warst, war deine Mutter stets die erste Ansprechpartnerin. Ob bei Fragen rund um deinen Style, deine Ernährung oder dein Körperbild, deine Mutter stand dir mit Rat und Tat zur Seite. 

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Deine Mutter hat meist schon früh ihre Vorstellung von Schönheitan an dich weitergegeben(Photo: Stock-Studio/Shutterstock)

Dabei hat sie, ob bewusst oder unbewusst, dein Aussehen bewertet und kritisiert – gemessen an ihren eigenen Schönheitsidealen. Waren diese geprägt durch schlanke Körperbilder, dann werden dich diese Vorstellungen ebenfalls beeinflusst haben – und besonders dein Essverhalten. Denn eine schlanke Figur setzt eine gesunde Ernährung und gegebenenfalls eine Diät voraus.

Zu viel Kritik kann zu Magersucht oder Bulimie führen 

Die richtige Ernährung ist wichtig und fördert einen gesunden Lebensstil. Das bedeutet jedoch nicht, dass ungesunde Gerichte vollkommen aus dem Speiseplan gestrichen werden müssen. Zumindest dann nicht, wenn du eine gesunde Lebensweise bevorzugst.

Wenn du dahingehend das Idealbild eines Models anstrebst, sieht das ganze schon etwas anders aus. Kritisiert deine Mutter dein Essverhalten oder dein Körperbild, dann kann das langfristig zu Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie führen. 

Ein Studie fand heraus, dass Mütter, die mit ihrem eigenen Gewicht unzufrieden sind, auch das ihrer Kinder überwachen – mit einer unbeschwerten Kindheit hat das nicht mehr viel zu tun.

Na, hast du während Corona zugenommen?

Die Bewertung des Aussehens ist für viele Frauen ein Problem, denn hierbei geht es nicht mehr nur die eigenen Bedürfnisse oder Gefühle, sondern lediglich um die Begutachtung des Körpers. Für viele Frauen ein schmerzhaftes Gefühl. Es entsteht der Eindruck, dass der Körper eine ewige Baustelle ist, die stets noch verkleinert, verändert oder verschönert werden müsste – und irgendwie nie wirklich fertig ist. 

Diese Wahrnehmung überträgt sich häufig auch auf das Selbstbewusstsein. Die Vorstellung, nie gut genug zu sein, strebt viele junge Frauen an, noch mehr Sport zu machen und noch weniger zu Essen – bis zum perfekten Körperbild. Diese Verhaltensweise führt bei Frauen häufig zu einer verzerrten Wahrnehmung.

Dabei sollten sich Mütter vielmehr auf andere Kriterien konzentrieren und die Bedürfnisse, Interessen oder Sorgen ihrer Töchter den Vordergrund rücken. Denn auch, wenn statt Kritik Komplimente ausgesprochen werden, würde dies ebenfalls das Gefühl von Beobachtung und Bewertung herbeiführen.

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Körperbild: Nicht jede Mama kritisiert das Aussehen ihrer Tochter

Ein Hinweis deiner Mutter ein anderes Kleid anzuziehen oder nächstes Mal einen Salat vorzuziehen, bedeutet zwar noch nicht direkt, dass dich diese Kritik langfristig prägen wird, jedoch sollte jede Bewertung des Aussehens im Rahmen des ‚Normalen‘ bleiben und dem Kind stets genügend Freiraum zur eigenen Entfaltung gelassen werden – und das bezieht sich ebenfalls auf das eigene Aussehen.

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