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Die Welthungerhilfe möchte das Problem des weltweiten Hungers bis 2030 beseitigen. (Photo: Welthungerhilfe)

Coronavirus: Welthunger steigt rapide durch Pandemie

Anlässlich der “Woche der Welthungerhilfe” gibt es einen neuen Welthunger-Index. Inwiefern Corona den Kampf gegen die Unterernährung beeinflusst, erfährst du hier.

Jedes Jahr im Oktober findet die “Woche der Welthungerhilfe” und der Welternährungstag statt. Seit 53 Jahren kämpft die Organisation gegen den Welthunger an. Die Welthungerhilfe hat ein oberstes Ziel: Zero Hunger bis 2030. Doch dann kam Corona und machte einen Strich durch die Rechnung.

Ob wirklich mehr Menschen auf der Welt durch Corona hungern müssen und ob das Ziel bis 2030 wirklich nicht erreicht werden kann, erfährst du hier.

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Durch Corona wird der Welthunger drastisch steigen.(Photo: Natalia Jidovanu/Welthungerhilfe)

Was ist die Welthungerhilfe?

Die, 1962 gegründete Welthungerhilfe e.V. ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Die Schirmherrschaft dieser Organisation übernimmt immer der aktuelle Bundespräsident. Die Welthungerhilfe hat ein klares Ziel vor Augen: „Zero Hunger wherever we work by 2030“. Sie sind in 36 Ländern tätig wollen damit wollen das Problem des weltweiten Hungers nachhaltig lösen. In Zukunft sollen alle Menschen frei von Hunger und Armut leben können.

Zero Hunger wherever we work by 2030 – Die Welthungerhilfe

Welthunger-Index: So wird er berechnet

Der Welthunger-Index (WHI) erscheint jedes Jahr und beleuchtet dabei die Ernährungslage in 107 Ländern. Er zeigt also die weltweite Entwicklung von Hunger und Unterernährung der verschiedenen Regionen auf. 

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Der Welthunger ist vor allem in Afrika deutlich zu erkennen.(Photo: Welthungerhilfe)

Das Erschreckende: Heute gibt es 14 Länder, die einen höheren Hungerwert als im Jahr 2012 aufweisen. 

Darunter befinden sich vor allem Länder wie Kenia, Venezuela und Madagaskar. Besonders betroffen ist also Afrika. Das eine Pandemie wie das Coronavirus eine solche Lage verschärfen würde, ist klar. 

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Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien leiden Menschen an Unterernährung.(Photo: Welthungerhilfe)

Corona verschärft den Welthunger

Auch vor Corona wurde der Welthunger durch andere Einflüsse wie Klimawandel, Ungleichheit, ständige Konflikte und Vertreibung maßgeblich verschärft. Derzeit leiden über 690 Millionen Menschen weltweit an Unterernährung. Besonders in Afrika war Hunger schon vor COVID-19 mehr als alarmierend. Laut Statistik sterben viele Kinder dort bereits vor ihrem 5. Lebensjahr.

Durch das Coronavirus drohten selbst in Deutschland einige Konsumgüter für kurze Zeit knapp zu werden, viele Läden konnten nicht öffnen und auch die Landwirtschaft konnte nicht mehr richtig arbeiten. Da ist klar, dass in den ohnehin armen und hungrigen Ländern die Pandemie rasant einen draufschlägt. Demnach wird der Hunger drastisch verschärft und das Ziel “Kein Hunger bis 2030” rückt weiter in die Ferne. Frau Simone Pott von der Welthungerhilfe macht deutlich: “Die Welt ist nicht auf Kurs, den Hunger bis 2030 zu besiegen.”

Die Welt ist nicht auf Kurs, den Hunger bis 2030 zu besiegen. –Simone Pott

Des Weiteren klärt die Welthungerhilfe auf: “Wir brauchen eine Ausweitung der sozialen Sicherungssysteme in den betroffenen Ländern, damit sich Armut und Hunger nicht weiter verschärfen. Außerdem müssen wir unsere Ernährungssysteme so verändern, dass sie gerechter und widerstandsfähiger sind.”

Wenn wir also so weitermachen wie bisher, werden es, laut der Welthungerhilfe, 37 Länder bis 2030 nicht schaffen ihr Hungerniveau zu sinken. Eine schockierende Zahl, die uns alle alarmiert. 

Wie die Planetary Health Diet dabei helfen kann, den Welthunger zu stoppen und den Klimawandel einzudämmen erfährst du hier.


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