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So bringst du deinem Welpen die Beißhemmung bei

Für Welpen ist es besonders wichtig, die Beißhemmung zu lernen. Wir zeigen dir, wie das funktioniert.

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Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen oder du hast ein süßes Video im Internet gesehen: Welpen lieben es, alles anzuknabbern und in alles hineinzubeißen. Dies liegt unter anderem an dem Fakt, dass sie oral ihre Welt erkunden – wie auch Babys in den ersten paar Monaten und Jahren. Umso wichtiger ist es aber, die sogenannte Beißhemmung dem Welpen beizubringen, damit er nicht sein ganzes Leben beißend durch die Weltgeschichte turnt. Wir zeigen dir deshalb, wie du Beißhemmung trainieren kannst.

Anika ist selbst Hundemama.

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

Beißhemmung beim Welpen: Wieso ist es so wichtig, diese zu erlernen?

Die Beißhemmung – die Fähigkeit, die Stärke des eigenen Bisses zu kontrollieren – ist bei den Vierbeinern nicht angeboren, sondern kann ungefähr zwischen der 04. und 16. Lebenswoche erlernt werden. Dies tun sie meistens schon von allein und spielerisch, wenn sie mit ihren Geschwistern herumtollen. Wer zu doll zubeißt, wird zurechtgewiesen – und genau das solltest du als Besitzer:in auch so früh wie möglich einführen.

Hund knabbert an Ball
Die Beißhemmung beim Welpen muss unbedingt trainiert werden. Foto: Inna Vlasova – stock.adobe.com

Denn dein Welpe muss nicht nur lernen, dass er gegenüber Artgenossen den Biss kontrollieren muss, sondern auch dir gegenüber, damit du, wenn dein Hund erstmal ausgewachsen ist, nicht Schaden durch deinen Vierbeiner nehmen kannst. In Fachkreisen nennt man dies auch „soft mouth“, also „sanftes Maul“. So ist es in diesem Sinne deine Aufgabe, dem Welpen klare Grenzen zu setzen, damit er lernen kann, wo die menschliche Schmerzgrenze liegt.

Lernt der Welpe die Beißhemmung nicht so früh wie möglich, ist es ziemlich schwierig und mühsam, ihm diese noch beizubringen. Training bedeutet in diesem Sinne übrigens nicht nur, wie stark er zubeißen darf und soll, sondern auch, woran er knappern darf und welche Körperteile und Gegenstände absolut tabu sind.

Mit diesen Tipps bringst du deinem Welpen die Beißhemmung bei

Nachdem du nun weißt, wie wichtig die Beißhemmung beim Welpen ist, wollen wir dir ein paar Tricks und Tipps mit auf den Weg geben, die dir dabei helfen werden, deinem Welpen beizubringen, den „soft mouth“ einzusetzen:

  • Ist dein Welpe im Spiel zu wild geworden und hat zu fest zugebissen, solltest du das Spiel sofort abbrechen und den Raum verlassen. So lernt dein kleiner Vierbeiner, dass das Spiel zu Ende ist, wenn er seine Zähne eingesetzt hat.
  • Es kann auch helfen, wenn du laut aufquiekst: Dies erinnert deinen Welpen an seine Artgenossen, die genau diese Geräusche von sich geben, wenn ihnen etwas zu viel ist.
  • Außerdem ist es hilfreich, ein körperliches und verbales Signal einzuführen, welches dein Hund mit dem Unterlassen des Beißens verbindet. Manche Menschen nutzen auch den Schnauzgriff, so wie es auch die Hundemutter beim Welpen anwendet, wenn er eine Grenzüberschreitung begangen hat.
  • Wenn dein Hund zu wild geworden ist und sich gar nicht mehr einbekommt, hat es vielen Menschen (mir inklusive) auch schon geholfen, wenn sie ihren Hund zum „abkühlen“ ein paar Sekunden allein in ein Zimmer bringen und dort die Tür schließen. Auch das signalisiert einen Abbruch des Spiels. Einsperren und ihn zu lange im Zimmer allein lassen, solltest du ihn aber auf keinen Fall.

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