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Straßenhund aus dem Ausland retten: Das musst du wissen

Am liebsten würdest du den armen Vierbeiner einfach mitnehmen. Doch um einen Straßenhund zu adoptieren, müssen einige Bedingungen erfüllt sein.

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Im Urlaub machen wir viele tolle Ausflüge, sehen wunderschöne Strände und besuchen faszinierende Sehenswürdigkeiten. Die Kehrseite der Medaille: das Leid der Straßenhunde. In vielen südlichen Urlaubsländern wie der Türkei, Griechenland oder auch Italien leben zahlreiche Hunde auf der Straße. Stets auf der Suche nach Futter sowie Schutz vor Hitze und Waldbränden. Das geht uns unter die Haut, sodass wir am liebsten alle Klamotten aus dem Koffer schmeißen würden, um einen Hund zu retten und aus dem Ausland einfach mitzunehmen. Geht das wirklich so einfach?

Hund aus dem Ausland retten: Infos & Tipps rund um die Adoption

Die Aufnahme von Straßenhunden aus dem Ausland kann eine wunderbare Möglichkeit sein, einem bedürftigen Tier ein neues Zuhause zu geben. Natürlich darfst du den Vierbeiner nicht einfach zwischen deinen Badesachen im Flieger nach Deutschland schmuggeln. Damit die Adoption für dich als auch für deinen Hund erfolgreich verläuft, solltest du dich vorher umfassend informieren.

Hund läuft geduckt über einen Steg.
Wer einen Hund aus dem Ausland retten möchte, braucht viel Geduld und Zeit. Foto: Евгения Глинская via stock.adobecom

Wo kann ich einen Straßenhund adoptieren?

Zahlreiche Tierschutzvereine haben es sich zur Aufgabe gemacht, Zwei- und Vierbeiner zusammenzubringen, indem Straßenhunde in deutsche Tierheime gebracht und hierzulande vermittelt werden. Wenn du einen Hund retten möchtest, der aus dem Ausland kommt, erkundige dich zuerst beim örtlichen Tierheim, empfiehlt die Tierschutzorganisation PETA. So kannst du dir sicher sein, dass die Vermittlung seriös abläuft.

Woran erkenne ich eine seriöse Vermittlung?

Gleichzeitig warnt die Organisation vor unseriösen Vereinen, die sich eine goldene Nase damit verdienen, Hunde aus dem Ausland zu „retten“. Bekommst du keine transparenten Informationen zu der Herkunft und zum Gesundheitszustand des Hundes, solltest du hellhörig werden. Oft werden dir gar keine oder gefälschte Unterlagen ausgehändigt und du wirst dazu gedrängt, den Adoptionsvertrag zügig zu unterschreiben. Wenn du dir unsicher bist, frage im örtlichen Tierheim um Hilfe.

Hund in Transporttasche
Den Hund einfach in die Reisetasche zu stecken, kann zur Straftat werden. Foto: Masarik – stock.adobe.com

Kann ich einen Hund aus dem Ausland mitnehmen?

Hast du dich im Urlaub in einen Straßenhund verliebt und möchtest ihn auf der Stelle mitnehmen? PETA rät dazu, mit einem Tierheim, einer Tierarztpraxis oder einem Tierschutzverein vor Ort in Kontakt zu treten. Gemeinsam könnt ihr die legale Ausreise der Fellnase planen. Leider kannst du den Hund meist nicht direkt mitnehmen.

Die Regelungen für Hunde aus dem Ausland sind in Deutschland sehr streng, um zu verhindern, dass Krankheiten eingeschleppt werden. Das heißt: Bevor du den Vierbeiner mitnehmen kannst, muss er in seinem Herkunftsland tierärztlich untersucht werden. Er bekommt eine Tollwutimpfung und wird für die Einreise vorbereitet.

Welche Bedingungen gelten, wenn ich einen Hund aus dem Ausland retten möchte?

Wenn du einen Hund aus dem Ausland retten möchtest, ohne ihn vorher in eine Tierarztpraxis zu bringen, machst du dich sogar strafbar. Damit du auf der sicheren Seite bist, hilft dir diese Checkliste.

  • Der Hund hat einen EU-Heimtierausweis und ist gechippt.
  • Der Hund ist älter als 15 Wochen.
  • Der Hund ist gegen Tollwut geimpft.

Zudem solltest du prüfen, um welche Rasse es sich bei dem Straßenhund handelt. Nicht alle Hunderassen dürfen nach Deutschland eingeführt werden.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um einen Hund aus dem Ausland zu retten?

Natürlich gilt es sicherzustellen, dass du genug Zeit für deinen neuen tierischen Mitbewohner hast. Auch eine finanzielle Sicherheit sollte gegeben sein, um für Futter, Tierarztkosten und Equipment aufzukommen. Außerdem solltest du dir am Anfang viel Zeit nehmen, sodass sich der Hund an dich und seine neue Umgebung gewöhnen kann. Gestalte deinen Haushalt hundefreundlich und entferne alle potentiellen Gefahrenquellen.

5 Schritte – so läuft die Adoption eines Straßenhundes ab

Bist du nun gut informiert und gewappnet für deinen neuen pelzigen Begleiter? Dann kannst du nun mit dem Adoptionsprozess und den Hund aus dem Ausland retten. Wende dich dazu entweder an ein Tierheim in deiner Nähe oder an einen Tierschutzverein. Für den ganzen Prozess solltest du ca. 4-6 Wochen Zeit einplanen.

  1. Bewerbung: Bei den meisten Vereine verlangen eine ausgefüllte Selbstauskunft, mit der du dich für einen Straßenhund bewerben kannst.
  2. Kontaktaufnahme: Nachdem deine eingesendete Selbstauskunft gesichtet wurde, setzt sich die Organisation mit dir in Verbindung, um offene Fragen zu klären. In einem persönlichen Telefonat besprecht ihr dann alle weiteren Details.
  3. Hausbesuch: Einige Vereine halten es sich vor, dich zu Hause zu besuchen. So soll sichergestellt werden, dass deine Lebensumstände mit einem Hund zusammenpassen und eine artgerechte Haltung möglich ist.
  4. Kosten & Vertrag: Wie auch bei einem Hund aus dem Tierheim, fällt bei einem Straßenhund aus dem Ausland eine Schutzgebühr zwischen 70 und 450€ an. Im selben Schritt wird auch der Schutzvertrag unterzeichnet. Dort findest du alle wichtigen Informationen rund um die Adoption des Hundes.
  5. Einreise nach Deutschland: Jetzt steht der Reise nichts mehr im Weg! Mit dem Flugzeug oder mit dem Auto wird dein Vierbeiner nun nach Deutschland gebracht und auf dem Weg von Tierschützenden begleitet. Wo genau du deinen neuen Hund abholen kannst, ist von Verein zu Verein unterschiedlich.

Sind Straßenhunde wirklich traumatisiert?

Oft wird behauptet, Straßenhunde seien traumatisiert, aggressiv, ängstlich oder scheu. Manche von ihnen haben keine Erfahrungen mit Menschen und brauchen einfach etwas Zeit, um sich an uns zu gewöhnen. Die seelischen Wunden der Vierbeiner können wir mit viel Geduld, Liebe, Fürsorge und Aufmerksamkeit wieder heilen. Auch ein Verhaltenstraining oder eine Therapie können euch dabei helfen. Du wirst sehen: Tag für Tag baut dein Pelzfreund Vertrauen zu dir auf und ihr wachst zu einem starken Team zusammen.

Dieser Artikel wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.