Die Quarantäne wird gelockert, der Sommer steht vor der Tür. Endlich raus aus der Jogginghose, rein in die neuen, stylishen Outfits und ab in die Sonne. Diesen Sommer sind neben Blumenmustern, Puffärmeln und Plisseekleidern auch Hosen, Jacken, Hemden und Kleider aus Leder angesagt.

Dabei ist Leder alles andere als trendy. Im Jahr sterben für Leder eine Milliarde Tiere, die Kleidungsstücke werden häufig mit Chemikalien behandelt und verursachen Hautausschläge. Damit der Style ohne schlechtes Gewissen tragbar ist, haben wir die besten veganen Leder-Alternativen für dich gesammelt. 

Ledertasche Lederjacke
Kunstleder ist die beliebteste Leder-Alternative. (Photo: Volodymyr Zakharov)

1. Kunstleder

Kunstleder ersetzt das typische Leder-Feeling einfach am besten. Robust und einfach zu reinigen, gilt es als die beliebteste Leder-Alternative. Obwohl es so häufig eingesetzt wird, hat es einige Nachteile. Weil Kunstleder, wie alle Kunststoffe auf Erdöl basiert, ist es nicht biologisch abbaubar. Zur schwierigen Entsorgung kommen Weichmacher hinzu, die auf der Haut Allergien hervorrufen können. Es gibt bessere Alternativen.

2. Ananasleder

Relativ neu in der Lederwelt ist Ananasleder. Im Vergleich zu anderen veganen Alternativen ist es sehr teuer, dafür wird es aus den Fasern der Ananaspalmenblätter hergestellt und ist damit als Nebenprodukt sehr umweltfreundlich. Genutzt wird es vor allem für Schuhe, Accessoires, Taschen und Möbel.

Aus Korkleder werden stylishe Turnbeutel.

3. Korkleder

Diese vegane Lederalternative wurde eigentlich als Bodenbelag eingesetzt, nun werden aus dem Material auch Taschen und Jacken hergestellt. Korkleder ist besonders weich und leicht, aber trotzdem robust. An kühlen Abenden wärmen Kleidungsstücke aus Kork, an heißeren Tagen nutzt du einfach die atmungsaktiven Eigenschaften aus. 

Ein weiterer Pluspunkt: Korkleder stammt von der Rinde der Korkeiche. Geschält binden Korkeichen viermal mehr Kohlenstoffdioxid und müssen dafür nicht gefällt werden. Definitiv eine umweltfreundlichere Alternative zu Kunstleder.

4. Teakleder

Teakleder ist vor allem für Fashion-Liebhaber geeignet, die Wert auf Individualität legen. Durch die einzigartigen Abdrücke der Teakblätter ist jedes Teil ein Unikat. Durch eine spezielle Versiegelung wird das Leder robust und sogar wasserabweisend. 

Frau Strickkleid Strand
Strickkleider funktionieren mit etwas weniger Transparenz auch im Alltag.(Photo: Nuture)

5. Häkel- und Strickkleidung

Es muss nicht unbedingt Leder sein. Wenn du kein Fan des Leder-Looks bist, haben wir eine gute Nachricht für dich. Auch gehäkelte Outfits und Strick sind diesen Sommer in. Der Hippie-Look ist absolut straßentauglich und dazu natürlich vegan, nachhaltig und ökologisch. Wer das alte Handwerk noch selber beherrscht, darf sich ruhig selber trauen. So wird auch ausgeschlossen, dass beispielsweise bei Klebern nicht-vegane Materialien zum Einsatz kommen.

Hanf Kleidung Schild Organic
Hanf ist in der Mode längst angekommen.(Photo: shutterstock/ B.Forenius)

6. Hanf

Vor allem Hanf ist mittlerweile ein alter Hut der nachhaltigen Mode. Hanffasern gelten als besonders reißfest und sind damit ideal für Kleidung, wie Shirts, Pullover und Socken. Auch wer eine empfindliche Haut hat, sollte auf jeden Fall zu Hanf greifen.

Nachhaltigkeit liegt im Trend

Die Gratwanderung zwischen Nachhaltigkeit und Öko-Look muss nicht schwierig sein. Viele Marken arbeiten mit veganem Leder und setzen dabei auf faire Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit. Dabei kommen auch die Designs nicht zu kurz. Diese nachhaltigen Sneaker-Labels produzieren richtig stylishe Exemplare. Auch Sportmode-Marken und Jeans-Hersteller schließen sich an. 

Wenn du eher auf den Vintage-Look stehst, gefallen dir vielleicht diese 5 Online Second Hand Shops.