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In den Urlaub fliegen: Gelten Hunde als Handgepäck?

Der Flughafen ist völlig überfüllt und du hast Angst, dass dein Hund aufgrund dessen nicht mit ins Flugzeug darf? Wir klären auf, wie die Sachlage in dieser Situation steht.

Hund überfüllter Flughafen
Angst vor überfüllten Flughäfen und dem Fakt, dass dein Hund vielleicht nicht mehr mit ins Flugzeug darf? Wir klären auf. Foto: Getty Images/ Jenny Elia Pfeiffer

In den Nachrichten hört man aktuell, viel von überfüllten Flughäfen. So stehen Passagier:innen stundenlang am Check-in-Schalter oder an der Sicherheitsschlange. Gerade wenn man Urlaub mit seinem Hund plant, kann das für den tierischen Begleiter eine Menge Stress bedeuten. Nicht auszumalen, was passiert, wenn der Hund aufgrund der Überfüllung nicht mit ins Flugzeug darf. Doch kann dieser Fall wirklich eintreten? Wir wissen mehr!

Überfüllter Flughafen: Das musst du mit Hund wissen

Das Fliegen ist nicht nur eine Herausforderung für uns Menschen, sondern auch purer Stress für Vierbeiner, die die aufgewühlte Stimmung ihrer Besitzer:innen natürlich aufnehmen und sich durch diese verunsichert fühlen. Aufgrund dessen solltest du dich vorher schlaumachen, was im Flieger bezüglich deines Hundes erlaubt ist und was nicht.

Hunde müssen für einen Flug angemeldet sein, genauso wie die Menschen auch. Meistens darf nur eine begrenzte Anzahl von Tieren mit an Bord – eine Anmeldung ist also ein absolutes Muss, damit du deinen Hund auf einem überfüllten Flughafen nicht zurücklassen musst. Die Voraussetzungen für eine Mitnahme sind jedoch von Airline zu Airline verschieden. Die Preise für das Fliegen mit Hund richten sich je nach Größe des Hundes, der betreffenden Flugzone und der Art der Mitnahme.

Gut zu wissen: Blinden- oder Behinderten-Begleithunde (Assistenzhunde) dürfen meist kostenlos in der Kabine mitfliegen, damit sie ihrem Menschen die nötige Hilfe leisten können, die er braucht.

Hund als Handgepäck
Wer seinen Hund an überfüllten Flughäfen nicht aus den Augen lassen will, tut gut daran, ihn als Handgepäck mitzunehmen, falls seine Größe dies zulässt. Foto: Masarik / shutterstock

Gelten Hunde als Handgepäck?

Meistens haben wir einen kleinen Koffer oder einen Rucksack als Handgepäck bei, wenn es um Flugreisen geht. Doch auch kleine Hunde können als Handgepäck fungieren! „Das Fliegen mit Hund in der Kabine ist in der Regel mit einem Gewicht bis acht Kilogramm möglich„, so die Deutsche Rechtsschutz Versicherung AG (DEURAG).

Die Größe der Transportbox- oder -tasche muss sich aber in den geltenden Handgepäcksbestimmungen der jeweiligen Airline befinden. Außerdem gilt, dass das Transportbehältnis des Vierbeiners luftdurchlässig und wasserdicht ist. Wenn du davon ausgehst, dass du während des Flugs mit deinem Hund kuscheln kannst, müssen wir dich leider enttäuschen: Er muss die gesamte Flugdauer in seiner Box/Tasche bleiben und unter dem Vordersitz im Fußraum positioniert werden – wie ein normales Handgepäck eben.

Überfüllter Flughafen: Müssen Hunde im Frachtraum bleiben?

Die Kabine ist extrem voll, der Flug ausgebucht, der Flughafen überfüllt und die Angst, dass du deinen Hund zurücklassen musst, steigt? Für einige Hunderassen ist der Frachtraum hier die Lösung. Denn größere und schwerere Hunde dürfen nicht in die Kabine, wodurch eine Transportation in speziellen Flugboxen im Frachtraum nötig ist.

trauriger Golden Retriever
Auch in überfüllten Flughäfen müssen große Hunde in den Frachtraum. Foto: Kraeva Olga / shutterstock

Der Hund gilt also als Frachtgut und muss dementsprechend als Sperrgepäck angemeldet werden. „Die Hundebox sollte eine gute Luftzirkulation gewährleisten und außerdem bissfest, wasserundurchlässig und fest verschließbar sein. Die Transportbox muss aus Metall, Holz oder Hartplastik gefertigt sein und Biegedruck standhalten können“, so die DEURAG.

Laut der International Air Transport Association (IATA) muss die Hundebox zudem so groß sein, dass der Vierbeiner sich ohne Probleme drehen und in natürlicher Haltung liegen sowie aufrecht stehen kann.

Diese Hunde dürfen nicht mit in den Flieger

Es ist unheimlich wichtig zu wissen, welche Rassen überhaupt fliegen dürfen und welche nicht, damit an einem überfüllten Flughafen nicht die große Panik beim Boarding oder beim Sicherheitscheck ausbricht.

Einige Rassen sollten auch aus gesundheitlichen Gründen nicht fliegen. So zum Beispiel Boxer, Französische Bulldoggen, Pekinesen und Shih Tzus. Diese Vierbeiner haben aufgrund ihrer platten oder stumpfen Nasen Probleme damit, Luft zu bekommen, was durch den Druck im Flugzeug nur noch schlimmer wird.

Hund stupst Spielzeugflugzeug an
Ob überfüllter Flughafen oder nicht: Manche Hunde sollten einem echten Flugzeug fernbleiben. Foto: Iryna Kalamurza / shutterstock

Es gibt aber auch Hunderassen, die von Airlines schlicht und einfach verboten werden. Dazu zählen die sogenannten „Kampfhunde“. Diese wurden beispielsweise nach den deutschen Rasselisten als gefährlich eingestuft. Dazu gehören unter anderem Pitbull Terrier oder Bullterrier. Informiere dich hierzu einfach bei deiner Airline!

Musst du Angst haben, dass dein Hund auf einem überfüllten Flughafen nicht mitkommen kann?

Im Grunde genommen kann man die obenstehende Frage mit „Nein“ beantworten. Denn wenn du auf bestimmte Dinge achtest, wirst du deinen Hund ganz bestimmt mit ins Flugzeug nehmen können. Melde ihn einfach rechtzeitig an, kümmere dich um die Transportart (Stichwort Sperrgut) oder informiere dich, ob dein Hund aufgrund seiner Rasse die Flugreise antreten kann.

Die DEURAG hat außerdem noch einen Tipp, wie es gar nicht erst zu stark überfüllten Flughäfen und damit zu dem „Hundeproblem“ kommen kann: „Flüge an Wochentagen sind meist weniger stark gebucht, wodurch für Hund und Herrchen/Frauchen der Stressfaktor am Flughafen und im Flieger reduziert wird und lange Wartezeiten entfallen.“

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