Wir haben Uhren, Smartphones und auch ein lange entwickeltes Gefühl dafür, wie spät es ist und sind bei manchen Terminen und Events regelrecht an die Zeit gebunden. Doch kann unser Vierbeiner auch etwas mit dem Phänomen Zeit anfangen? Haben Hunde ein Zeitgefühl? Wir gehen dieser Frage auf den Grund und wissen, wie anders sich das Vergehen von Zeit bei unseren Vierbeinern manifestiert.

4 Fakten zur Frage „Haben Hunde ein Zeitgefühl?“

Wenn dein Hund pünktlich um 15 Uhr an der Tür kratzt und dir damit sagt, dass es, wie jeden Tag, Gassizeit ist, hast du dich sicher schon gewundert, ob dein Vierbeiner die Uhr lesen kann oder genau weiß, wie spät es ist. An diesem Fakt ist etwas dran, allerdings weiß dein Hund in diesem Zusammenhang nicht die Zeit, sondern deine (und damit auch seine) tägliche Routine.

Doch wie genau verhält es sich mit dem Zeitgefühl bei Hunden? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir die wichtigsten Fakten im Überblick für dich zusammengestellt, die für dich sicherlich ein wenig Licht ins Dunkle bringen.

wartender Hund
Haben Hunde ein Zeitgefühl? Dieser Frage gehen wir nun auf den Grund. Foto: FooTToo / getty images via canva

1. Der Biorhythmus

Wie auch wir besitzen Hunde einen Biorhythmus, welcher ihnen den ungefähren Tagesablauf vorgibt. Durch diesen weiß dein Vierbeiner, zu welcher Zeit er aktiv werden kann (und soll), wann Schlafenszeit ist und zu welcher Uhrzeit er Nahrung zu sich nehmen möchte. Kein Wunder also, dass dein Hund jeden Tag um die gleiche Zeit meckert, warum es denn noch kein Abendessen gab!

2. Die Routine des Menschen

Wie schon zuvor erwähnt, weiß dein Hund deine eigene Routine in- und auswendig. Er spielt sich perfekt auf dich ein und kennt seine täglichen Rituale, auf welche er auch besteht. Je zuverlässiger du als Besitzer:in die immer gleichen Abläufe Tag für Tag wiederholst, desto präziser weiß dein tierischer Freund, was als Nächstes auf der Agenda des Tages steht.

3. Stand der Sonne

Dein Hund orientiert sich aber nicht nur an dir, sondern auch am Stand der Sonne und den gegebenen Lichtverhältnissen. Diese werden dann mit deiner Routine abgeglichen und daraus werden dann logische Fixpunkte des Tages gezogen. Dein Hund kann in diesem Sinne sogar bestimmte Geschehnisse vorhersagen!

Hund Sonne
Hunde können die Zeit auch am Stand der Sonne messen. Foto: Katarina Radonic / getty images via canva

4. Geruchssinn

Auch der gute und ausgeprägte Geruchssinn deines Vierbeiners trägt dazu bei, die Zeit besser einordnen zu können. Der ständig sich verändernde Geruch der Umgebung kann auch auf Veränderungen der Situation hinweisen. Wenn du also am Morgen das Haus verlässt, nimmst du auch deinen Duft mit dir mit, welcher nun nicht mehr so intensiv in der Nase deines Hundes ist wie zuvor. Er weiß also: Du bist erst einmal für den Tag weg und er kann zu Hause auf dich warten.

Übrigens: Irgendwann hat die Abnahme deines Duftes einen bestimmten Stand erreicht, der deinem Vierbeiner verrät, dass du bald wiederkommst! Er wird sich also schon bereit dazu machen, dich zu Hause zu begrüßen.

Die Antwort auf die Frage „Haben Hunde ein Zeitgefühl?“

Um die Frage mit einem Wort zu beantworten: ja. Hunde haben definitiv ein Zeitgefühl, auch wenn sich dieses anders zeigt oder manifestiert wird als bei uns Menschen. Die Vierbeiner haben eine für sich eigene Methode entwickelt, um im wahrsten Sinne des Wortes mit der Zeit zu gehen. So orientieren sie sich nicht nur an den Tages- und Nachtzeiten, sondern auch an den Menschen, für welche Zeit eine große Rolle in ihrem Leben spielt.

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