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Tipps für mehr Selbstliebe: Warum gerade alle auf „Millennial Therapist“ Sara Kuburic hören

Besonders die junge Generation schenkt sich zu wenig Selbstliebe. Sara Kuburic will das auf ihrem Instagram-Account „Millennial Therapist“ ändern und begeistert damit Hunderttausende. Deswegen ist sie die Woche unsere Weekly Heroine.

Millennial Therapist: Die Psychotherapeutin Sara Kuburic gibt ihren Follower:innen auf Instagram jede Menge Lebenstipps. Foto: Sara Kuburic

Die neusten Zahlen sind erschreckend. Laut einer Umfrage haben wünschten sich 60 Prozent der Frauen weltweit, sie hätten mehr Respekt für sich selbst. Auch hierzulande zeichnen die Ergebnisse der BodyShop-Studie einen besorgniserregenden Trend: Nur 56 Prozent der Deutschen empfinden Selbstliebe. Genau an diesem Punkt setzt Sara Kuburic an.

Die Psychotherapeutin ist vor allem durch ihren Instagram-Account Millennial Therapist bekannt. Fast eine 800.000 Follower:innen hat die 28-Jährige bereits. Mit ihren Postings zur mentalen Gesundheit hat sich vor allem bei Millennials einen Nerv getroffen. Besonders Themen wie Mindfulness und Selfcare finden bei ihnen großen Anklang. 

In dieser Woche haben wir von wmn.de sie deswegen zu unserer Heldin der Woche, der Weekly Heroine, gekürt. Damit wollen wir auf Frauen aufmerksam machen, die uns inspirieren, ihren eigenen Weg gehen und andere Frauen empowern. Und all das verkörpert Sara Kuburic für uns.

Sara Kuburic – kurz & knackig

  • Die Kanadierin mit serbischen Wurzeln kommt aus Vancouver, verbringt aber viel Zeit in Europa und im Nahen Osten
  • Sara ist Psychotherapeutin und ist spezialisiert auf die Arbeit mit Identitäts-, Trauma- und Beziehungsproblemen
  • Sie betreibt eine Online-Privatpraxis, promoviert derzeit in Wien und fokussiert sich auf die Arbeit mit Millennials, also diejenigen, die zwischen 1981 und 1995 geboren worden sind.
  • Auf Instagram postet sie fast täglich Tipps, Anleitungen oder Sprüche. Darunter Ratschläge für eine bessere Kommunikation, das Führen von gesunden Beziehungen und das Setzen von Grenzen.

Ein besseres Verständnis für den Menschen

„Psychotherapie war schon immer etwas, von dem ich angezogen gefühlt habe“ erzählt Sara im Gespräch mit dem Magazin lifegoalsmag.com. „Meine Erlebnisse – gerade das Aufwachsen auf dem Balkan nach den Kriegen – haben viele Fragen zur menschlichen Natur aufgeworfen. Ich wollte ein besseres Verständnis erlangen und verstehen, wie Leiden am besten gelindert werden können.“ 

Die 28-Jährige macht gerade ihren Doktor in Psychologie. Ihren Arbeitstag teilt sie auf zwischen der Forschung und Therapiesitzungen mit ihren Patienten – aber auch für die Pflege ihres Instagram-Kanals bleibt noch Zeit. 

Sara gibt Halt und bietet Lösungen

Sara nimmt die Millennials ernst und gibt ihnen Halt. Oft werden sie für ihre Probleme belächelt, haben mit Vorurteilen („verweichlicht“, „arbeitsscheu“, orientierungslos“) zu kämpfen. Dabei gibt es wohl kaum eine Generation, die vor so vielen Herausforderungen und unter solchem Druck gestanden hat, wie es die 22 bis 37-Jährigen tun.

„Viele Millennials haben wirklich damit zu kämpfen, die vielen Optionen für sich einzugrenzen“, erzählt sie im Interview mit welt.de. „Und sie haben niemanden, den sie nach Erfahrungen fragen können, weil die eigenen Eltern nie vor diesem Problem standen – zumindest nicht in diesem Ausmaß. Gleichzeitig fällt es vielen Millennials schwer, ihrer Intuition zu vertrauen.“ Die Psychotherapeutin zeigt Lösungen für sie auf und berät auch bei Depressionen und Panikattacken.

Ich glaube, dass Therapien und psychische Gesundheit langsam weniger stigmatisiert werden.

Sara Kuburic

Besonders wichtig ist Sara bei ihrer Arbeit, Psychotherapien zu enttabuisieren. „Ich glaube, dass Therapien und psychische Gesundheit langsam weniger stigmatisiert werden“, erklärt sie gegenüber lifegoalsmag.com.  „Es ist toll, dass Instagram bei dieser Bewegung hilft. Dadurch, dass man immer offener über psychische Gesundheit spricht, werden Therapien gefragter und zugänglicher.“

 

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Sara Kuburic, MA, CCC (@millennial.therapist) am Mai 10, 2020 um 7:23 PDT

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Grenzen setzen: Auch das ist ein wichtiger Bestandteil für eine gute menthale Gesundheit.

Viele Patient:innen und Follower:innen beschäftigen sich mit Selbstfindung, Achtsamkeit und der Balance. Sie fragen immer wieder, wie sie es schaffen sollen, alles unter einen Hut zu bringen. „Ein Leben zu führen, das wir lieben, ist ein fortlaufender Prozess. „, sagt sie dem lifegoalsmag.com.

„Mindfulness, also Achtsamkeit, ist eine Schlüsselkomponente für den Aufbau eines ausgeglichenen Lebens. Es ermöglicht uns,  Entscheidungen mit Bedacht zu treffen und hilft uns gleichzeitig, dankbar zu sein und uns zu erden.“

Sarah Kuburics 4 Tipps für mehr Selbstliebe

Angesichts der erschütternden Umfrage-Ergebnisse zum Thema Selbstliebe hat die Therapeutin eine Art Fahrplan für ihre Follwer:innen veröffentlicht, wie jeder und jede zu mehr Selbstliebe gelangen kann. Und den möchten wir dir natürlich nicht vorenthalten. Die wichtigsten Punkte sind:

  1. Sei neugierig. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, um diese Reise zu durchlaufen.

2. Sei geduldig und gnädig.

3. Sei dir der Menschen bewusst, mit denen du dich umgibst (fördern sie deine Selbstliebe?)

4. Verzeih dir die Fehler, die du auf deinem Weg machen wirst

Du willst wissen, welche Frauen ebenfalls zu Weekly Heroines gekürt wurden? Dann schau dir unsere Artikel zu Aminata Touré, Susi Groth oder Katharina von Heilen an!