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3 positive Eigenschaften, die eigentlich toxisch sind 

Toxische Eigenschaften sind nicht immer sofort erkennbar! Hier erfährst du, welche toxischen Eigenschaften gut getarnt sind.

Frau Blumen
© Pexels / Isadora Tricerri

Beziehung mit einem Narzissten: Eine schwierige Aufgabe

Narzissten kümmern sich vor allem um sich selbst. Eine gesunde Beziehung mit ihnen ist fast unmöglich.

Immer eine positive Einstellung haben und keine toxischen Verhaltensweise zeigen – im Idealfall wollen wir das alle. Toxic positivity ist jedoch in keinem Fall etwas Sinnvolles. Dennoch gibt es auch andere Eigenschaften, die eigentlich positiv wirken, aber im Endeffekt toxisch sein können. Hier erfährst du, welche das sind. 

Was sind eigentlich toxische Eigenschaften? 

Toxische Charaktereigenschaften beschreiben Verhaltensweisen oder Persönlichkeitsmerkmale von Menschen, die für andere schädlich sein können. Solche Verhaltensweisen können sich in verschiedenen Formen zeigen, wie beispielsweise Aggressivität, Dominanzverhalten, Manipulation, Egoismus und mangelnde Empathie. 

Menschen mit toxischen Charaktereigenschaften können in zwischenmenschlichen Beziehungen und Gruppensituationen oft Konflikte verursachen und das Wohlbefinden anderer beeinträchtigen. In manchen Fällen können diese Verhaltensweisen sogar zu emotionalen oder körperlichen Verletzungen führen. 

Es ist wichtig, toxische Charaktereigenschaften zu erkennen und ihnen angemessen zu begegnen, um Schäden zu vermeiden. Hierbei kann es helfen, klare Grenzen zu setzen, auf die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu achten und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. 

Aber was, wenn die toxischen Eigenschaften eigentlich als positive Eigenschaften getarnt sind? 

Diese 3 Eigenschaften sind eigentlich sehr toxisch 

Es gibt ein paar Eigenschaften, die zunächst positiv auf dich und andere wirken können. Jedoch können sich dahinter toxische Eigenschaften verbergen, die dir und anderen eventuell nicht guttun. 

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Toxische Eigenschaften sind nicht immer sofort erkennbar. Foto: Pexels / Anna Shvets

1. Emotionale Stärke oder doch unterdrückte Gefühle 

Die meisten zwischenmenschlichen Konflikte entstehen, weil jemand mit seinen ganzen Emotionen schwer umgehen kann. Gefühle wie Freude oder Überraschung werden klar als positiv bewertet. Angst und Ekel werden als menschlich gesehen und geduldet. Doch vermeintlich negative Gefühle wie Ärger und Wut sollten doch bitte unterdrückt werden. Das ist keinesfalls gesund. Nur wer auch negative Gefühle zeigen kann, ist emotional in seiner Mitte und stabil. 

2. Radikale Ehrlichkeit oder doch Mangel an Empathie 

Ehrlichkeit ist immer gut – oder? Eine radikale und ungefilterte Ehrlichkeit kann tatsächlich ziemlich verletzen. Wer seinem Gegenüber also einfach alles an den Kopf wirft, ohne zu überlegen, ob das gerade der richtige Zeitpunkt und Tonfall ist und eventuell sogar wenig hilfreich, dafür aber umso übergriffiger ist, der ist eher unsensibel. Ehrliche Menschen dürfen nicht die Rücksicht auf andere und deren Gefühlswelt aus dem Blick verlieren. 

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Manche Eigenschaften werden zunächst als positiv wahrgenommen. Foto: Pexels / Gary Barnes

3. Gewissenhaftigkeit oder doch Perfektionismus 

Immer alles unter Kontrolle zu haben und zu planen, das klingt nach einer ziemlich großen Stärke, oder? Dieses Organisationstalent kann jedoch in manchen Fällen gar nicht mal so gesund sein. Denn dahinter verbirgt sich oft ein Perfektionismus, der mit einem Kontrollzwang einhergeht. Das raubt nicht nur einem selbst die Flexibilität und Leichtigkeit, sondern nimmt auch den Menschen im Umfeld die Freiheit, Dinge so zu machen, wie sie es für richtig halten.   

Self aware oder doch schon toxisch?  

Wie du siehst, gibt es einige Eigenschaften, die eigentlich gar nicht so positiv sind, sondern toxische Muster beinhalten können. Solltest du diese bei dir oder anderen entdecken, ist es ratsam, dich selbst zu reflektieren und dir deiner Grenzen bewusst zu sein. Denn manchmal wollen wir anderen zwar etwas Gutes tun, richten damit aber umso mehr Schaden an.