Hast du dieses Jahr schon Rhabarber-Kuchen gegessen? Die Rhabarber-Saison ist aktuell auf Hochtouren, von März bis Ende Juni gibt es das sauer schmeckende Gemüse. Am meisten verarbeitet wird es tatsächlich zu Konfitüre oder Saft. Aber wie gesund ist Rhabarber eigentlich? 

Warum ist Rhabarber gesund? 

Rhabarber gilt als gesundes Gemüse. Nicht zuletzt, weil es sehr kalorienarm ist, so hat es nur 20 Kalorien pro 100 Gramm. Hinzu kommen ein hoher Kaliumgehalt sowie Calcium, Phosphor und Vitamin C. Gerade der Kaliumgehalt ist besonders förderlich, um einen normalen Blutdruck aufrecht zu erhalten und um den Säure-Base-Haushalt zu regulieren. Auch trägt er zur Kohlenhydratverwertung und Eiweißsynthese bei. 

Außerdem hat frischer Rhabarber unglaublich viele Antioxidantien. Diese wirken sich gut auf das Immunsystem aus und helfen dem Körper, sich vor freien radikalen zu schützen. 

Frau bestreicht Brot mit Marmelade
Auch als Konfitüre ist Rhabarber gut genießbar. Foto: Pexels / EKATERINA BOLOVTSOVA


Mineralstoffe von Rhabarber pro 100g: 

Kalium: 287 mg 

Calcium: 66 mg 

Phosphor: 22 mg 

Vitamin C: 10 mg 

Oxalsäure in den Stielen: 460 mg 

Oxalsäure: Obacht bei Menge und Zubereitung 

Der säuerliche Geschmack des Rhabarbers kommt durch den hohen Anteil an Apfel- Zitronen- und Oxalsäure im Rhabarber zustande. Oxalsäure ist in vielen Lebensmittel enthalten, so ist sie auch in Spinat, Himbeeren oder Erdbeeren zu finden. Sie behindert die Aufnahme wichtiger Mineralstoffe im Körper. Generell kann unser Körper Oxalsäure gut wieder ausscheiden und erst bei einer großen Zufuhr, ist die Säure schädlich. 

Die Oxalsäure befindet sich bei Rhabarber vor allem in den Blättern des Rhabarbers, weshalb diese als giftig und nicht essbar gelten. Auch in den Stielen ist der Gehalt der Oxalsäure mit 460 Milligramm pro 100 Gramm relativ hoch. Besonders Kinder und Personen, die an Nieren- oder Gallenerkrankungen sowie Gicht leiden, sollten besonders vorsichtig sein und Rhabarber am besten meiden. 

Für gesunde Erwachsene und Jugendliche stellt die Menge an Oxalsäure keine Gefahr dar. Du solltest nach dem Verzehr allerdings darauf achten, dass Oxalsäure den Zahnschmelz angreift und die Zahnoberfläche aufraut. Deshalb solltest du dir erst frühsten 30 Minuten nach dem Verzehr von Rhabarber die Zähne putzen. 

Quiche mit Rhabarber
Rhabarber ist vielseitig verwertbar. Foto: Pexels / Geraud pfeiffer

Der Kauf und die Lagerung von Rhabarber  

Frischen Rhabarber erkennst du daran, dass die Stangen fest sind und leicht glänzen. Dabei sollten die Enden keinesfalls trocken aussehen. Am besten bewahrst du Rhabarber ähnlich wie Spargel auf: In ein feuchtes Tuch gewickelt ins Gemüsefach in den Kühlschrank legen. Dort kannst du ihn mehrere Tage lagern. 

Außerdem kannst du Rhabarber auch einfrieren. Schneide ihn dazu am besten in küchenfertige Stückchen vor oder friere ihn direkt als Kompott ein. Eingefroren hält Rhabarber bis zu einem Jahr. 

Nice to know: Wenn du Gemüse kochst, nimmt der Gehalt an Oxalsäure ab. 

Fazit: Rhabarber ist gesund  

Rhabarber kann in verschiedenen Formen verarbeitet werden und ist sehr nährstoffreich und gesund. Bis auf die enthaltene Oxalsäure, enthält Rhabarber keinerlei Stoffe, bei denen du etwas aufpassen musst. Und wie immer gilt natürlich: Die Menge macht’s. 

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