Lebensmittelverschwendung ist ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft. Allein in Deutschland sind es im Schnitt 6 Tonnen Lebensmittel, die allein in privaten Haushalten im Müll landen. Hinzu kommen dann noch tonnenweise Abfälle aus der Industrie, der Produktion oder dem Einzelhandel. Insgesamt beläuft sich die Zahl der weggeworfenen Lebensmittel in Deutschland dann auf rund 12 Tonnen pro Jahr. Eine ganz schön hohe Zahl, die es zu vermeiden gilt. Wie dir das gelingt und welche Lebensmittel ewig haltbar sind, erfährst du hier.

1. Wasser in Glasflaschen

Auch wenn wir Wasser einfach aus der Leitung trinken, sollte man immer welches auf Vorrat haben. Bei einem Stromausfall oder Blackout kann es passieren, dass auch das Wasser ausfällt. Wasser aus dem Glas eignet sich für die Lagerung am besten, da das Wasser nicht den Geschmack der Flasche annimmt. Wenn du noch nicht weißt, was du bei einem Blackout machen solltest und welche Vorkehrungen du treffen solltest, kannst du das hier nachlesen.

Zudem enthalten Plastikflaschen Mikroplastik und Weichmacher, die findet man nach einer gewissen Zeit im Wasser wieder. Um genau zu sein, konnten sogar in 44 Prozent der PET-Einwegflaschen Mikroplastik nachgewiesen werden. Dieses löst sich mit der Zeit von den Flaschen und wird, wenn wir das Wasser trinken, mit in den Körper aufgenommen.

Was genau Mikroplastik im menschlichen Körper anrichten kann, ist bislang noch nicht richtig erforscht worden. Einige Studien konnten bisher jedoch bereits belegen, dass Mikroplastik Entzündungsreaktionen im Körper auslösen kann.

2. Zucker

Schlecht für die Gesundheit, gut für den Vorrat: Da Zucker jedem Organismus die Feuchtigkeit entzieht, können keine Schimmelpilze oder Bakterien entstehen. Selbst Lebensmittelmotten können dem nichts anhaben. Er verklumpt nur, wenn er mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommt.

3. Salz

Mit Salz verhält sich das ähnlich wie mit Zucker: Es können keine Bakterien oder Organismen entstehen, Lebensmittelmotten gehen auch nicht ran. Zudem verklumpt es ebenfalls, wenn Feuchtigkeit an das Salz kommt. Aber Achtung: Das gilt nur für pures Salz, kein Kräutersalz.

4. Honig

Honig besteht hauptsächlich aus Zucker und ist deswegen ebenfalls haltbar. Er ist zudem antibakteriell. Jedoch muss man bei der Lagerung für die lange Haltbarkeit einiges beachten: Er muss kühl und dunkel gelagert sein, damit er antibakteriell bleibt. Zudem muss das Glas immer gut verschlossen werden, da Honig aus der Luft Feuchtigkeit zieht und so gärt. Zudem mag er keine Fremdkörper, weswegen du nicht mit einem dreckigen Messer in den Honig eintauchen solltest.

Reissorten
Wenn du einen Lebensmittelvorrat aufbauen möchtest, eignet sich Wildreis und weißer Reis am besten. Foto: NorGal / Getty Images via Canva

5. Weißer Reis und Wildreis

Reis an sich sollte doch eigentlich immer ein haltbares Lebensmittel sein, oder? Falsch! Einige Reissorten sind tatsächlich haltbarer als andere. Vollkornreis und brauner Reis haben zum Beispiel einen höheren Fettanteil, wodurch sie schneller schlecht werden. Weißer Reis und Wildreis halten hingegen viel länger. Jedoch sollte er möglichst luftdicht verschlossen sein, da Reis durch den Stärkeanteil anfällig für Lebensmittelmotten ist.

6. Maisstärke

Wer Maisstärke kühl und dunkel lagert, hat wahrscheinlich sehr lange etwas davon. Mit ihr kann man vor allem Soßen andicken. Aber Achtung: Lebensmittelmotten lieben Stärke. Also verschließe die Maisstärke am besten in einem luftdichten Glas.

7. Nudeln

Getrocknete Nudeln sind als haltbares Lebensmittel perfekt, wenn man sich einen Vorrat anschaffen möchte. Wie beim Reis sind die Vollkornprodukte aufgrund des Fettanteils schneller verderblich. Im Falle eines Stromausfalls brauchst du aber für Reis und Nudeln natürlich auch Wasser und einen Gaskocher, um sie zu verzehren.

8. Ungeöffnete Konserven

Richtig verschlossene Konserven halten zwar nicht für immer, jedoch halten sie bei der richtigen Lagerung sehr lange. Je nachdem, was sich in der Konserve befindet, halten sie mehrere Jahre. Am besten schaust du beim Kauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und verbrauchst sie immer wieder. Die neueren Konserven kannst du dabei im Vorratsregal nach hinten stellen, die Älteren nach vorne. Obst- und Gemüsekonserven kommen übrigens auch in der Checkliste für einen Notfallvorrat des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor.

Konserven Vorrat
Konserven werden schon lange genutzt, um Obst und Gemüse haltbarer zu machen. Foto: heller181 / Getty Images via Canva

9. Weißweinessig (destilliert)

Durch den Säuregehalt haben Bakterien bei Weißweinessig keine Chance. Damit da funktioniert, muss er wie die anderen Lebensmittel kühl und dunkel gelagert werden. Zudem muss es purer Weißweinessig sein, da die Kräuter in z.B. Kräuteressig schlecht werden können.

Mehr Food-Themen findest du hier: