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Gefährliche rote Feuerameise in Europa angekommen: Das musst du jetzt wissen

Eine neue invasive Ameisenart ist in Europa angekommen und verbreitet sich rasant. Vor allem Allergiker*innen sind gefährdet. Die Details.

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Ameisen sind nützliche Tiere und selbst wenn sie beißen, ist das nicht so schlimm? Das mag für die hier beheimateten Nützlinge stimmen. Für diese neue Art, die nun erstmals in Europa angekommen ist, gilt das leider nicht. Das musst du jetzt über die rote Feuerameise wissen.

So gefährlich ist die Rote Feuerameise

Auf Sizilien ist der winzige Eindringling vor einigen Tagen entdeckt worden. Forscher*innen gehen davon aus, dass sich die Rote Feuerameise nun rasant über Europa verbreiten wird.

Sie ist zwar winzig, nur wenige Millimeter groß, dafür aber extrem aggressiv und sie gilt als eine der schlimmsten invasiven Arten, wie tagesschau.de bereits berichtete: die Rote Feuerameise. Laut Expert*innen wird der Klimawandel die schnelle Ausbreitung auch noch begünstigen. 

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Eine der schlimmsten invasiven Arten

Aus Südamerika stammend, gelangten die Roten Feuerameisen (Solenopsis invicta) erst in die USA. Der Name ist hier übrigens Programm: Invicta heißt übersetzt „unbesiegbar“. Ab 1930 breiteten sich die aggressiven kleinen Insekten dort schnell aus, fraßen alles, was sich ihnen in den Weg stellte, vor allem andere Insekten. Große Schäden an Ernten und der heimischen Ameisenwelt waren weitere Folge.

Die Internationalisierung, der weltweite Tourismus und Gütertransport brachten die Rote Feierameise nach Australien, Neuseeland, China und Japan. Einzelne Exemplare dieser Spezies wurden in Europa zuvor bereits in Spanien, Finnland und den Niederlanden entdeckt worden. Der aktuelle Fund von 88 Nestern auf Sizilien hat also eine durchaus ernstzunehmende Dimension.

Rote Feuerameise: Lebensgefahr für Allergiker*innen

Die Rote Feuerameise ist übrigens nicht nur ein Desaster für die heimische Insektenwelt, sondern kann auch uns Menschen gefährlich werden. Wenn die Tiere angreifen, beißen sie und spritzen dabei ein Sekret aus ihrem Giftstachel in die Bisswunde. Und das oftmals mehrfach hintereinander. Man kann von regelrechten Bissattacken sprechen. Die Folge: Schmerzhafte juckende Pusteln und brennende Haut. 

Für Allergiker ist die Situation ernst, denn das Sekret kann im Extremfall so heftige Reaktionen auslösen, dass sogar Lebensgefahr besteht.