Seit dem 27.12. sind in Deutschland die Impfungen gegen das COVID-19-Virus gestartet. In der ersten Gruppe sind Menschen über 80, Heimbewohner sowie Arbeiter im Gesundheitswesen mit erhöhter Ansteckungsgefahr. Doch wer muss eigentlich am längsten warten?

Corona-Impfung: Wer ist als Letztes dran?

Der Impfplan der Regierung teilt die Bevölkerung in 6 Risikogruppen auf, die nacheinander mit absteigendem Risiko geimpft werden sollen. Der bisherige Plan sieht so aus:

  • Gruppe 1: Altenheimbewohner, Menschen über 80, medizinisches Personal mit hoher Ansteckungsgefahr, Altenpfleger
  • Gruppe 2: 75 bis 80-jährige, medizinisches Personal, Demenzkranke und Menschen mit geistiger Behinderung
  • Gruppe 3: 70 bis 75-jährige, Vorerkrankte mit hohem Risiko und deren Kontaktpersonen, Asylheimbewohner, Obdachlose, Kontaktpersonen von Schwangeren, öffentlicher Gesundheitsdienst, medizinisches Personal
  • Gruppe 4: 65 bis 70-jährige, Vorerkrankte mit moderatem Risiko, restliches medizinisches Personal, Lehrer, Erzieher, prekär Beschäftigte wie Saison- oder Lebensmittelarbeiter
  • Gruppe 5: 60 bis 65-jährige, Schlüsselpersonal der Regierung, Einzelhandelsbeschäftigte, Personal mit engem Kundenkontakt sowie Personal in systemrelevanten Berufen wie Polizei, Feuerwehr, öffentlicher Personen-Nahverkehr.
  • Gruppe 6: alle Übrigen

Gruppe 6 umfasst dabei knapp 45 Millionen Menschen, während die anderen Gruppen zwischen 5 und 9 Millionen Menschen beinhalten. Der letzte Schritt wird also am längsten dauern.

Die Frage, wie und wann Kinder unter 12 geimpft werden, ist nicht offiziell beantwortet worden. Sie zählen also zu Gruppe 6.

Alles rund um Corona, gibt es hier.

Wer ist Impfgruppe 6?

Fassen wir also noch einmal zusammen: Als letztes wird geimpft, wer unter 60 Jahre alt ist, ohne Vorerkrankungen, in einem nicht system-relevanten Beruf, der Regierung, Verwaltung oder in engem Kundenkontakt arbeitet und keinen Kontakt zu Vorerkrankten oder Schwangeren hat.

Wann werden die Letzten geimpft?

Insgesamt zwei Millionen Impfdosen hat sich die EU von verschiedenen Anbietern gesichert. Also mehr als doppelt so viel wie EU-Einwohner, allerdings haben bisher auch nur zwei der Firmen eine Zulassung bekommen. Je nachdem, wie schnell andere Unternehmen nachziehen, wird sich die Auslieferung der Impfstoffe also hinziehen.

Bisher liegt die Einschätzung, dass die letzte Gruppe zwischen Sommer und Herbst 2021 geimpft werden wird. Allerdings kann sich dieser Zeitraum lange hinziehen, da es sich um den größten Teil der Bevölkerung handelt.

Wie komme ich an einen Impf-Termin?

Das wurde je nach Bundesland entschieden. Derzeit gibt es Impfungen nur vielerorts bei einer Einladung vom Senat wie etwa in Berlin. Die ersten Risikogruppen können noch von der Regierung bestimmt werden. Danach ist es denkbar, dass man sich als Teil einer Risikogruppe auch für einen Termin selbst anmelden muss.

Übrigens: Die Corona-Impfung ist freiwillig! Auch eine Zwei-Klassengesellschaft mit Privilegien für geimpfte Personen soll es nicht geben.

Erfahre hier, wieso ein Experte dafür plädiert, den Menschen Geld fürs Impfen zu zahlen.

Diese Personen dürfen NICHT geimpft werden.